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Vox streicht 161.000 € LGTBI-Hilfen in Aragonien
Die Regionalregierung von Aragonien leitet 161.000 € von LGTBI-Förderungen um auf Programme für Menschen mit Behinderungen um.
Vox streicht LGTBI-Hilfen in Aragonien und leitet 161.000 Euro an die Behindertenhilfe um
Die Regierung von Aragonien, bestehend aus der PP und Vox, hat die spezifische Förderlinie für LGTBI-Personen und deren Familien abgeschafft. Der Posten, der in der vorangegangenen Ausschreibung mit 161.000 Euro dotiert war, verschwindet aus der neuen Verordnung, die am 2. Oktober im Boletín Oficial de Aragón veröffentlicht wurde. Die Mittel werden Projekten zur Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen zugewiesen, die nun die verfügbaren 516.000 Euro verwalten. Das Gesamtbudget sinkt von 611.000 auf 516.000 Euro, ein Rückgang um 15,5 %. Der Verband SOMOS LGTB+ de Aragón beklagt einen „schweren Rückschritt“ und warnt, dass Beratungsstellen, Begleitdienste, Informationsangebote zu Rechten sowie Sensibilisierungs- und Teilhabeprojekte nun ohne Finanzierung dastehen.
Das Argument von Vox: Sens Orientierung rechtfertigt keine Subventionen
Der Vox-Abgeordnete des Regionalparlaments, David Arranz, verteidigte die Entscheidung mit einer These, die die Kehrtwende zusammenfasst: „Die sens Orientierung ist kein Grund, bestimmte Personengruppen mit öffentlichen Geldern zu überschütten.“ Arranz behauptet, die Ausschreibung diene der Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderungen und bestreitet, dass die LGTBI-Gemeinschaft dazu gehöre: „Wir betrachten LGTBI-Personen nicht als Menschen mit einer Behinderung.“ Der Abgeordnete fügte hinzu, dass die Linke die Gruppe „kollektiviere“ und „instrumentalisiere“ und dass Homosenshomo „die gleichen Probleme hätten wie jeder andere, wenn es darum geht, im Supermarkt zu bezahlen oder das Auto zu tanken.“
Die Reaktion der PSOE blieb nicht lange aus. Ihr LGTBI-Sekretär, Víctor Gutiérrez, bezeichnete die Maßnahme als den Preis für die Vereinbarungen mit der extremen Rechten: „Wir wissen, was kommt. Es liegt in unserer Hand, dies am kommenden 29. November zu stoppen, indem wir die Wahlurnen mit pogre Stimmen füllen.“
Wofür genau wurden die gestrichenen Hilfen verwendet?
Nach Angaben des betroffenen Verbandes finanzierten die Gelder persönliche Beratungsstellen, Begleitung und Information über Rechte, Sensibilisierungsmaßnahmen für Fachkräfte, soziale Akteure, Elternbeiräte und Unternehmen sowie soziale Teilhabeprojekte. Die vorangegangene Ausschreibung unterschied drei Bereiche: universelle Barrierefreiheit, Unterstützung für LGTBI-Personen und deren Familien sowie Sensibilisierung und Diversitätsmanagement für andere Gruppen. Der Teil für die LGTBI-Gemeinschaft umfasste 161.000 Euro, aufgeteilt in zwei Posten von 95.000 und 66.000 Euro. Die neue Verordnung beschränkt die förderfähigen Projekte auf soziale Inklusion und die Betreuung von Menschen mit Behinderungen sowie auf universelle Barrierefreiheit und die Beseitigung von Barrieren.
Die Debatte: „Chiringuitos“ oder notwendige Dienste?
Die öffentliche Diskussion ist gespalten. Eine Seite behauptet, diese Subventionen hätten klientelistische Strukturen finanziert – im Volksmund als „Chiringuitos“ (unseriöse Organisationen) bezeichnet – und dass die sens Orientierung kein Kriterium für den Erhalt öffentlicher Gelder sein dürfe. Die andere Seite verteidigt die Mittel als Deckung für Begleit- und Hilfsdienste für Menschen, die Diskriminierung, familiäre Ablehnung oder Isolation erleben, und warnt, dass deren Streichung die Schwächsten ohne soziales Netz zurücklässt. Zwischen diesen Positionen schlägt ein dritter Weg vor, dass die Hilfe nach der wirtschaftlichen Lage und nicht nach der sens Identität erfolgen sollte und dass bei Diskriminierung bereits rechtliche Mechanismen zur Verfügung stehen.
Einige gehen noch weiter und vergleichen die Situation mit anderen Gruppen, die Mobbing erfahren, wie etwa Schüler, und fragen sich, warum die einen finanzielle Entschädigungen erhalten und die anderen nicht. Das Argument der „doppelten Maßstäbe“ zieht sich durch viele Beiträge: Wenn Gaiität weder eine Krankheit noch eine Behinderung ist, sei es nicht nachvollziehbar, sie im Hinblick auf Subventionen so zu behandeln.
Das Präzedenzfall der aragonesischen Sprachen
Ein im Debatte geäußertes Zeugnis liefert eine aufschlussreiche Parallele. Die ehemalige PP hatte es auf die Förderung der aragonesischen Sprachen abgesehen – sie nannten sie „vier belanglose Dialekte“ – und als sie mit ihrer „Motorsägen-Politik“ (radikale Kürzungen) an die Macht kamen, stellten sie fest, dass die Abteilung eine größere Struktur hatte als erwartet. Das Muster wiederholt sich: Kritik an konkreten Ausgaben stößt auf die administrative Komplexität, die diese trägt. Der Unterschied ist in diesem Fall, dass der LGTBI-Posten tatsächlich verschwunden ist und die Summe auf die Behindertenhilfe umverteilt wurde – eine Gruppe, die bei der Vergabe öffentlicher Mittel auf eine größere gesellschaftliche Zustimmung stößt.
Was geschieht mit den 516.000 Euro?
Das Gesamtbudget der Ausschreibung sinkt von 611.000 auf 516.000 Euro. Die neue Verordnung konzentriert die Mittel auf soziale Inklusion, die Betreuung von Menschen mit Behinderungen und universelle Barrierefreiheit. Vox argumentiert, dass jeder „normale“ Aragonese es begrüße, wenn öffentliche Ressourcen den schwächsten Menschen helfen, und dass ein Homosenshomo, der eine Behinderung hat oder Angehöriger eines Menschen mit Behinderung ist, ohnehin durch die Ausschreibung geschützt sei. Der LGTBI-Verband betont jedoch, dass Diskriminierung aufgrund der sens Orientierung existiert und dass die gestrichenen Programme genau jene ansprachen, die sie erfahren.
Die Prognose ist einfach: Wenn sich dieses Muster in anderen Regionen wiederholt, werden die LGTBI-Budgets einer nach dem anderen fallen und das Geld wird in Richtung der Behindertenhilfe wandern, wo die politischen Kosten für Kürzungen höher sind. Mit Vorbehalt: Der Wahlkalender am 29. November könnte den Trend in Aragonien umkehren, aber niemand wettet darauf, dass die nächste Regierung genau das wieder aufbaut, was gestrichen wurde.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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