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Gefrierfach am Kühlschrank abschalten: Warum das fast nie möglich ist
Nur das Gefrierfach eines Kühl-Gefrier-Kombis abzuschalten ist fast nie möglich: Ohne zwei Kompressoren hinterlässt das Trennen des Stromkreises ein Gerät ohne Kühlleistung.
Gefrierfach am Kühlschrank abschalten: Wann die Ersparnis unmöglich ist
Die Idee klingt einleuchtend: Wer das Gefrierfach nicht nutzt, schaltet es ab und spart seinen Anteil an der Stromrechnung. Das Problem: Bei den meisten älteren Kühl-Gefrier-Kombis —Gefrierfach oben, Kühlschrank unten— gibt es diese selektive Abschaltung nicht. Es gibt keine zwei trennbaren Stromkreise, sondern nur einen einzigen Kompressor und einen einzigen Verdampfer, die die Kälte im ganzen Gerät verteilen. Das Kabel des Gefrierfachs durchzuschneiden senkt die Rechnung nicht: Der Kühlschrank fällt komplett aus.
Ausgangspunkt des Falls ist ein Verbrauch von 1,7 kWh pro Tag bei einem zweitürigen Kühlschrank der alten Sorte. Die Versuchung, dort anzusetzen, ist nachvollziehbar: Es ist eines der Geräte mit der längsten Laufzeit und eines derjenigen, deren Effizienz am stärksten nachlässt. Aber die Physik des Geräts hat das letzte Wort.
Warum lässt sich nur das Gefrierfach nicht abschalten?
Die kurze Antwort: Die Kältearchitektur ist nicht zur Teilung gedacht. Sinnvoll ist das nur bei Geräten mit zwei Kompressoren, einem pro Zone, wo man einfach den Strom des Gefrierfach-Kompressors trennen und den anderen weiterlaufen lassen könnte. Bei allen anderen speist ein einziger Kompressor einen gemeinsamen Verdampfer.
Deshalb ist die Idee, das Kabel zum Gefrierfach zu durchtrennen, keine Ersparnis, sondern ein Defekt. Das System kennt keine Türen: Es kühlt entweder alles oder gar nichts.
Der Fall der No-Frost-Geräte und das sich ansammelnde Eis
Es gibt ein Szenario, in dem die Idee, die Gefrierfunktion zu deaktivieren, technisch einen gewissen Sinn ergibt — wenn auch nicht den, den der Stromsparer sich vorstellt. Bei manchen No-Frost-Geräten versagt mit den Jahren die Abtauautomatik, und am Verdampferrohr bildet sich ein Eisblock. Dort wird tatsächlich darüber spekuliert, diese Funktion vorübergehend abzuschalten, damit das Eis schmilzt und die Restkälte den Kühlschrankteil versorgt.
Das ist eine Werkstatt-Hypothese, kein Haushaltstipp. Und sie birgt eine Warnung: Funktioniert der Abtaukreis nicht richtig, sammelt sich das Eis schneller und die Effizienz stürzt ab. Das vernünftige Ziel ist nicht, etwas abzuschalten, sondern dass gar kein Eis entsteht. Ein vereistes Gerät verbraucht mehr, und das merkt man irgendwann auf der Rechnung.
Ein volles Gefrierfach senkt den Verbrauch nicht, wenn man es nicht öffnet
Es hält sich die Überzeugung, dass ein volles Gefrierfach weniger Strom verbraucht. Die Feinheit zählt: Der Vorteil eines vollen Fachs ist, dass beim Öffnen der Tür weniger kalte Luft entweicht. Wenn man sie nicht öffnet, ist egal, was drin ist. Der Verbrauch beschränkt sich auf das, was durch die Isolierung verloren geht — und das ändert sich weder durch Füllen noch durch Leeren.
Das praktische Fazit für alle, die die Rechnung drücken wollen, ist unbequem: Beim Gefrierfach gibt es keinen Abkürzungsweg. Es gilt, sich die Isolierung, die eingestellte Temperatur oder schlicht das Alter des Geräts anzusehen. Die Idee mit dem durchtrennten Kabel bleibt genau das: eine Idee.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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