Forum: Russland testet SARMAT mit 18.000 km Reichweite

Berichte über einen SARMAT-2-Test vom Kosmodrom Plesetsk mit Mach 20,7 und 18.000 km Reichweite während der Azovstal-Krise.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forum: Russland testet SARMAT mit 18.000 km Reichweite
Pilingui demonstriert Nuklearmacht mit SARMAT

Laut einem Forumseintrag startete ein über 200 Tonnen schweres Geschoss aus einem Silo am Kosmodrom Plesetsk im Norden Russlands. Das System heißt SARMAT 2, von der NATO „Satan II“ genannt. Es trägt keine Besatzung, sendet aber eine klare Botschaft: 18.000 Kilometer Reichweite, Mach 20,7 Geschwindigkeit und die Fähigkeit, mehrere Sprengköpfe auf Flächen wie Texas oder Frankreich zu verteilen.

Der Test fällt zeitlich mit den Kämpfen um Asow-Stahl zusammen. Moskau stellt ein Ultimatum, der Westen liefert Waffen, und der Kreml zeigt sein neuestes Abschreckungsmittel. Diskutiert wird, ob dies echte Abschreckung ist oder Propaganda einer Armee, die militärisch unter Druck steht.

Warum einen Raketenstart ohne Einsatzabsicht?

Das Zeigen von Nuklearwaffen ist eine alte Tradition der Atommächte. Die Deutung spaltet sich: Einige sehen darin nur sowjetische Parade-Rhetorik ohne Substanz. Andere betonen das Timing: Der Test erfolgte genau beim Höhepunkt der Asow-Stahl-Krise und richtete sich an Washington und Brüssel, nicht an Kiew.

Ein unbequemer Punkt bleibt: Wäre die Waffe wirklich entscheidend, müsste man sie nicht ständig demonstrieren. Wiederholte Vorführungen deuten darauf hin, dass Abschreckung Inszenierung braucht, um glaubwürdig zu wirken.

Konventionelle Optionen für Asow-Stahl

Technisch betrachtet wird ein taktischer Atomschlag auf das Stahlwerk ausgeschlossen, da Russland die Anlage erhalten will, nicht zerstören. Zudem kennen russische Truppen die Tunnelanlagen besser als jeder andere, da diese von Sowjets zum Schutz vor Atomangriffen gebaut wurden.

Stattdessen gewinnen konventionelle Großkampfmittel an Bedeutung: Thermobarische Bomben („Vakuumbomben“) und gelenkte Munition. Erwähnt wird das SVP-24-Bombenvisier des Herstellers Gefest & T, das ungesteuerte Bomben präziser macht. Auch kinetische Energie eines Hyperschall-Geschosses bei Mach 10 kann Bunker zerstören, ohne nukleare Sprengköpfe.

Dies ist keine Prognose, sondern eine Aufzählung möglicher Schritte jenseits der nuklearen Schwelle. Ein schnelles Ende für Asow-Stahl ist unwahrscheinlich.

Das eigentliche Problem: US-Minuteman-Arsenal

Während Moskau Stärke zeigt, richtet sich der Blick auf die USA. Die Minuteman-II-Raketen sind seit Jahrzehnten im Dienst. Admiral Charles Richard, Chef des US Strategic Command, warnte 2021: «We can't do it at all... That thing is so old that, in some cases, the drawings don't exist anymore». In einigen Fällen fehlen sogar die Baupläne.

Experten ergänzen, dass verbleibende Pläne sechs Generationen hinter dem Industriestandard liegen. Grumman erhielt einen Vertrag für den Nachfolger, doch er kommt erst ab 2029. Die Silo-Infrastruktur wurde nie modernisiert, die Ausfallwahrscheinlichkeit ist unbekannt. Dass es keine Tests im März gab, nährt Zweifel.

Hier wird es gefährlich: Unsicherheit über das eigene Arsenal kombiniert mit Unsicherheit über das gegnerische ist die schlechteste aller Kombinationen.



Die Paradoxie ist offensichtlich: Russland präsentiert eine neue Superwaffe, während US-Ingenieure versuchen, ihre eigenen alten Systeme zu rekonstruieren. Der Zustand des US-Arsenals bleibt ein großes Fragezeichen. Dies ist genau die Lage, die niemand riskieren möchte, und wir haben Monate damit verbracht, sie herbeizuführen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (123 Antworten).

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