Flugzeugträger versenken: Hyperschall gegen Aegis

Ein Teilnehmer berichtet, die USS Carney habe allein 3 Raketen und 11 Drohnen abgeschossen. Andere schätzen 8-10 Sekunden für die Aktivierung des Aegis-Systems.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Flugzeugträger versenken: Hyperschall gegen Aegis
Einen Flugzeugträger versenkt man nicht: Man macht sein Deck unbrauchbar

Die These, die die Diskussion eröffnete, ist einfach: Russische Hyperschallraketen machen einen amerikanischen Trägerkampfverband zu einem teuren Ziel. Das Gegenargument kam mit einer Zahl von einem der Teilnehmer: Ein einzelner Zerstörer, die USS Carney der Arleigh-Burke-Klasse, schoss drei Raketen und elf Drohnen ab, ohne Unterstützung. Zwischen den beiden Extremen taucht ein technisches Detail auf, das die ganze Frage verändert: Einen Flugzeugträger muss man nicht versenken.

Wie lange braucht das Aegis-System zur Reaktion?

[Zwischen acht und zehn Sekunden]. Das ist die Zeitspanne, die das Aegis-System benötigt, um die Verteidigung scharf zu machen und zu starten, laut den in der Diskussion kursierenden Berechnungen. Wenn die angreifende Rakete mit Hyperschallgeschwindigkeit fliegt, schrumpft die Kalkulation ins Absurde: Wenn die Verteidigung bereit ist, liegt das Projektil bereits über dem Schiff. Es ist kein Problem der Radarleistung, sondern der Uhrzeit.

Für das Schiff spricht etwas anderes: die Eskorte. Ein Flugzeugträger fährt nicht allein, und nicht nur wegen der Oberflächenzerstörer. Wie im Thread erklärt wird, erfolgt der Unterwasserschutz paarweise, da ein einzelnes Begleit-U-Boot auch durch ein anderes U-Boot angreifbar ist. Das Netz aus Fregatten und Zerstörern mit Aegis —man spricht von rund hundert zwischen den USA und ihren Verbündeten, einschließlich Spanien— ist dicht. Bleibt abzuwarten, ob diese Dichte einem massiven und gleichzeitigen Angriff standhält.

Warum man keinen Flugzeugträger versenken muss

Hier taucht das Argument eines Teilnehmers auf: Das Ziel ist nicht, das Schiff auf den Grund zu schicken, sondern sein Flugdeck unbrauchbar zu machen. Monate im Trockendock genügen, um einen Milliardenwert-Aktivposten zu neutralisieren, ohne ihn versenken zu müssen. Die Präzedenzfälle stehen in den Handbüchern: Der Brand der USS Forrestal 1967 sowie jene der USS Oriskany und USS Enterprise setzten die Schiffe monatelang außer Gefecht, ohne dass jemand sie torpedierte.

Die Lektion hat jedoch nichts an Gültigkeit verloren: Das Flugdeck ist die Schwachstelle.

Falklandinseln und die Rakete, die zu spät gesehen wurde

Der herangezogene Vergleich ist der der Exocet-Raketen im Südatlantik, laut dem Bericht eines Teilnehmers: Die Briten sahen die Raketen kommen, hatten aber keine Zeit, die Verteidigung scharf zu machen. Auch das Manöver wird beschrieben: Jäger, die fast auf Wasseroberfläche fliegen, außerhalb des Radars, und zum Angriff hochziehen, so nah, dass die Flugabwehrsysteme nicht rechtzeitig eingreifen konnten.

Das Beispiel dient zwei Zwecken gleichzeitig. Um zu erklären, warum Geschwindigkeit wichtiger ist als Feuerkraft, und um zuzugeben, dass dies eine Luftwaffe mit weit unterlegenen Mitteln erreichte. Eine andere Epoche, werden einige sagen. Dieselbe Physik, werden andere antworten.

Zirkon, Kinschal und das Kleingedruckte der Hyperschallwaffe

Der Zirkon, so wird erklärt, würde von einem Staustrahltriebwerk (Scramjet) angetrieben, dem Erben des Ramjets der 40er Jahre: Ohne Kompressoren oder bewegliche Teile, aber unfähig, selbst zu starten, daher wird er mit einer konventionellen Rakete beschleunigt. Der Kinschal hat Nuklearfähigkeit —was nicht dasselbe ist wie bei jedem Start einen nuklearen Sprengkopf zu tragen—, und es wird behauptet, dass in der Ukraine mehrere ohne Ladung abgefeuert wurden. Es wird auch dagegen angeführt, dass immer weniger gestartet werden, weil die meisten abgeschossen werden.

Ein anderer Teilnehmer nennt den Fall von Berdjansk: Einundzwanzig Helikopter zerstört durch eine 1996 gebaute Rakete mit Technologie der 80er Jahre, präsentiert als Demütigung der S-300- und S-400-Systeme. Und in der Liste der genannten russischen Ressourcen taucht Tartus auf, der Marinestützpunkt an der syrischen Küste.

Wo die Analyse feststeckt

Der Knackpunkt ist nicht technisch. Niemand bestreitet, dass eine Rakete ein Schiff treffen kann; diskutiert wird, ob jemand bereit ist, den Preis für den Versuch zu zahlen. Das betrachtete Szenario lässt sich nicht durch Geschwindigkeitsberechnungen lösen, sondern durch die Gewissheit einer verheerenden Antwort. Und genau dort bleibt die Analyse ohne Daten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (120 Antworten).

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