Gibraltar stürmen: Die Fantasie, die mit Ceuta aufersteht

Ceuta und Melilla befeuern die Rhetorik in Spanien: von Ortega Smiths Boot bis zur Invasion Gibraltars. Die neueste Wendung des digitalen Irredentismus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gibraltar stürmen: Der neueste Einfall der territorialen Revanchismus-Bewegung

Man muss nur ein Boot nehmen, eine riesige Flagge hissen – und die Sache ist erledigt: Gibraltar ist wieder spanisch. Die Idee flammt jedes Mal auf, wenn der marokkanische Druck auf Ceuta und Melilla eskaliert, und die jüngste Episode hat alle bisherigen Fantasiegrade übertroffen: ein Überraschungsangriff auf dem Seeweg von den Kanaren aus, während der Feind uns mit seinem hybriden Krieg auslacht.

Der reale Präzedenzfall: ein Boot und eine Riesenflagge

So weit ist die Rückeroberung in jüngerer Zeit gekommen: Ortega Smiths Vorstoß in die Gewässer des Felsens mit einer Riesenflagge. Es war Theater, doch das Theater blieb als Obergrenze. Von da an reichen die Alternativpläne von der Besetzung Tetouans bis zur Rückabwicklung der Unabhängigkeit der Spanischen Sahara – Tarfaya oder Sidi Ifni nicht zu vergessen. Keiner davon räumt der diplomatischen Realität auch nur den geringsten Raum ein: Die Mächte, die damals dem Franquismus zulächelten, setzen heute die Agenda.

Die territoriale Hierarchie eines Salon-Nationalismus

Manche ordnen die Prioritäten mit zwingender Logik: Gibraltar liegt auf der Halbinsel, also sollte es Vorrang haben. Doch selbst unter den Anhängern des Unterfangens läuft die Mobilisierung ins Leere. Die Diskreditierung ist so groß, dass selbst die Enthusiasten zugeben, dass ihre Mobilisierungskraft null ist und diese Rückeroberungen wie im Mittelalter funktionieren: Man muss kurz vor dem Sterben stehen, um den Sprung zu wagen.

Die Galionsfiguren dieser Szene verweisen auf echte Straßendemonstrationen rechtsensrecht Gruppen, doch die Distanz zwischen dem Video und dem Sturm auf den Felsen bleibt unendlich. Möglicherweise belebt die nächste Krise an der nordafrikanischen Grenze die Idee erneut. Möglicherweise bleibt es auch diesmal wieder bei einer 280-Zeichen-Nachricht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (53 Antworten).

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