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Zivilgardist tötet Ex-Partnerin in Asturien
Ein wegen Gewalt gegen Frauen verurteilter Beamter erschießt seine Ex-Partnerin im Kasernenhof von Llanes. Drei Kinder werden zu Waisen.
Beamter mit entzogenem Dienstwaffenbesitz tötet Ex-Partnerin in der Kaserne
Der Vorfall ereignete sich in der Kaserne der Guardia Civil (spanische Gendarmerie) in Llanes, Asturien. Ein in Zamora stationierter Beamter verschaffte sich die Dienstwaffe eines Kollegen und erschoss die Beamtin Laura, ebenfalls Angehörige der Guardia Civil, bevor er selbst starb. Beide hatten drei gemeinsame Kinder. Das Opfer war im VioGén-System (Spezialprogramm zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt) registriert und besaß seit 2019 eine Schutzanordnung. Der Täter, Dámaso F.S., hatte eine rechtskräftige Verurteilung wegen häuslicher Gewalt und stand kurz vor der Entlassung aus dem Dienst.
Die verspätete Entlassung
Dámaso F.S. arbeitete bei der Diensthundeeinheit in Zamora, wo er Hunde für die Suche nach Betäubungsmitteln ausbildete. Im Jahr 2024 nahm er an einer Zeremonie teil, bei der er nach mehr als 1.000 Einsätzen ausgezeichnet wurde – das war sein berufliches Leben. Doch seit 2019 lastete auf ihm eine Verurteilung wegen Gewalt gegen Frauen, die ihn am Waffenbesitz hinderte; seine eigene Waffe war eingezogen worden. In der Woche des Vorfalls erhielt er Berichten zufolge die Mitteilung über seine endgültige Entfernung aus dem Dienst.
Das Paradoxe ist: Trotz Verurteilung und entzogenem Waffenbesitz behielt er Zugang zur Kaserne und den Gemeinschaftsräumen. Die Tatwaffe gehörte nicht ihm, sondern einem Kollegen, dem er sie Tage zuvor abgenommen hatte. Das Entlassungsverfahren lief seit Jahren; dieser langsame Prozess ermöglichte es ihm faktisch, bis zuletzt im Dienst zu bleiben.
VioGén: Jahre der Überwachung und ein tödliches Ende
Das Opfer war aufgrund von Misshandlungsanzeigen im VioGén-System geführt. Die Schutzanordnung stammte aus dem Jahr 2019. Dazwischen zerbrach die Beziehung, die Scheidung folgte, und Konflikte um Sorgerecht und Vermögenswerte eskalierten. Nach Gerichtsdokumenten erstattete er Anzeigen gegen sie wegen Verstößen im Zusammenhang mit den Kindern und Missbrauchs des gemeinsamen Fahrzeugs. Ein Kommandant fasste diese Anzeigen mit zwei Worten zusammen: „um zu schikanieren“. Sie ihrerseits blieb weiterhin im VioGén-Programm registriert.
Manche argumentieren, dass das System beide Seiten zermürbt: lange Verfahren, vorsorgliche Maßnahmen, Kontaktverbote. Andere betonen, dass der Ursprung eine Verurteilung wegen Gewalt war, kein symmetrischer Streit. Der Fall hinterlässt drei Waisen und wirft Fragen zur Wirksamkeit eines Instruments auf, das jahrelang ein Risiko signalisierte, das sich schließlich materialisierte.
Waffen in Spinden: Ein Protokoll unter Verdacht
Besonders auffällig ist, wie der Täter an die Waffe gelangte. Dienstwaffen werden in Umkleidespinden aufbewahrt, deren Öffnung offenbar nur einen Tritt erfordert. Die entwendete Waffe gehörte einem anderen Beamten, was eine weitere Frage aufwirft: die der internen Verantwortung. Es wurde darauf hingewiesen, dass je nach Rangdienstgrad einem Guardia-Civil-Mitglied mehrere Waffen zugewiesen sein können und dass die Sicherung oft nicht den theoretischen Protokollen entspricht.
Dies ist kein kleines Problem für eine bewaffnete Institution. Wenn jemand ohne eigenen Waffenbesitz sich die Waffe eines Kollegen in derselben Kaserne beschaffen kann, versagt das interne Sicherheitssystem an mehreren Stellen gleichzeitig. Offensichtliche Fragen sind: Wer kontrolliert die Spinde? Warum war die Waffe nicht doppelt gesichert? Und vor allem: Wie konnte ein Beamter im Entlassungsverfahren freien Zugang zu den Räumlichkeiten behalten?
Die wirtschaftlichen Kosten eines zerstörten Lebens
Hinter der Tragödie steht auch eine berufliche und finanzielle Abwärtsspirale, die manche Analysen nicht ignorieren wollen. Dámaso F.S. war seit über vierzig Jahren nicht mehr in der Privatwirtschaft tätig. Die Entlassung bedeutete den Verlust des Gehalts, keine vorzeitige Pensionierung und nur eine minimale Rente mit 53 Jahren, trotz bestehender Unterhaltspflichten. Argumentiert wird, dass die Kombination aus finanziellem Ruin, Statusverlust und Familienkonflikt den Auslöser für den letzten Bruch bildete. Dies rechtfertigt nichts, ordnet es aber in einen Kontext ein, den das System nicht entschärfen konnte.
Drei Kinder verlieren ihre Eltern. Eine ganze Kaserne ist schockiert. Und ein Entlassungsverfahren, das genau in der Woche kam, in der alles zusammenbrach. Die Analyse stößt hier an Grenzen: Niemand erklärt vollständig, warum sieben Jahre Überwachung in einer Kaserne mit zwei toten Beamten endeten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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