Forumsteilnehmer beklagt 6 € für Kaffee und Muschel im Prado – ohne Preisangaben

Ein Forumsteilnehmer beklagt, im Prado-Museum in Madrid 6 € für einen Kaffee und eine Muschel gezahlt zu haben – ohne ausgehängte Preise. Er fragt, ob der Staat die Konzessionen regulieren sollte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forumsteilnehmer beklagt 6 € für Kaffee und Muschel im Prado – ohne Preisangaben
Forumsteilnehmer beklagt 6 € für einen Kaffee und eine Muschel im Prado

Der Eintritt ins Prado-Museum kostet 20 Euro, so die Beschwerde, mit der der Thread beginnt. Im Inneren kommen ein Milchkaffee und eine Muschel noch einmal sechs dazu, ebenfalls nach dieser Darstellung. Und der Besucher stellt fest, dass es, so wird erzählt, kein einziges Schild mit Preisangaben gibt. Er fragt, bestellt und erfährt den Preis erst an der Kasse. Die Beschwerde richtet sich weniger gegen den Betrag als gegen das blinde Bezahlen.

Der Thread vergleicht die Szene mit anderen stark touristisch geprägten Orten wie der Plaza Mayor. Und er wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wenn diese Cafés Konzessionsunternehmen sind, wie der Threadstarter annimmt, sollte der Staat dann ihre Preise regulieren?

Der ausländische Tourist beschwert sich nicht, der Einheimische regt sich auf, so der Thread

Manche meinen, ein Kaffee zu diesem Preis erscheine dem ausländischen Besucher billig, der das Äquivalent in seinem Land gewohnt sei: bis zu sechs Dollar, so ein Forumsteilnehmer. Dem spanischen Besucher, der für den Eintritt schon 20 bezahlt hat, schmeckt der Kaffee nach Aufschlag, so dieselbe Lesart.

Der Preis wäre für alle gleich. Der Geldbeutel nicht. Und diese Asymmetrie erklärt nach dieser Deutung, warum der Ärger einen lokalen Akzent hat.

There is nothing quite like a relaxing cup of café con leche in Plaza Mayor. Der alte Witz kursiert im Thread als Erinnerung daran, dass der Milchkaffee und seine Preise schon lange vor dem Gespräch über Konzessionen ein Thema für Spott waren.


Sollte der Staat die Konzessionen des Museums regulieren?

Hier bleibt die Sache stecken. Wenn die Cafés mit einer öffentlichen Konzession betrieben werden, lautet die Frage, ob diese Konzession in Sachen Transparenz etwas vorschreibt: Preise aushängen, Margen begrenzen oder verhindern, dass jemand, der den Eintritt schon bezahlt hat, zur Kasse gebeten wird. Ein Teil befürwortet staatliches Eingreifen: Ein öffentliches Museum dürfte nicht wie eine Konsumfalle funktionieren. Dagegen steht das ewige Argument, die Preise seien frei und wer nicht will, solle eben nicht konsumieren. Und der Besucher antwortet mit der einzigen Waffe, die er hat: vorher fragen. «Ich hatte dieses Sommer die Vorsicht, vorher zu fragen, deshalb haben bei mir null bekommen», resümiert derjenige, der die Taktik schon angewandt hat.

Das Aufrunden auf 500 Peseten und die Theorie vom Unbelehrbaren

Auf der Suche nach dem Warum des Dreiers taucht eine Forenerklärung auf: das Aufrunden auf 500 Peseten, der runde Wert der alten Währung, egal was er heute entspricht. Es gibt keine Studie, die das belegt; es passt zur Intuition.

Die andere Hälfte der Diagnose gibt dem Kunden die Schuld. «Das machen sie an überfüllten Orten, an denen man nur einmal vorbeikommt», heißt es in einer Strömung, weil die Leute immer wieder darauf hereinfallen und nichts lernen. Darauf lautet die häufigste Empfehlung, Essen und Trinken von zu Hause mitzubringen. Ein Kaffee in der Tasche kostet nichts.

Warum manche im Prado gar nicht erst konsumieren?

Weil sie es mit jeder bekannten Falle vergleichen. «Das ist wie ein Kaffee auf der Plaza Mayor: Das sind Orte, an denen man ohne die Preise zu kennen weiß, dass man abgezockt wird.» Es ist die Logik des überfüllten Ortes, an dem man nur vorbeikommt: Wenn der Ort immer voll ist, muss niemand um den Preis konkurrieren oder eine Liste aushängen. Der Kunde kommt vorbei, nie wieder.

Bei 20 Euro Eintritt und einem Kaffee zu diesem Preis kehrt die Sache immer zum selben Punkt zurück: Wer sollte das Preisschild aufhängen und wer sollte kontrollieren, dass es aufgehängt wird. Niemand hat diese Frage beantwortet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).

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