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Finanzbildung von Grund auf: Spanisches Buch überzeugt Forumnutzer
Forumnutzer empfehlen das Buch von Gregorio Hernández Jiménez, erhältlich bei Amazon für 15,18 € und rund 7 € als Kindle-Ausgabe. Eine Analyse seiner Thesen und der Kritik daran.
Finanzbildung von Grund auf: Spanisches Buch überzeugt Forumnutzer
Ein Forumnutzer hat das Buch „Educación financiera avanzada partiendo de cero" (Fortgeschrittene Finanzbildung von Grund auf) des spanischen Autors Gregorio Hernández Jiménez empfohlen, und mehrere Teilnehmer des Threads haben es als Finanzbildungswerk unterstützt, das klarer sei als die internationalen Bestseller des Genres. Das Buch wird bei Amazon für 15,18 Euro als Taschenbuch und gut 7 Euro als Kindle-Version verkauft, und der Eröffner des Threads beschrieb es als „eines der besten Bücher, die mir in meinem Leben am meisten gebracht haben". Die Begeisterung ist nicht einstimmig, doch mehrere Beteiligte empfehlen es übereinstimmend.
Was das Buch von Gregorio Hernández lehrt
Den Teilnehmern zufolge präsentiert sich das Buch als Ratgeber für alle, die bei null anfangen und verstehen wollen, wie Investitionen funktionieren. Im Gegensatz zu Kiyosakis Anleitungen, die sich auf Immobilien und das bekannte „Rattenrennen" konzentrieren, weitet Hernández den Blick: Er analysiert, warum die meisten traditionellen Anlagen —Tagesgelder, Kunst, Immobilien— ernsthafte Probleme mit Rendite oder Liquidität haben, und vertritt die Auffassung, dass die Börse das effizienteste Vehikel auf lange Sicht ist. Ein Leser fasst es so zusammen: „Es ist einfach, intuitiv und lässt die Bücher von Kiyosaki wie Quatsch wirken".
Der Autor beschränkt sich nicht auf einen einzigen Titel. Er hat auch „Cómo invertir en Bolsa a largo plazo partiendo de cero" (Wie man von Grund auf langfristig an der Börse investiert) veröffentlicht, in dem er nach Angaben eines Forumnutzers die Kriterien zur Auswahl von Unternehmen im Detail erläutert und davor warnt, dass man darauf vorbereitet sein muss, in Krisen Einbußen von 50 % im Depot auszuhalten. Diesen Realismus, der in vielen Ratgebern fehlt, vermissen manche Leser im ersten Buch.
Die Kritik: zu viel Optimismus gegenüber der Börse
Nicht alle kaufen die Geschichte. Ein erfahrener Leser fasst seinen Eindruck nach zwei Stunden Lektüre zusammen: „Alle Anlagen sind auf die eine oder andere Weise schlecht, außer der Börse, die das Allerbeste ist". Sein Einwand ist konkret: Das Buch scheint anzunehmen, dass Dividenden unbegrenzt weitergezahlt werden, selbst wenn die Aktie abstürzt, obwohl die Realität zeigt, dass viele Unternehmen in schlechten Zeiten die Dividende kürzen oder streichen. Ein anderer fügt hinzu, der Text „zähle die möglichen Gefahren nicht auf und male alles rosig".
Die stärkste Verteidigung kommt aus einem anderen Blickwinkel: Nach Ansicht eines Forumnutzers bringen Edelmetalle keine Einnahmen, nur Verwahrungskosten, weshalb ihr Ausschluss keine ideologische Marotte, sondern eine technische Entscheidung ist. Die Börse hingegen erwirtschaftet Dividenden. Das ist die Argumentationslinie, an der der Autor festhält und die seine Verteidiger wiederholen.
Kiyosaki im Visier
Der Vergleich mit Robert Kiyosaki ist unvermeidlich und taucht schon im ersten Beitrag auf. Manche erinnern daran, dass Kiyosaki zu seiner Zeit innovativ war —er führte Konzepte wie „passives Einkommen" oder „Vermögenswert" ein—, dass seine Formel aber erschöpft ist: „Sein Erfolg beruht darauf, dass es für ein dummes Publikum geschrieben ist", urteilt ein Teilnehmer. Ein anderer gibt zu, beide gelesen zu haben, und ist der Ansicht, dass Hernández' Buch „auf den Grundlagen von Kiyosaki aufbaut", es aber an Tiefe und Themenvielfalt übertrifft.
Der grundlegende Unterschied liegt im Ansatz. Kiyosaki besteht auf Beton und Unternehmertum; Hernández analysiert Finanzanlagen, erklärt, wie die Börse funktioniert, und bietet Werkzeuge zur Auswahl von Unternehmen. Wer eine praktische Einführung in die Dividendeninvestition sucht, ist mit dem zweiten besser bedient. Wer Motivation und einen Mentalitätswandel sucht, für den hat der erste weiterhin seine Verfechter.
Das Geschäft hinter dem Rat
Hernández verkauft seine Bücher bei Amazon und auf seiner eigenen Website, die ein Forum, Artikel und kostenlose Tabellen umfasst. Manche Leser haben kritisiert, dass er mit seinem Wissen Geld verdient; die häufigste Antwort darauf ist einfach: „7 Euro für ein Buch, das einem das Investieren beibringt, sind für mich ein Geschenk". Die Website ermöglicht es zudem, den Stil des Autors vor dem Kauf zu testen, und seine Beiträge im Forum stehen allen zur Verfügung, die sein Urteilsvermögen einschätzen wollen.
Der Preis ist jedenfalls nicht die Hürde. Fünfzehn Euro gedruckt, sieben digital. Weniger als eine Kinokarte. Die Frage, die in der Luft bleibt, ist eine andere: Wenn die Methode funktioniert, warum bringt sie niemand in der Schule bei?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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