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Gestohlene Waffe tötete Guardia-Civil-Beamtin in Llanes
Ein Guardia-Civil-Beamter mit VIOGEN-Eintrag und ohne Dienstwaffe stahl eine Pistole und tötete seine Ex-Partnerin. Hätte das Waffentragen geholfen?
Hätte das Waffentragen den Mord an einer Guardia-Civil-Beamtin verhindert?
Der Tod von Laura, einer Beamtin der Guardia Civil, die von ihrem Ex-Partner in der Kaserne von Llanes in Spanien erschossen wurde, hat die Debatte über das freie Waffentragen neu entfacht. Nach Medienberichten hatte der Täter, ebenfalls Guardia-Civil-Beamter, Einträge im VIOGEN-System (Gewaltschutzregister bei häuslicher Gewalt) und ihm war die Dienstwaffe entzogen worden. Trotzdem benutzte er eine Pistole, die er einem Kollegen gestohlen hatte, und reiste eigens von Zamora nach Llanes, um sie zu töten. Laura, Mutter von drei Kindern, war fest ins Dorfleben integriert; in der Kaserne erinnerte man sich: „Man musste 300 Brote schmieren, und sie war immer die Erste, sie ließ uns nie im Stich.“
Eine Waffenkontrolle, die bereits versagt hatte
Der Fall bündelt alle Widersprüche der Waffenkontrolle in Spanien. Das VIOGEN-System hatte das Risiko erkannt, und dem Täter wurde die offizielle Waffe entzogen. Doch diese Maßnahme verhinderte nicht, dass er an eine andere Pistole kam, die einem Kollegen gestohlen worden war. Befürworter des freien Waffentragens argumentieren, das Opfer, das ebenfalls bewaffnet war, hätte sich besser verteidigen können. Gegner halten dagegen, der Angriff sei geplant gewesen und keine Pistole in der Schublade garantiere eine Reaktion gegen jemanden, der mit Mordabsicht reist.
Die Alternative: das Opfer bewaffnen oder den Täter entwaffnen
Die Debatte verweist auf ein früheres Versagen: die praktische Schwierigkeit, einer Person mit Vorgeschichte häuslicher Gewalt sämtliche Waffen zu entziehen. Eine Position besagt, das freie Waffentragen hätte als Abschreckung gewirkt; die andere, es würde die Guardia Civil in eine Truppe mit mehr Waffen im Umlauf und höherem Diebstahlrisiko verwandeln. Die Analyse beantwortet die Frage nicht. Sie endet mit einer unbequemen Erkenntnis: In diesem Fall starb das Opfer nicht wegen fehlender Waffen, sondern weil die Waffe, die kontrolliert sein sollte, in die Hände des Täters gelangte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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