Gold gewinnt 19,5 % in einem Jahr, während Fiat-Geld abwertet
Wie in der Debatte hervorgehoben wird, hat Gold ein Jahresplus von 19,5 % verzeichnet, etwa 11.250 Euro pro Kilogramm, genau zu dem Zeitpunkt, als das gesetzliche Zahlungsmittel kontinuierlich an Kaufkraft verliert. Wer seine Ersparnisse in Euro hält, bemerkt dies eher im Einkaufskorb als auf dem Bankkontoauszug.
Die These hinter diesem Thema besagt, dass nichts zufällig ist. Eine undifferenzierte Geldschöpfung und deren willkürliche Verteilung würden die Kaufkraft der Mittelschicht über den stillen Mechanismus der Inflation auszehren, wobei Grundbedarfsartikel stärker steigen als der Durchschnitt. Die Ersparnisse bluten aus, ohne dass jemand ein Dekret unterzeichnet.
Faktoren für die angebliche Zerstörung des Geldwerts
Die Diagnose erstreckt sich über mehrere Bereiche. Erstens die unkontrollierte Geldemission und ihre willkürliche Zuteilung. Zweitens die Abwertung durch eine Inflation, die das Notwendige härter trifft als das Entbehrliche. Drittens die hohen Kosten für Rohstoffe, Energie und Investitionsgüter, die laut dieser Lesart nur großen Unternehmen zugutekommen. Und viertens die Umverteilung von Geld an sogenannte passive Klassen, während den produktiven Klassen, so die These, die Grundlage des Lebens entzogen wird.
Das Ergebnis, zusammengefasst in der allgemeinen Unzufriedenheit: Der Faktor Arbeit wurde zerstört, Spekulation belohnt und die Funktion des Sparens verloren. Der abschließende Slogan des Arguments – „Du wirst nichts haben und glücklich sein“ – erfasst diese Stimmung besser als jede Grafik.
Seit wann verliert Geld an Wert? Von Johnson bis Nixon
Hier kommt es auf Nuancen an, denn alles auf ein einziges Datum zu schieben, ist ein Fehler. Es wird vertreten, dass der Bruch nicht mit Nixon 1971 begann, sondern früher. Johnson habe den Trend bereits 1963 geändert, indem er den Spitzensteuersatz um zwanzig Punkte auf 70 % senkte, eine Schwelle, die mit wenigen Ausnahmen über die folgenden 18 Jahre hinweg beibehalten wurde. Nixon, Ford und Carter verschoben lediglich die Einkommensgrenze, ab der diese Sätze galten, von 400.000 auf 200.000 Dollar nach damaligem Wert.
Die Episode um Gold trägt seine Unterschrift. Die Federal Reserve hatte Dollars gedruckt, um den Vietnamkrieg zu finanzieren; die Franzosen witterten Gefahr und schickten ein Schiff, um ihre Scheine rechtzeitig in Metall zu tauschen. Nixon suspendierte die Konvertierbarkeit mit einer Maßnahme, die als vorübergehend angekündigt wurde. Das ist sie seit mehr als einem halben Jahrhundert geblieben. Mit Reagan kamen die erklärten Erben von Hayek und Friedman, überzeugt davon, dass Steuern konfiszieren.
Eine Synthese fügt ein weiteres Glied hinzu: Bevor die Diskrepanz offenkundig wurde, verzögerte der Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) den Zusammenbruch, da er Produktionssysteme verlagerte und billige Arbeitskräfte auf das globale Spielfeld brachte.
Teilreservebanking: Das 1 %, das das System stützt
Der zugrunde liegende Mechanismus zielt auf das Bankwesen. Bei einer Teilreserve von 1 % muss von hundert eingezahlten Euro nur einer verfügbar sein: Der Rest wird verliehen und kehrt in den Kreislauf zurück, um erneut verliehen zu werden. Daraus folgt die radikalste Schlussfolgerung: Wenn viele Menschen gleichzeitig ihr Geld abheben würden, hätte das System Stunden-, keine Jahresprobleme.
Es gilt, Tatsache von Wunschdenken zu trennen. Ein Massenabhebungsszenario ist theoretisch mit unberechenbaren Folgen, kein Rezeptbuch-Standard. Befürworter des Bankausstiegs sehen darin eine individuelle Handlung, die auch ohne Koordination Schaden anrichten würde. Kritiker erinnern daran, dass Bargeld außerhalb des Systems wenig wert ist und Girokonten quasi obligatorisch geworden sind.
Gold, Gebrauchtwaren und Wahlenthaltung: Strategien zum Schutz
Im praktischen Kapitel fallen die Antworten unterschiedlich aus. Am häufigsten genannt: Physisches Gold fordern, das von der Mehrwertsteuer befreit ist; Gebrauchtwaren kaufen, die ebenfalls diese Steuer umgehen; nicht wählen; und Produzenten direkt bezahlen, um Zwischenhändler auszuschalten. Das Metall führt die Liste an, weil es Geld ist, das nicht gedruckt werden kann.
Der Nachteil ist, dass sich jede dieser Türen langsam schließt. Stromrechnungen wurden früher bar bezahlt und erfordern heute fast zwingend Lastschrift; der Gebrauchtmarkt rückt ins Visier der Regulierung; traditionelle Märkte verlieren Boden, da Eigenproduktion, Hühnerhaltung oder Saatgut reguliert werden. Und dann bleibt der digitale Euro, das Szenario, das Bargeld zur Ausnahme machen würde. Die Berechnung von Gold als Zuflucht hat Zahlen hinter sich; die seiner alltäglichen Nutzbarkeit deutlich weniger.
Produktive Wirtschaft gegen Finanzwirtschaft
Um das Ungleichgewicht zu messen, wird die Geopolitik herangezogen. Die NATO-Wirtschaftsleistung ist 19-mal größer als Russlands, dennoch wird eingeräumt, dass ähnliche Waffenlieferungen nicht tragbar sind. Das russische BIP wurde 2022 auf 2.129.516 Millionen Euro geschätzt; das der Eurozone 2023 auf 14.372.465 Millionen Euro. Diese Disproportion nährt die These, dass finanzieller Reichtum und reale Industriekapazität entkoppelt sind.
Im Hintergrund liegt eine ältere Diskussion: Ob man die Wirtschaft als Spiel mit bekannten Regeln betrachten soll, bei dem der Beste gewinnt, oder als Betrug, bei dem der Austeilende das Blatt behält. Die erste Lesart akzeptiert Gewinner. Die zweite leugnet sie rundweg.
Mit Gold auf diesen Niveaus und einer Inflation, die alles andere auffrisst, stellt sich nicht die Frage, wer recht hat, sondern wie lange das noch hält. Erinnert sich jemand an eine Krise, die ohne zusätzliches Gelddrucken gelöst wurde?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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