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Gold trotz Inflation flach: die Debatte um die Realzinsen
Gold und Silber bleiben trotz Inflation flach. In der Debatte geht es um die Realzinsen, die Konkurrenz durch Kryptowährungen und die Rolle des Metalls als Versicherung.
Gold steigt nicht mit der Inflation: es steigt mit den Realzinsen
Der Ein-Jahres-Chart von Gold und Silber, basierend auf den von Kitco zitierten Daten, zeichnet eine Linie, die jeden entmutigt: flache Metalle, während die offizielle Erzählung auf einer erheblichen und dauerhaften Inflation beharrt. Das Paradoxon hat eine Erklärung, und es ist nicht die, die das Barren-Prospekt verkauft. Nach Ansicht eines Teilnehmers der Debatte handelt das Edelmetall nicht gegen den VPI; es handelt gegen die Realzinsen. Wenn die Rendite der Anleihen schneller steigt als die Preise, bleibt Gold ohne Argument und legt sich bequem zurück.
Warum steigt Gold nicht, wenn es Inflation gibt?
Die Beziehung, die in den Analysen immer wieder auftaucht, ist die der Realzinsen: Gold geht es schlecht, wenn die Anleiherenditen die Inflation übersteigen, weil der Anleger lieber Kupons kassiert, ohne die Kosten der Lagerung eines Metalls zu tragen. Bei hoher Inflation, aber steigenden Nominalzinsen wird der Realzinssatz zusammengedrückt, und Gold verliert den Motor, den es in anderen Krisen hatte. Manche fügen eine weitere Ebene hinzu: Das Metall sei manipuliert, mit Trading-Desks, die in Vollzeit den Preis halten, damit das aktuelle Finanzsystem nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Die Verhaltens-These —die Verhaltensökonomie— wiegt schwerer als jede Bilanz: Würde Gold explodieren, würde die Erzählung vom Fiat-Geld Risse bekommen.
Die Konkurrenz durch Bitcoin und Kryptowährungen
Das neue Geld ist nicht in den Barren geflossen. Ein guter Teil des spekulativen Kapitals ist in Kryptowährungen abgewandert, und manche behaupten, diese Flucht erkläre die Trägheit des Metalls. Nicht jeder kauft das: Es wird argumentiert, dass Bitcoin außerhalb eines Kreises technisch orientierter Profile ohne finanzielle Grundlage nur minimale verhaltensbezogene Wirkung hat und dass es den Zentralbanken nützt, dieses Asset gewähren zu lassen, um Gold den Wind aus den Segeln zu nehmen. Das Ergebnis ist dasselbe: Junges Kapital bevorzugt den Bildschirm dem Keller gegenüber.
Gold als Versicherung, nicht als Wette
Die nüchternste Lesart ordnet das Metall seinem Platz zu: eine Versicherung für 5% des Vermögens, oder 10%, wenn man sich als Prepper betrachtet, kein Vehikel, um in einem Quartal reich zu werden. Wer kaufte, um zu vervielfachen, langweilt sich; wer kaufte im Hinblick auf den Tag, an dem das Papiergeld nichts mehr wert ist, schläft genauso gut. Die Zentralbanken kaufen weiter, und es gibt Unternehmen, die millionenschwere Barrenkäufe als Absicherung gegen einen schwarzen Schwan angemeldet haben. Die Frage ist nicht, ob Gold steigt, sondern wie viel deines Vermögens du in etwas haben willst, das nicht vom Glauben an eine Bank abhängt.
Und wenn das Problem ist, dass niemand weiß, womit bezahlt wird?
Der Kern der Sache ist nicht inflationär, sondern eine Frage von Liquidität und Souveränität. Es wird diskutiert, ob du langfristig Grundstücke, Metalle oder Einlagen in etwas umwandeln kannst, das man dich ausgeben lässt, und wer entscheiden wird, womit gekauft und verkauft wird. Der spanische Bürgerkrieg wird als Beispiel dafür zitiert, dass wer Silber hatte, über die Runden kam; auch wird daran erinnert, dass 1944 sogar die USA und Großbritannien das saudische Öl mit physischem Gold bezahlten. Die Frage, die in der Luft bleibt: Wenn das neue System auf digitaler Zentralbankwährung aufgebaut wird, wozu willst du dann einen Barren, den dir niemand abkaufen wird?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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