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Gewerkschaftsprotest in Spanien: 200 Teilnehmer, 30 Polizisten
Nur 200 Demonstranten bei Gewerkschaftskundgebung in Spanien. Kritiker sehen ein Abhängigkeitsverhältnis zur Regierung.
Gewerkschaften: 200 Teilnehmer und 30 Bereitschaftspolizisten pro Kopf
Was passiert, wenn eine gewerkschaftliche Demonstration nur 200 Menschen anzieht, aber 30 Bereitschaftspolizisten pro Person mobilisiert? Der Akt wird zur Farce. Das ist der Vorwurf der Kritiker an die letzte Protestaktion von UGT und CCOO (den beiden größten spanischen Gewerkschaften), einer Kundgebung, die sich laut Teilnehmern gegen die Opposition richtete, nicht gegen die Regierung. Das Ergebnis: ein halb leerer Platz, Plakate aus einer anderen Zeit und ein Gewerkschaftswesen, das nach Ansicht vieler nicht mehr die Arbeitnehmer vertritt, sondern zu einer weiteren Filiale der Macht geworden ist.
Das auf Video festgehaltene Bild zeigt eine kleine Gruppe von Demonstranten, überwiegend Rentner, die Parolen gegen die PP (Partido Popular) rufen, während die sozialistische Regierung im Hintergrund bleibt. Der Aufruf wurde zum perfekten Beispiel für die Entfremdung zwischen den Gewerkschaftsführungen und der sozialen Basis. Die Zahlen sind eindeutig: 200 Teilnehmer gegenüber 30 Beamten, eine Relation, die eher wie eine gescheiterte Marketingkampagne aussieht als wie ein echter Protest.
Warum protestieren sie gegen die Opposition statt gegen die Regierung?
Diese Frage stellt sich unweigerlich. Die Gewerkschaften, die eigentlich die Exekutive kontrollieren sollten, haben sich entschieden, gegen die größte Oppositionspartei vorzugehen. Laut Kritikern folgt diese Strategie einem unausgesprochenen Pakt: Die Regierung hatte kurz vor der Demonstration die Subventionen für die Gewerkschaften verdoppelt, wie Berichte nahelegen. Öffentliches Geld hat die Unabhängigkeit der Gewerkschaften nicht gestärkt, sondern offenbar Schweigen und Komplizenschaft gekauft. Statt arbeitsrechtliche Verbesserungen einzufordern, mutiert der Protest zu einer Wahlkampfveranstaltung zugunsten der Regierung.
Manche behaupten, die Gewerkschaften agierten wie eine Mafia: Sie demonstrieren nicht gegen ihre Geldgeber, sondern gegen jene, die ihnen den Geldhahn zudrehen könnten. Die Logik ist pervers: Sollte die PP wieder an die Macht kommen, sind die Subventionen gefährdet; also mobilisiert man lieber gegen die Opposition, um den Fortbestand des Systems zu sichern. Währenddessen bleiben die echten Arbeitnehmer, die früh aufstehen und wenig verdienen, ohne echte Vertretung.
Wie viele Teilnehmer hatte die Gewerkschaftsdemonstration?
Die verfügbaren Daten deuten auf 200 Personen hin. Eine lächerliche Zahl für einen nationalen Aufruf. In Gijón beispielsweise waren die Diskotheken besser gefüllt als der Platz, auf dem sich die Demonstranten versammelten. Den Zeugen zufolge bestanden die meisten Teilnehmer aus Rentnern, was die Überalterung der Gewerkschaftsbasis belegt. Junge Leute ignorieren solche Aktionen. In 20 Jahren wird es weder Mitglieder noch Demonstranten geben.
Die Relation ist vernichtend: 30 Bereitschaftspolizisten für 200 Demonstranten. Das bedeutet einen Beamten für alle sechs oder sieben Teilnehmer. Noch nie erforderte so ein kleiner Protest so großen Aufwand. Manche ironisieren, dass die Polizisten Überstunden bekommen, während die Gewerkschafter Spesen kassieren. Andere sehen in diesem Bild das Symbol für das Ende einer Ära: Der Klassenkampf-Gewerkschaftismus ist tot, übrig bleibt eine subventionierte Karikatur.
Das Video zeigt die Aggressivität der Gewerkschaften
Das Videomaterial erfasst Momente der Spannung. Ein Gewerkschafter droht einem Gegner außer sich vor Wut damit, ihm den Kopf abzuschlagen. Die verbale Aggressivität steht im Kontrast zur geringen Resonanz. Es ist das Aufbegehren eines Eingekreisten. Die Gewerkschaften, die daran gewöhnt sind, vom Staatshaushalt zu leben, akzeptieren nicht, dass die Gesellschaft ihnen den Rücken kehrt. Und wenn die Realität zuschlägt, antworten sie mit Beleidigungen und Drohungen.
Die Szene erinnert an einen Fellini-Film: Eine Gruppe Veteranen demonstriert gegen die Opposition, während die Regierung sie finanziert. Der Surrealismus ist so groß, dass manche fragen, ob wir gerade das Ende des Gewerkschaftswesens erleben, wie wir es kannten. Die Antwort ist wahrscheinlich ja. Die Gewerkschaften sind gescheitert. Und sie wissen es.
Am Ende lautet die Schlussfolgerung immer dieselbe: Die Gewerkschaften verteidigen ihre eigenen Interessen, nicht die der Arbeitnehmer. Und solange zahlen die Steuerzahler die Party. Eine Feier, die angesichts der Lage immer weniger Gäste hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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