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Fran Perea und das Gold der Fünfziger, die Pop singen
Fran Perea' Konzert löst die Debatte über Fünfziger neu aus, die Pop singen: vom kritisierten Outfit bis zum wirtschaftlichen Vorwurf gegen eine Generation, die alles hatte.
Fünfziger mit grauem Haar, die Pop singen: das Gold der Nostalgie
Was bringt einen Mann über fünfzig, graue Haare inklusive, dazu, auf eine Bühne zu steigen und Pop zu singen, in der Hose seines Vaters und einem T-Shirt zum Tiere füttern? Fran Perea' letztes Konzert hat diese Debatte ausgelöst: Der zum Sänger gewandelte Schauspieler wurde wegen seines Outfits und seines Repertoires verspottet, und er erwiderte mit Humor, die Kommentare hätten sein Ego wieder auf den Boden geholt. Er erzählte auch, wie die Nacht endete: Ein Besucher blaffte ihn an: „Hattest du Kichererbsen zum Abendessen?" Der Tweet wurde inzwischen gelöscht.
Das Outfit passt nicht zur Figur
Die häufigste Kritik richtet sich nicht gegen die Lieder, sondern gegen die Inszenierung. Der rockige, energiegeladene Stil, so ein Teil des Publikums, passe weder zu Perea noch zur Art der Songs, die eher ruhige akustische Balladen seien. Und die Garderobe — braun und schwarz, Hosen aus einer anderen Zeit — besiegelt den Eindruck: Hat niemand, der ihn in Sachen Image berät? Manche gehen weiter und urteilen, dass bei diesem spanischen Künstlerniveau sogar Iron Maiden zittern müsste. Der Stachel ist übertrieben; die ästhetische Diagnose wird weithin geteilt.
Warum kann ein Fünfziger Hotel California auswendig?
Weil man die Lieder, die man als Jugendlicher hört, nie vergisst. Das ist das Argument zur Verteidigung des Sängers: Es gibt Bands und Songs, die Teil des in der Jugend geprägten individuellen Bewusstseins sind, und jemandem das Recht abzusprechen, sie zu singen, heißt ihm seine eigene Vergangenheit abzusprechen. Das Beispiel ist sprechend: Jeder kann Hotel California bis zum letzten Komma aufsagen, jenen Song, mit dem viele ihre ersten Annäherungsversuche erlebten. Nostalgie ist keine Laune eines Herrn mit Mikrofon; sie ist Erinnerung.
Die Generation, die mit Mittlerer Reife zwei Häuser kaufte
Hier hört die Sache auf, ästhetisch zu sein, und wird wirtschaftlich. Gegenüber dem Spott über den albernen Fünfziger steht ein unbequemerer Vorwurf: Die angebliche Weisheit der Älteren stammte aus einer Welt von Krieg und Hunger, die es kaum noch gibt. Wer wirklich Not erlebte, ist heute 90 Jahre alt, höchstens 85. Der Rest — diejenigen, die in den Sechzigern Ye-Ye auf den Guateques (Jugendtanzveranstaltungen) tanzten — hungerte weder noch erlebte einen Krieg, und obendrein erwischten sie das größte Wirtschaftswachstum der spanischen Geschichte: Mit Mittlerer Reife und als fleißiger Arbeiter, so die Erzählung, konnte man zwei Häuser, Auto, Frau und drei Kinder unterhalten.
Der Kontrast zur Gegenwart ist der eigentliche Kern. Denn wenn der Vorwurf an den Sänger lautet, er habe keine Vergangenheit, lautet der tiefere Vorwurf, dass seine Generation alles hatte und alle anderen zu spät kommen. Nostalgie wird in diesem Sinne nicht diskutiert: Sie wird verkauft. Und während die einen über die braune Hose lachen, lachen die anderen — weniger freundlich — über die, die noch glauben, die Kichererbsen seien schuld gewesen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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