Slowakei offenbart: NATO- und EU-Staaten erwägen Peine
Die NATO wird keine Truppen in die Ukraine schicken. Die NATO ist nicht Teil des Konflikts. Diese beiden Sätze werden seit zwei Jahren wiederholt und bröckeln, wenn man genau liest, was der slowakische Premierminister am 26. Februar 2024 vor seinem Treffen im Élysée-Palast sagte. Robert Fico enthüllte, dass mehrere Mitgliedstaaten der NATO und der Europäischen Union Soldaten in die Ukraine entsenden wollen auf bilateral Basis. Der Unterschied ist nicht kosmetisch: Es ist die Grenze zwischen einem Bündnis und einer Summe privater Abkommen.
Das Treffen wurde von Emmanuel Macron mit etwa zwanzig europäischen Staats- und Regierungschefs einberufen. Danach räumte der französische Präsident ein, dass es heute keinen Konsens für eine Peine gebe. Stunden zuvor hatte Fico bereits den Inhalt der Akten ausgebreitet.
Was Fico sagte und warum das Wort bilateral alles ändert
Laut Reuters-Berichten erklärte Fico, die für das Pariser Treffen vorbereiteten Thesen „beinhalten, dass mehrere NATO- und EU-Mitgliedstaaten erwägen, ihre Truppen auf bilateraler Basis in die Ukraine zu entsenden“. Er fügte hinzu, er könne weder den Zweck noch die Aufgaben dort benennen. Die Slowakei, Mitglied beider Organisationen, würde weder Soldaten, Waffen noch Munition liefern.
Der tschechische Premier Petr Fiala widersprach: Tschechien „bereitet sich gewiss nicht darauf vor, Soldaten zu entsenden“. Fico sagte, das Material des Treffens habe ihm „Gänsehaut über den Rücken“ bereitet, er sehe das Risiko einer großen Eskalation und wer spreche, rede von Krieg, nie von Frieden.
Wichtig ist die Formel. Eine Entsendung unter NATO-Flagge würde die gesamte Allianz binden. Eine Entsendung bilateraler Natur – Land gegen Land, mit der Ukraine als Partner – umgeht diesen Schutzschirm. Ohne Schirm fällt Artikel 5 aus der Gleichung: Wenn Russland ausländische Soldaten auf ukrainischem Boden angreift, gibt es keinen casus foederis, den man anrufen kann. Das ist das rechtliche Loch, auf dem die gesamte Diskussion beruht.
Paris, 26. Februar: Wer stoppte Macron?
Im Élysée gab es kein Foto der Einigkeit. Spätere Berichte zeigen Olaf Scholz, Pedro Sánchez, Kyriakos Mitsotakis und Fico selbst, die gemeinsam versuchten, die Debatte über Peine abrupt zu stoppen, gegen Macrons Position. Sozialisten, Christdemokraten und Orbáns Umfeld, jeder aus eigenen Gründen vereint.
Macron bestand darauf, dass seine Kommentare einer „notwendigen Bewusstseinsbildung“ dienten. Kurz zuvor hatte Giorgia Meloni mit Wolodymyr Selenskyj ein bilaterales Sicherheitsabkommen unterzeichnet, dieselbe Formel, die Deutschland, Kanada, Dänemark, Frankreich und Italien bereits haben. Man darf den Katalog nicht verwechseln: Es sind Sicherheits- und Kooperationsabkommen, keine Einsatzbefehle. Nichts darin verpflichtet dazu, Soldaten ins Feld zu schicken.
Deutschland schließt Taurus aus und scheidet aus Kandidatenliste aus
Scholz war bei Langstreckenwaffen eindeutig: Die Lieferung der Taurus-Raketen, die die Krim-Brücke erreichen könnten, sei „außer Frage“. Sein Argument: Dies riskiere einen deutschen Kriegseintritt. Berlin distanziert sich damit von jeder Hypothese direkter Beteiligung.
Die Konsequenz ist eine unbequeme Geometrie. Wenn bilaterale Verträge unterzeichnet werden, aber die großen Unterzeichner nichts entsenden wollen, lastet das Gewicht auf den osteuropäischen Ländern. Und hier taucht Estland auf.
Estland schließt nichts aus und Russland markiert Ziele
Kaja Kallas, estnische Premierministerin, weigerte sich, auszuschließen, dass Verteidigungskräfte ihres Landes in der Ukraine eingesetzt werden könnten. Sie begründete dies mit möglichen veränderten Umständen. Es ist die erste offizielle Antwort, die die Tür nicht verschließt.
Auf der anderen Seite sprachen russische Quellen von 2.000 französischen Soldaten in der Ukraine und bezeichneten sie als Prioritätsziele. Das französische Verteidigungsministerium stufte solche Informationen als Beispiel für „massive Desinformation“ ein und forderte höchste Wachsamkeit. Die Zahlen nannte der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes. Bis hierher reicht die Erzählung: eine unbestätigte Zahl auf der einen Seite, ein Dementi auf der anderen.
500.000 Soldaten und eine Industrie, die nicht rechtzeitig liefert
Die Debatte scheitert an einem praktischen Problem, das kein Gipfel löst. Nach Berechnungen im Forum bräuchte die Ukraine für eine Front von 1.000 Kilometern etwa 500.000 Soldaten, und ihr Rekrutenreservoir geht zur Neige. Kein europäisches Land hat diese Zahl übrig.
Auch die vergleichenden Fähigkeiten laden nicht zum Optimismus ein. Im Vergleich zur geschätzten russischen Produktion von 1.500 Kampfpanzern pro Jahr und 100.000 Kamikaze-Drohnen hat Italien 125 Leopard 2A8 bestellt, deren Großteil erst 2035 eintreffen wird. Das spanische DRAGON-Programm hinkt fünf bis sechs Jahre hinterher, und das U-Boot S80 läuft nicht besser. Die Fristen machen jedes Eskalationsszenario zu einer Wette auf ein Jahrzehnt.
Wer zahlt die Party und mit welchem Geld?
Es gibt eine dritte, weniger mediale Front. Dieser Konflikt hat seinen Preis, den normale Budgets nicht decken. In Frankreich ist bereits die Rede davon, Bürgerersparnisse zur Finanzierung anzuzapfen, und der europäische Anleihemarkt erscheint als Mechanismus, der die Rechnung am Ende absorbieren würde. Die Kurzfassung lautet: Die Soldaten kommen aus dem Osten, das Geld aus dem Westen.
Die Leckage sagt nicht, dass dieses Jahr europäische Truppen in der Ukraine stehen werden. Sie sagt, dass diskutiert wird, und zwar außerhalb der NATO, um Verpflichtungen zu vermeiden, die niemand aktivieren will. Wenn der Plan voranschreitet, geschieht dies mit Freiwilligen aus dem Osten und Logistik aus dem Westen, mit Artikel 5 in der Tasche, aber unberührt. Und wenn etwas schiefgeht, bleibt die Rechnung bei einem kleinen Land, das ein Papier unterschrieb, das ihm nichts versprach.
Stimmen aus dem Forum
„Der einzige Umstand, unter dem die NATO eine Intervention im Konflikt erwägen könnte, wäre, wenn alle Geheimdienste einen Konsens über eine strukturelle Schwäche der russischen Verteidigung erzielen, die es unmöglich macht, der gesamten Macht des Westens standzuhalten.“
„Das BIP bedeutet nichts, wenn man keine Industrie oder Rohstoffe hat. Ein Beispiel: Russland produziert derzeit 1.500 Panzer pro Jahr und 100.000 Kamikaze-Drohnen.“
„Spanien stationierte Garnisonen in Italien, und die Italiener gingen nach Flandern. Nach einigen Jahren, ich glaube drei, gingen die Spanier nach Flandern und neue spanische Garnisonen trafen ein.“
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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