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Control gegen Durex: Die Kondombreite spielt doch eine Rolle
Control-Kondome liegen bei 53-54 mm, Durex je nach Linie bei 54-56 mm. Der Breitenunterschied ist real, doch das Gefühl des Latex täuscht mehr als die Zahl auf der Packung.
Control gegen Durex: Die Kondombreite spielt doch eine Rolle
Die Frage, mit der das Thema eröffnet wird, wird meist leise gestellt und mit Stammtischweisheit beantwortet: Sind Control-Kondome enger als Durex? Die kurze Antwort lautet: Da ist etwas Wahres dran, aber die halbe Geschichte ist reine Wahrnehmung. Die Nennbreite ist entscheidend, und dort gibt es durchaus Unterschiede: Control-Kondome bewegen sich um 53-54 mm, während Durex je nach Linie eher bei 54-56 mm liegt. Zwei Millimeter erscheinen belanglos, bis sie drücken.
Die Nennbreite zählt mehr als die Marke
Das erste Missverständnis ist die Annahme, die Marke entwerfe das Kondom für einen bestimmten Nutzertyp. Dem ist nicht so. Was sich ändert, ist die Nennbreite, eine Zahl, die auf der Packung steht und die fast niemand liest, weil die Verpackung attraktiver ist. Der Zwei-Millimeter-Unterschied zwischen den Linien macht sich deutlich bemerkbar, wenn der Sitz knapp ist.
Der zweite Faktor ist das Material. Durex, inzwischen unter dem Dach von Essity, verwendet einen dünneren, glatteren Latex; Control fühlt sich eher nach massivem Gummi an. Daher stammt ein Großteil des Rufs, „enger“ zu sein: Es liegt nicht an der Breite, sondern am Gefühl. Auch die Gleitmittel täuschen, denn ein gut gleitfähiges Kondom wirkt breiter, als es ist.
Sind alle verkauften Kondome sicher?
Ja. Die Vorschriften sind für alle in Europa vertriebenen Kondome dieselben: die Norm EN ISO 4074 und die verpflichtende CE-Kennzeichnung. Diese Norm misst Poren, Bruchfestigkeit und Volumen, keine Waschbeständigkeit, denn das Kondom ist von vornherein für den Einmalgebrauch gedacht. Sobald Wasser, Seife oder Alkohol ins Spiel kommen, wird der Latex abgebaut und die Barriere hört auf, eine Barriere zu sein.
Da hilft keine Discounter-Marke und keine 144er-Packung. Das Material ist für das Gefühl wichtig, nicht für die Sicherheit: Latex ist am dehnbarsten und wird von Gleitmitteln am stärksten angegriffen; Polyisopren hält gewissen Gleitmitteln etwas besser stand; Polyurethan ist chemisch stabiler. Alle, ausnahmslos, sind Einwegprodukte.
Preis und Discounter-Marken: Sparsamkeit oder gesunder Menschenverstand?
Beim Konsum erscheinen Discounter-Marken und Großpackungen als immer wiederkehrende Alternative. Der Kauf großer Packungen ist nicht zwangsläufig Geiz: Man zahlt einfach nicht zu viel für etwas, das die Norm ohnehin garantiert. Der Preisunterschied zwischen Markenprodukten und Discounter-Marken schlägt sich nicht in einem Sicherheitsunterschied nieder, sondern nur in Handelsspannen und Marketing.
Was zwischen den Marken tatsächlich variiert, ist das Erlebnis: die Dicke, das Gleitmittel, der Sitz. Und dort lautet die Empfehlung: ausprobieren statt auf die Verpackung vertrauen. Die Zahl auf der Packung ist der einzige objektive Datenpunkt.
Das Elefanten im Raum: die Praxis
Jenseits der Zahlen driftet das Thema zur Praxis. Manche halten den Unterschied in der Empfindung durch das Kondom für irrelevant im Vergleich zum Unterschied, den der Partner selbst ausmacht. Und manche stellen das Kondom als Empfindungsbarriere schlicht in Frage, mit Argumenten, die persönliche Erfahrung und Neugier vermischen.
Die verblüffende Erkenntnis ist, dass die wahrgenommene Breite mehr vom Sitz und vom Gleitmittel abhängt als von der Marke. Vor diesem Hintergrund landet die Frage, welches enger ist, wieder am Ausgangspunkt: bei der Zahl auf der Packung, nicht bei der Farbe der Verpackung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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