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Filter, Umkehr-Osmose oder Destillation: der Kampf um Leitungswasser
Filter, Umkehr-Osmose oder Destillation: Die WHO räumt ein, dass es zu entmineralisiertem Trinkwasser nicht genug Daten gibt, und der Preis jedes Systems verändert alles.
Filter, Umkehr-Osmose oder Destillation: Niemand weiß, welches Wasser am gesündesten ist
Das Leitungswasser im Südosten Spaniens kommt mit einer Kalkkruste heraus, die die Armaturen auffrisst, und mit einem Geschmack, der dazu einlädt, weiter große Wasserkanister zu kaufen. Vor dieser Situation stehen verantwortungsbewusste Verbraucher vor drei Wegen — Aktivkohlefilter, Umkehr-Osmose und Destilliergerät — sortiert von geringerer zu höherer Reinheit, und vor einem unbequemen Problem: Die WHO selbst räumt in ihren Leitlinien ein, dass es „nicht genügend wissenschaftliche Informationen über die gesundheitlichen Wirkungen oder Gefahren des regelmäßigen Konsums“ entmineralisierter Wässer gibt. Das heißt, die Zahl, die die Frage klären würde, existiert schlicht nicht.
Das Paradox liegt auf der Hand. Bezoya wird mit 26 mg Feststoffrückstand, 3 mg Kalzium und 0,94 Chloriden verkauft: fast destilliertes Wasser mit gutem Ruf. Währenddessen trägt destilliertes Wasser den Ruf, gefährlich zu sein, ohne dass jemand den Schaden je nachgewiesen hätte. Belegt ist das Gegenteil: Die Experten, die die WHO 2003 in Rom versammelte, kamen zu dem Schluss, dass Kalzium und Magnesium im Wasser neben Fluorid die Nährstoffe mit der solidesten Evidenz für einen Gesundheitsnutzen sind. Diese Mineralien über die Nahrung aufzunehmen oder sie verdünnt zu trinken ist nicht dasselbe, aber auch nicht die Katastrophe, die manche ankündigen.
Was jedes System kostet und welchen Wartungsaufwand es verlangt
Der Preis ist längst kein Verkaufsargument der Haustürgeschäfter mehr. Eine Fünf-Stufen-Umkehr-Osmose mit Drucktank und Wasserhahn gibt es in Kaufhäusern für etwa 65 Euro, verglichen mit den 200.000 alten Peseten, die bei Haustürdemonstrationen für dasselbe Gerät verlangt wurden. Die Wartung ist das Kleingedruckte: Vorfilter einmal im Jahr, Membran und Nachfilter alle zwei Jahre, und wer das Pech hatte, eine Marke mit proprietären Teilen zu kaufen, zahlt rund 130 Euro jährlich allein an Ersatzteilen.
Der Leitungsdruck macht den Unterschied. Mit drei bis fünf Bar genügt eine Osmose ohne Pumpe; darunter arbeitet das Gerät schlecht, und eine Pumpe ist ratsam. Und da ist noch der Verschwendung: Die Umkehr-Osmose stößt Wasser ab, was in einer Wohnung mehr stört als in einem Haus. Manche setzen auf Aktivkohle plus ultraviolettes Licht, ohne Tank oder Speicher, mit dem Argument, dass gechlortes Wasser nicht stagniert und keine Keime bildet. Legionellen werden nur über Aerosole übertragen, stimmt, aber die Angst vor dem Tank zieht sich durch das ganze Gespräch.
Die Wasserenthärter, die großen Unbekannten
Hier tut sich eine weitere Front auf. Salz-Wasserenthärter, die als zu teuer verschmäht werden, und Wundermagneten koexistieren mit einer unbequemen Frage: Nach dem Prinzip der Massenerhaltung verschwindet Kalzium nicht, es muss irgendwohin. Wenn der Verkäufer nicht erklären kann, wohin, ist das Gerät ein Schwindel. Manche funktionieren, aber sie schützen nur wenige Meter Rohrleitung. Und Kalzium, so erinnert man, ist für den Körper nicht schädlich: Das Problem ist, was es in Heizstäben und Fliesen anrichtet.
Für die Dusche sucht man Ionenaustausch-Kartuschen, die das Wasser erweichen und das Chlor zurückhalten. Für den urbanen Gemüsegarten ist der Hausmittel-Trick, das Wasser 48 oder 72 Stunden stehen zu lassen, oder Natriumthiosulfat zu verwenden, der Aquaristik-Tipp, der freies Chlor zerstört. Ob das reicht, darüber sind sich alle uneinig.
Destillieren: Energie, Geschmack und ein ungerechter Ruf
Ein Destilliergerät produziert vier Liter praktisch reines Wasser für etwa 200 Euro, zuzüglich periodischem Filter. Es nimmt Platz in der Küche ein und verbraucht Energie, zwei echte Nachteile. Der dritte ist der Geschmack: fad, sagen alle, die ihn probiert haben. Was die Gesundheit angeht, bleibt der Fall offen. Wer maximale Reinheit verteidigt, trifft auf diejenigen, die darauf hinweisen, dass Regenwasser mit ebenso niedrigem Mineralstoffgehalt von halb der Welt ohne erkennbare Probleme getrunken wird.
Die Diskussion bleibt genau dort stecken, wo die WHO die Frage offenließ und wo jeder mit den Informationen, die er hat, seine Seite wählt. Selbst die befragten Ärzte konnten nicht antworten. Vor diesem Hintergrund bleibt der Kauf von Wasserkanistern die teuerste und am leichtesten zu rechtfertigende Option.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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