Forumsnutzer: Musks Popcorn-Roboter kostet „Zehntausende“

Das Popcorn-Roboter-Video, das Musk verbreitet hat: In den 80ern servierte schon eine Maschine für fünf Pesetas Popcorn – ohne Verkäufer, ohne Roboter

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forumsnutzer: Musks Popcorn-Roboter kostet „Zehntausende“
Von fünf Pesetas zu einem Roboter für Zehntausende Euro

Braucht man einen Popcorn-Roboter für Zehntausende Euro, um eine Tüte zu füllen? Das ist die Rechnung, die die Debatte eröffnet: Elon Musk behauptet, dass das in wenigen Jahren normal sein wird, und das Video, das er verbreitet hat, zeigt eine Maschine, die Popcorn ausgibt. Die unbequemste Antwort stellt nicht die technische Leistung infrage. Sie stellt das Geschäftsmodell infrage. Denn das ging – mit Münzen – schon vor vier Jahrzehnten.

Die Fünf-Pesetas-Maschine, die schon Popcorn servierte

In den 80ern brauchte es weder Verkäufer noch Roboter. Man warf fünf Pesetas ein, die Maschine spielte ihre Melodie, ein Spender füllte die Tüte, und der Kunde ging mit seinem Popcorn. Pure Automatisierung, ohne humanoide Gestalt. Daraus ergibt sich das gewichtigste Argument: Die Funktion war vor vierzig Jahren bereits gelöst; neu sind nur Verpackung und Kosten. Ein Gerät für Zehntausende Euro pro Stück, so die Rechnung, mit der die Diskussion beginnt, verbessert das Produkt nicht, es ändert nur, wer es serviert. Und nicht einmal das, denn laut mehreren Kommentaren im Thread verschüttet die Maschine in den Aufnahmen einen Großteil des Mais, der eigentlich in der Tüte landen sollte.

An einem Automaten stört sich heute niemand mehr. Was befremdet, ist der Preis, dasselbe auf Beinen zu tun.

Warum wird behauptet, dass bewaffnete Roboter vor Kellnern kommen?

Weil sich die Ersetzung dort von selbst verkauft. Das Argument, das kursiert: Keine Institution diskutiert, ob eine Maschine statt eines Beamten ihre Unversehrtheit riskiert, und unter diesem Dach – „unnötige Tote vermeiden“ – lässt sich fast jeder Einsatz rechtfertigen: zuerst die Sicherheitskräfte, dann alles andere. Als gefährlich gilt vielen der nächste Schritt: eine zentrale KI, die bewaffnete Einheiten unter dem Vorwand einer „überlegenen Ethik“ kommandiert. Man muss kein Science-Fiction-Autor sein, um das Problem zu sehen. Es genügt zu fragen, wer diese überlegene Ethik definiert und wer verantwortet, wenn sie versagt.

Man sollte sich daran erinnern, dass die meisten dieser Maschinen beim Popcorn-Servieren weiterhin unbeholfen sind.

Roboter gehen aus, wenn die Waschmaschinen ausgehen

Gegen die Panik ein materialistisches Gegengewicht: Ein Teilnehmer erinnert daran, dass jedes Land der Welt über die Rohstoffe und Montageanlagen verfügt, um Menschen herzustellen, und dass Roboter „ausgehen, wenn die Waschmaschinen ausgehen“. Eine Armee aus Maschinen hängt von Chips, Motoren, Batterien und Lieferketten ab, die reißen, sobald ein einziges Teil fehlt. Skalierung und Logistik statt Heldenepik. Ein Mensch vermehrt sich von selbst; ein Android braucht Fabrik, Werkstatt und Ersatzteile.

Genau dieses Detail – dass ein Roboter ein Industrieprodukt ist und keine Art – trennt die Science-Fiction von der Erfolgsbilanz.

Eine technische Anekdote zum Schluss: Umgangssprachlich nennt man einen Roboter in Menschengestalt Android, während Droid der von Star Wars populär gemachte Begriff für Maschinen ist, die menschliche Aufgaben imitieren können, ohne wie Personen auszusehen. Der Automat der 80er war im Kern eine Maschine ohne humanoide Gestalt.



Keine Maschine ist bisher gekommen, um uns zu töten. Die, die wir vor uns haben, wirft laut den Kommentaren im Thread mehr Popcorn auf den Boden als in die Tüte. Schachmatt, ja – aber nicht ein Roboter hat den Popcornverkäufer erledigt, sondern eine Münze, und zwar vor vierzig Jahren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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