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Geburtsortsprinzip und Enkel von Exilanten: Spaniens Streit um die Staatsbürgerschaft
Spanien gewährt die Staatsbürgerschaft nicht durch Geburt im Land, außer in Ausnahmefällen, doch die verkürzte Frist für Lateinamerikaner entfacht die Debatte neu, wer Spanier ist.
Das Geburtsortsprinzip entfacht die Debatte neu, wer Spanier ist
Wie viele Lateinamerikaner leben in Spanien, und wie viele dürften sich Spanier nennen? Die Frage erhitzt die Gemüter erneut, und diesmal ist der Auslöser keine neue Zahl, sondern das Gefühl —täglich wiederholt—, dass der Zugang zur Staatsbürgerschaft zum durchlässigen Sieb geworden ist. Hier prallen zwei Erzählungen aufeinander: die eine behauptet, Spanien verteile Pässe, die andere erinnert daran, dass ein großer Teil dieser Gemeinschaft seit Jahrzehnten dort lebt und Sozialabgaben zahlt. Die eigentliche Grundannahme, dass Spanien die Staatsbürgerschaft durch Geburt im Land vergibt, ist weit fragwürdiger, als es scheint.
Was das Gesetz sagt – abseits des Lärms
Spanien wendet kein reines Geburtsortsprinzip an: Die Geburt im Land genügt nur in sehr konkreten Fällen. Der echte Schnellweg ist nicht die Geburt, sondern der Aufenthalt. Staatsangehörige iberoamerikanischer Länder erhalten die Staatsbürgerschaft nach einer deutlich kürzeren Frist als die allgemeine Regel von zehn Jahren. Diese Differenz, als historische Bande gedacht, ist heute der Hauptstreitpunkt. Parallel dazu hat der Weg für Nachkommen von Exilanten die Zweifel neu entfacht, wer die spanische Staatsangehörigkeit beanspruchen kann, ohne im Land geboren zu sein.
Dreißig Jahre Beitragszahlung gegen den Verdacht
Gegen die pauschale Ablehnung wiegt das Argument der Zeit am schwersten: Es gibt lateinamerikanische Einwohner mit mehr als drei Jahrzehnten Leben und Beitragszahlung in Spanien. Die Gegenreaktion kommt von der anderen Seite und bestreitet nicht die Zahlen, sondern den Ton. Zwischen beiden Polen fehlen harte Daten.
Die Staatsbürgerschaft ist zum Schlachtfeld geworden, auf dem kaum jemand den Taschenrechner zeigt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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