Franchising: „90 Prozent sind ein Betrug“, sagt Forumsnutzer

Ein Forumsnutzer behauptet, „90 Prozent seien ein Betrug“. Die guten verlangen hohe Investitionen und werden nicht angeboten. Der Rest ist ein schneller Weg, die Ersparnisse zu verlieren, so…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Franchising: „90 Prozent sind ein Betrug“, sagt Forumsnutzer
Franchising: Du zahlst für die Marke, das Risiko trägst du

Die Frage, mit der das Thema eröffnet wird, ist einfach und wird seit Jahren nicht beruhigend beantwortet: Ist eine Franchise rentabel oder ein Mechanismus, um das Risiko vom Franchisegeber auf den Franchisenehmer zu verlagern? Der Ausgangspunkt ist eine Marktbeobachtung: Es gibt Branchen, in denen praktisch nur Franchisen tätig sind, etwa beim Express-Transport wie Seur oder MRW oder bei der Betreuung älterer Menschen zu Hause. Und ein Verdacht: Immer wenn man etwas über das Thema liest, ist es negativ.

Die Mehrheitsantwort unter denen, die die Branche zu kennen behaupten, ist vernichtend: rund 90 Prozent sind ein Betrug, so einer der Teilnehmer. Die Einschränkung folgt schnell: nicht alle. Die funktionierenden verlangen hohe Investitionen, haben Marktstudien, etablierte Marken und jahrzehntelang erprobte Modelle dahinter. Die anderen, die mit Nachdruck und Versprechen angeboten werden, sind meist der schnellste Weg, die Ersparnisse zu verlieren, so mehrere Beiträge.

Warum man dir eine gute Franchise nicht anbietet

Das am häufigsten genannte Argument ist schlichte Logik: Wenn eine Franchise wirklich gut ist, muss sie sich nicht verkaufen. Die Nachfrage reicht aus, um Franchisenehmer auszuwählen. Wenn jemand darauf besteht, dass du seine Marke aufbaust, hält das Geschäft meist nicht von allein.

Die Ausnahme bestätigt die Regel. Ein McDonald's-Franchisenehmer im Zentrum von Madrid verdient laut dem Zeugnis eines Bekannten seit Jahrzehnten gut. Aber dieser Fall erfordert ein 200-Quadratmeter-Lokal in einer exklusiven Lage und eine Investition von nahezu einer Million Euro. Für Normalsterbliche bleibt diese Tür verschlossen.

Manche fügen einen wichtigen Punkt hinzu: Eine Franchise garantiert keinen Erfolg, sie verringert nur die Möglichkeit des Scheiterns. Sie bringt dich in eine erprobte Struktur mit Regeln, die den Spielraum für Fehler bei Einkauf, Marketing, Preisen und Logistik verkleinern. Der Preis sind die Gebühren und die Einschränkungen. Wie Fußballen mit vielen Verteidigern: Du kassierst weniger Tore, schießt aber auch weniger.

Der Franchisenehmer, der arbeitet, um die Royalties zu zahlen

Die wiederkehrende Klage ist die Asymmetrie. Du riskierst das Kapital, und wenn das Geschäft Gewinne macht, behält die Zentrale einen Teil davon; wenn es Verluste macht, verlierst nur du. Das Know-how hast du bereits am Anfang bezahlt. Mehrere Beiträge betonen dasselbe: Oft arbeitet man nur, um der Franchise die Royalties zu zahlen.

Der Fall der DIA-Supermärkte wird als Beispiel für eine Falle genannt: Man hält sich für einen Unternehmer, bleibt aber ein Angestellter für sie – und hat sogar investiert, um einer zu werden. Die Warnung gilt für alle Franchisen, bei denen man ausschließlich von der Zentrale für die Waren abhängig ist und ihr die Margen vorgibt.

Die Erfahrung einer Parapharmacie veranschaulicht das: Die Bedingungen waren absurd, mit hohen Prozentsätzen für den Franchisegeber und der Pflicht, bei bestimmten Lieferanten in erheblichem Umfang einzukaufen. Sie machten es auf eigene Faust und es lief gut.

Der Fall Devuelving und die Franchise als Rekrutierung von Verkäufern

Ein großer Teil der Konversation driftet zu einem konkreten Fall, der immer wieder auftaucht: Devuelving. Beschrieben wird ein Geschäft, dessen eigentliches Ziel es ist, billige Verkäufer zu gewinnen, die seine Produkte verkaufen. Die Anfangsinvestition liegt bei rund 4.000 Euro, und manche weisen darauf hin, dass viele Leute versuchen, das Geschäft weiterzugeben, weil sie keine Zeit haben.

Das Paradox liegt auf der Hand: Wenn die sich um alles kümmern, warum hast du keine Zeit? Die Erklärung lautet: Du bist ein billiger Verkäufer, und die Nettomargen gehen nicht auf. Wenn du es leid bist, Flyer zu verteilen, und dein Bekanntenkreis keine Lust mehr hat, läuft das Geschäft leer. Mehrere Beiträge fordern eine detaillierte Analyse, die angeboten, hier aber nicht wiedergegeben wird.

Die Zentrale entscheidet, der Franchisenehmer zahlt

Ein weiteres wiederkehrendes Problem ist der Kontrollverlust. Die Zentrale entscheidet, wie viel du kaufen musst, wann die Schlussverkäufe laufen und welche Rabatte gelten. Es ist ihr egal, ob die Saison in Alicante anders ist als in Zamora. Wenn in deiner Region die Zeit ist, mit guter Marge zu verkaufen, kommen Aktionen; wenn du Rabatte geben willst, heißt es, die Zeit sei nicht gekommen. Der Franchisenehmer ist der Gelackmeierte.

Die Schließung des McDonald's im Zentrum von Algeciras nach mehr als zwanzig Jahren wird als Beweis zitiert, dass selbst die Großen nichts garantieren. Die hohe Miete des Lokals wird als Ursache genannt. Eine Marke schützt nicht vor dem Markt.

Die Alternative: lernen und dann kopieren

Gegen den Pessimismus gibt es einen Mittelweg. In einem Betrieb der Franchise arbeiten, das Wissen von innen lernen, notfalls für einen Hungerlohn, und dann abwägen, ob es sich lohnt. Fast immer lohnt es sich nicht. Aber man lernt, ohne Kapital zu riskieren.

Eine weitere genannte Option: das Geschäft auf eigene Faust aufbauen und, wenn es funktioniert, mit eigenen Filialen vervielfältigen. Eine Franchise ist sinnvoll, wenn sie eine bekannte Marke bietet, die Kundschaft anzieht. Kennt niemand die Marke, zahlst du für eine Dekoration und einen Namen, die dir nichts bringen.

Der Punkt, an dem die Analyse festhängt, ist derselbe wie am Anfang: Es gibt keine aggregierten Rentabilitätszahlen nach Branchen, nur Einzelfälle. Und mit Einzelfällen vertritt jeder seine These.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (56 Antworten).

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