Gaslüftungsöffnungen: So geht keine Heizwärme verloren – ohne Lebensgefahr

Raumluftunabhängiger Kessel und Gaslüftungsöffnungen: Die Vorschriften erlauben das Abdecken, doch das Risiko eines Gas- oder CO-Lecks macht Lüftung nötig. Energiesparen hat seinen Preis.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gaslüftungsöffnungen: So geht keine Heizwärme verloren – ohne Lebensgefahr
Gaslüftungsöffnungen: Sparen gegen Sicherheit

In einer Wohnung von 2008 mit Einzel-Gasheizkessel und Glaskeramikherd lassen zwei Lüftungsöffnungen im Wohnzimmer – eine am Boden, eine fast an der Decke – so viel Luft herein, dass die Wärme direkt durch sie entweicht. Der Eigentümer hat Türen und Fenster mit Dichtungsprofilen abgedichtet und steht nun vor der unbequemen Frage: Kann man diese Öffnungen abdecken, ohne sein Leben zu riskieren? Die Antwort hängt von einem technischen Detail ab, das fast niemand kennt: ob der Kessel raumluftunabhängig oder mit Naturzug ist. Das installierte Modell, ein Saunier Duval Thermaclassic F25 E, ist nach den Angaben der Teilnehmer ein raumluftunabhängiger Kessel. Damit beginnt das Chaos, denn bei einem raumluftunabhängigen Kessel verlangt die Norm UNE 60670 keine Gaslüftungsöffnungen. Das Gebäude hat sie trotzdem. Warum? Weil viele Bauprojekte des Baumbooms nach einem Standardentwurf errichtet wurden, der sowohl für Gasherde als auch für nicht raumluftunabhängige Kessel galt. Am Ende erbt der Käufer ein Loch in der Wand, das er nicht mehr braucht, das aber da bleibt und das Wohnzimmer auskühlt.

Was die Vorschrift sagt – und was die Angst

Der Schlüssel liegt in der UNE 60670, die im RITE (spanische Verordnung über thermische Anlagen in Gebäuden) zitiert wird. Bei einem raumluftunabhängigen Kessel ist keine dauerhafte Lüftung des Raums erforderlich. Mehrere Teilnehmer bestätigen das nach Rücksprache mit Gas Natural und mit dem Techniker der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung. „Ich habe die Eignungsbescheinigung“, sagt einer von ihnen, der seine Öffnungen bereits abgedeckt hat. Die Stimmen, die vor dem Risiko warnen, sind aber nicht klein: Manche halten dafür, dass selbst bei einem raumluftunabhängigen Kessel die Gaszuführung in die Küche führt und sich ein Leck dort stauen könnte. Erdgas ist leichter als Luft und bildet tendencygemäß eine Tasche unter der Decke; Butan, das schwerer ist, sammelt sich am Boden. Deshalb sitzen die Öffnungen auf diesen beiden Höhen. Die Diskussion dreht sich dann um CO: Eine schlechte Verbrennung in einem geschlossenen Raum kann zu einer Vergiftung führen. Die Empfehlung der Vorsichtigen ist klar: Wer sie abdeckt, sollte es mit technischem Wissen tun und, wenn möglich, mit einem Gasdetektor und einem CO-Detektor.

Lösungen ohne Bauarbeiten

Es entstehen mehrere praktische Alternativen. Die meistgenannte: Lüftungsöffnungen mit Akkordeonverschluss oder Klappen einbauen, die sich schließen lassen, wenn der Kessel aus ist oder der Wind weht. Das Problem: Die Prüfung durch das Industrieministerium kann sie ablehnen, wenn der Techniker die Lüftung für verpflichtend hält. Eine andere Option ist weißer Plexiglas mit Magneten, das fast vollständig abdeckt und nur einen kleinen Spalt für minimale Lüftung lässt. Ein Teilnehmer lässt eine Öffnung geschlossen und eine offen, auf der Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Komfort und Sicherheit. Und manche gehen weiter: einen Ventilator mit programmiertem Rücklauf, zehn Minuten pro Stunde. Die Idee ist, die Luft zu erneuern, ohne zwei ständige Löcher zu haben. Allerdings braucht der Ventilator eine Luftzufuhr; sonst entsteht ein Unterdruck und das System verliert an Wirkung.

Die echten Kosten des Lüftens

Es lohnt sich zu rechnen. Eine gewöhnliche Dunstabzugshaube bewegt etwa 500 m³/h. Läuft sie drei Stunden am Tag, gerechnet mit 7 kcal/h pro m³/h, gehen rund 10.500 kcal/h auf die Straße – das sind 12,2 kWh. In kalten Regionen steigt die Rechnung rapide. Das ist der Preis des Lüftens mit mechanischen Methoden. Eine passive Lüftungsöffnung verbraucht dagegen keinen Strom, kühlt aber ständig. Der Vergleich ist nicht trivial: Eine Stunde Dunstabzugshaube kann mehr Wärme entziehen als ein ganzer Tag Lüftungsöffnung. Das ist der Kern: Es geht nicht nur darum, abzudecken, sondern darum zu steuern, wann und wie man lüftet.

Die Falle der luftdichten Häuser

Wer die Dämmung auf die Spitze treibt, muss mit Folgen rechnen. Wer Türen, Fenster und Lüftungsöffnungen abdichtet, macht die Wohnung luftdicht. Und ein luftdichtes Haus speichert Feuchtigkeit, CO₂ und im Fall eines Lecks Gas. Kondens- und Schimmelprobleme entstehen, wenn die Luft nicht erneuert wird. Die vorgeschlagene Lösung ist eine kontrollierte mechanische Lüftungsanlage (KWL): Ventilatoren in Küche und Bad und kleine Öffnungen in den übrigen Räumen. Das ist nicht billig, erhält aber die Luftqualität, ohne die Fenster zu öffnen. Die Paradoxie: Moderne Häuser haben bereits viele unsichtbare Öffnungen – in Aluminiumfenstern, Rollladenkästen –, die unbemerkt lüften. Frühere Häuser hatten die Lüftungsöffnung in der Küche und die Shunts in den WCs. Das Problem ist nicht das Lüften, sondern das Lüften, ohne Geld zum Fenster hinauszuwerfen.



Am Ende liegt die Entscheidung beim Eigentümer und seinem Techniker. Die Vorschriften erlauben das Abdecken, wenn der Kessel raumluftunabhängig ist, aber die Klugheit empfiehlt, nicht alles vollständig abzudichten. Die Frage, die niemand mit einer Zahl beantwortet, lautet: Wie viel von der Heizkostenersparnis fließt in die Reparatur der Schäden durch schlecht gesteuerte Kondensation? Oder schlimmer.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (76 Antworten).

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