Foto des jungen RUFIAN mit Slogan „Te quiero Andalucía" sorgt für Diskussion

Ein Wahlplakat mit dem Slogan „te quiero Andalucía" (Ich liebe dich, Andalusien) löst in Spanien erneut die Debatte über Kosten und Wahlrendite von Staatswerbung und Parteikommunikation aus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Verbreitung eines Plakats mit dem Slogan „te quiero Andalucía" zeigt, wie Parteien gefühlsbetonte Sprüche in Markenwerte verwandeln. Ihr wirtschaftlicher Wert lässt sich schwer messen, doch die Ausgaben für politische Kommunikation gehen in die Millionen.

Das Bild eines Plakats mit dem Slogan „te quiero Andalucía" ist als Beispiel für kostengünstige politische Kommunikation mit hoher emotionaler Wirkung im Umlauf. Die Botschaft enthält keine Zahlen oder Programmpunkte: Sie appelliert an das Heimatgefühl. In Marketingbegriffen ist es ein Markenwert, der günstig zu produzieren und leicht zu merken ist.

## Der Slogan als immaterieller Vermögenswert
Ein solcher Leitsatz wird zwar nicht als Patent registriert, funktioniert aber wie eine Marke. Parteien geben für Plakate, soziale Medien und öffentliche Auftritte Beträge aus, die selten nach Einzelpositionen aufgeschlüsselt werden. Die Produktion eines gedruckten Plakats kostet bei großen Auflagen je nach üblichen Branchenpreisen etwa **0,50 bis 2 Euro** pro Stück. Die eigentlichen Kosten liegen in der Verbreitung.

## Was messbar ist und was nicht
Der Ertrag eines emotionalen Slogans lässt sich nicht genau berechnen. Umfragen messen Erinnerung und Zustimmung, keine Verkäufe. Bei andalusischen Regionalwahlen bewegten sich die Kommunikationsbudgets der Parteien historisch im **sechstelligen** Bereich, wobei die genauen Zahlen von der Wahl abhängen und nicht immer detailliert veröffentlicht werden.

## Das Risiko der geliehenen Marke
„Te quiero Andalucía" spielt mit einem geteilten Gefühl, aber auch mit einem Risiko: Wird die Botschaft nicht von guter Regierungsführung begleitet, kehrt sich der Slogan gegen denjenigen, der ihn nutzt. In der Literatur zum politischen Marketing nennt man das Bumerang-Effekt. Es gibt keine Daten, die das beziffern, aber die Wahlerfahrung wiederholt es immer wieder.

Wahlkampfabrechnungen und Produktionspreise sind Branchenschätzungen; für offizielle Zahlen empfiehlt sich ein Blick in die Buchhaltung der jeweiligen Partei.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (7 Antworten).

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