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Feuerwehrmann erreicht achtes Stockwerk, rettet Familie nicht
Sechs Feuerwehrleute versuchten die letzte Rettung im achten Stock: fünf scheiterten, einer wurde mit Verbrennungen eingeliefert. Die Türnummern waren geschmolzen.
Der Feuerwehrmann, der das achte Stockwerk erreichte und die Tür nicht fand
Ein Feuerwehrmann stieg allein bis zum achten Stock des brennenden Gebäudes auf. Er fand einen langen Flur mit seitlichen Türen, aus denen Flammen schlugen, und der Rauch war extrem dicht. Er wusste, welche Wohnung gemeint war. Er konnte sie jedoch nicht identifizieren: Die Türnummern hatten sich durch die hohen Temperaturen verflüssigt. Kurz bevor er ohnmächtig wurde, gelang ihm der Rückzug aus dem Geschoss. Er liegt wegen Verbrennungen an den Händen und einer Rauchgasvergiftung im Krankenhaus. Dies war der letzte Versuch, die vierköpfige Familie – darunter zwei Minderjährige – zu retten, die beim Brand in Valencia ums Leben kam.
Die Regierungsdelegation bestätigte zehn Todesopfer. Vier davon gehörten zur selben Familie, die sich auf Anweisung der Feuerwehrleute selbst im Badezimmer eingeschlossen hatte. Der Vorfall, dessen erste Details bereits am Wochenende bekannt wurden, hat zu einer unangenehmen Debatte geführt: Kann die Anordnung, nicht zu fliehen, Teil des Problems sein?
Sechs Feuerwehrleute im letzten Versuch: Einer kam an, fünf nicht
Das finale Einsatzteam bestand aus sechs Mitgliedern der Feuerwehr. Alle versuchten, das achte Stockwerk zu erreichen. Fünf konnten das Geschoss nicht einmal betreten. Einer erreichte die Stelle, an der die Familie war, die auf Anweisung der Einsatzkräfte im Badezimmer eingeschlossen war: „Wir sind im Bad eingesperrt, weil man uns nicht rausgelassen hat.“
Als das Treppenhaus geöffnet wurde, entpuppte sich der Gang als langer Korridor mit vielen Seitentüren. Der Feuerwehrmann kannte die Wohnungsnummer, konnte aber die richtige Tür nicht unterscheiden. Flammen schlugen heraus, der Rauch war extrem dicht. Er kam zu spät. Der Bericht, veröffentlicht von Levante-EMV, beschreibt einen extremen und gescheiterten Versuch, keinen Routineeinsatz.
Warum forderte die Feuerwehr die Nachbarn auf, zu Hause zu bleiben?
Die Entscheidung, die Bewohner aufzufordern, in ihren Wohnungen zu bleiben (Shelter-in-Place), mit feuchten Lappen unter den Türen, ist der Kernpunkt der gesamten Kontroverse. Manche argumentieren, dass diese Anweisung entscheidend für die endgültige Zahl der Opfer war, da einige Nachbarn bereits die Treppe hinuntergingen, als ihnen befohlen wurde, zurückzukehren und sich im Bad einzuschließen.
Auf der anderen Seite steht ein einfaches Argument: Mit einem vom Rauch gefluteten Treppenhaus und einer Fassade, die von oben bis unten brannte, hätte eine massive und ungeordnete Evakuierung die Zahl der Opfer vervielfacht. Genau dafür existieren Protokolle. Das Problem liegt darin, wann sie angewendet werden und wann sie zur Belastung werden.
Zudem kursiert der Fall eines Nachbarn der verstorbenen Familie, der seinem Sohn befahl, hinauszugehen, ohne auf Polizei und Feuerwehr zu hören. Der Sohn gehorchte und überlebte. Es wird auch berichtet, dass der Hausmeister einen Großteil des Gebäudes warnte, bevor die Rettungskräfte eintrafen, und dass im angrenzenden Gebäude niemand evakuiert wurde.
Die hinterlüftete Fassade und der Streifen, den dieses Gebäude nicht haben dürfte
Eine technische Analyse, die im Rahmen des Falls verbreitet wurde, weist auf das Verhalten der hinterlüfteten Fassade hin. Bei dieser Art von Außenwandverkleidung findet das Feuer eine Luftkammer, die wie ein Kamin wirkt und die Flammen sehr schnell nach außen leitet, ohne dass es im Inneren der Wohnungen Warnsignale gibt, bevor der Rauch eindringt.
Die vorliegende Erklärung besagt, dass die Vorschriften seit einigen Jahren die Installation eines feuerfesten Abdichtungsstreifens um Fenster und Balkontüren herum vorschreiben. Aufgrund des Baujahres des Gebäudes würde dieses Element fehlen. Selbst bei geschlossenem Fenster dringen Rauch und Feuer letztlich ins Innere vor. Dies ist die am häufigsten genannte technische Hypothese, aber auch die offiziell am wenigsten geklärte.
Die 45 Minuten und 17:54 Uhr
Eine der am häufigsten wiederholten Aussagen betrifft die Verzögerung bei der Ankunft: 45 Minuten zwischen dem ersten Notruf und dem Eintreffen des ersten Löschfahrzeugs. Diese Angabe stützt sich auf Aufnahmen und die Wahrnehmung derer, die es von der Straße aus erlebten, nicht auf ein offizielles veröffentlichtes Protokoll.
Gegenteilig behauptet ein Anwohner, dass um 17:54 Uhr, als ihm das erste Video geschickt wurde, die Feuerwehr noch nicht eingetroffen war und fast die gesamte Fassade brannte; die Sirenen hörte er um 18:10 Uhr. Zwei Chronologien, die sich um fünfzehn Minuten widersprechen. Solange es keine offizielle minutengenaue Rekonstruktion gibt, wird jede Version weiterhin denjenigen dienen, die sie brauchen.
Der Feuerwehrmann, der das achte Stockwerk erreichte, tat dies, als das Feuer viel weiter fortgeschritten war als zum Zeitpunkt der Anordnung zum Verbleib in den Wohnungen. Und er kehrte lebend zurück. Dieses Detail, das unbequemste von allen, passt nicht ganz zu den beiden Versionen, die derzeit erzählt werden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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