Feijóo verspricht eine Million Wohnungen: Erinnerungen an die Immobilienblase

Alberto Núñez Feijóo kündigt den Bau einer Million neuer Wohnungen in Spanien an, was Sorgen vor einer Wiederholung der Immobilienkrise von 2008 weckt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Feijóo verspricht eine Million Wohnungen: Erinnerungen an die Immobilienblase
Eine Million Wohnungen: Feijóos Versprechen und das Echo von 1982

Kann man in Spanien eine Million Wohnungen bauen, ohne wieder in die Krise von 2008 zu schlittern? Das ist die Frage, die sich jeder stellt, der die zentrale Ankündigung des PP-Chefs Alberto Núñez Feijóo gelesen hat: Sollte er Präsident werden, verspricht er diesen Bestand an neuen Wohnungen. Die Zahl ist rund und klingt vertraut. Sie erinnert an die 800.000 Arbeitsplätze, die Felipe González 1982 angeblich versprach – wobei manche Schätzungen zwischen 800.000 und einer Million liegen – und an Rajoy's Billion Bäume, die er im Wahlkampf 2008 pflanzen wollte. Keine dieser beiden Versprechen wurde laut Kommentaren eingehalten.

Bevor diskutiert wird, ob die Zahl realistisch ist, sollte man wissen, woher sie kommt. Sie stammt nicht aus einem Bodenplan oder einem festgelegten Budgetposten: Es ist ein Wahlversprechen. Und diese Herkunft bestimmt den Ton. Déjà-vu, fassen einige zusammen. Blase, ergänzen andere. Manche scherzen sogar und warten auf Pocero auf einem Kran, wie auf der Immobilienmesse vor fünfzehn Jahren.

Was Feijóo beim Wohnungsbau verspricht und woher die Million kommt

Im günstigsten Fall verteilt sich die Million Wohnungen über zehn Jahre, was eine deutlich höhere, kontinuierliche Bauleistung als in den letzten Jahren erfordert. Die Frage ist, ob das Land die Kapazität hat, dies zu bauen, und vor allem, ob es eine solvente Nachfrage mit dem Geld gibt, um es zu bezahlen. Wohnungen ohne Käufer mit genehmigter Hypothek sind stehende Ziegelsteine. Hier spaltet sich die Analyse: Einige sehen eine Schockpolitik; andere eine Marketingzahl ohne dahinterliegende Finanzierung.

Das unbequeme Detail ist, dass das Versprechen keine Angaben dazu macht, wie viel es kosten würde oder wer dafür zahlt. Ein Kommentar leitet im besten Fall ab, dass es sich um subventionierten Wohnraum auf Steuerkosten handeln würde. Dieser Punkt – die Kosten für den Steuerzahler – scheint im offiziellen Umfeld niemand auf den Tisch gelegt zu haben.

Die Million leerstehender Wohnungen, die in der Debatte angeführt wird

Es gibt eine Zahl, die laut einem Kommentar das Vorhaben teilweise entkräftet: In Spanien gäbe es mehr als eine Million leerstehende Wohnungen. Das heißt, das Land hätte bereits den Bestand, den Feijóo zu bauen verspricht; ihm fehlt nur ein Mechanismus, um ihn zu mobilisieren. Eine weitere Million auf dieser Basis zu bauen, lesen viele eher als Immobilienoperation denn als Politik zur Verbesserung des Wohnungszugangs.

Der Verdacht, der kursiert, ist unvermeidlich: Dass die Bauunternehmen wieder die großen Gewinner der neuen Ziegelwelle sein könnten. Es ist ein Vorwurf der Absicht, kein bewiesener Fakt, aber die Präzedenzfälle wiegen schwer. Wenn das Baugeschäft wieder im Zentrum der politischen Erzählung steht, reiben sich jene, die die Blase von 2007 genau beobachtet haben, verwundert die Augen.

Bremsen durch Boden, Materialien und Mehrwertsteuer

Ab etwa 600.000 Wohnungen, so ein Kommentar, prallt das Versprechen auf die Realität. Manche erinnern daran, dass die Materialpreise explodieren, dass Grundstücke an den Höchstbietenden versteigert werden und dass viele Gemeinden unter Schuldenlast ächzen. Ohne erschwinglichen Boden und bei den aktuellen Kosten startet jede neue Wohnung bereits mit einem schwer verdaulichen Ballast.

Hinzu kommt die Fiskalpolitik. Es wird darauf hingewiesen, dass die Mehrwertsteuer (IVA) nicht gesenkt würde, um die Rechnung zu verbilligen, sodass der Endpreis vollständig beim Käufer läge. Die Aufstellung des Versprechens, Posten für Posten aufgeschlüsselt nach Boden, Materialien, Genehmigungen und Steuern, ist der Ort, an dem sich wirklich entscheidet, ob die Million aufgeht oder nur eine Schlagzeile bleibt.

Geförderter Wohnungsbau: Wer sollte Zugang haben?

An diesem Punkt kreuzt sich die Debatte mit Zugangskriterien. Es zirkulieren Vorschläge, die fordern, geförderten Wohnraum Personen mit mindestens fünf Jahren Beitragszeiten, ohne weiteren Immobilienbesitz und als Hauptwohnsitz vorzubehalten, und ihn zu einem angemessenen Preis zu vermieten statt zu verkaufen.

Dem gegenüber stellt ein anderer Kommentar den Fokus auf die Preise: Sozialwohnungen (VPO) bewegen sich in der Praxis in Spannen von 220.000 bis über 250.000 Euro. Zu diesen Preisen läuft das Etikett „gefördert“ fast ins Leere.

Das Dilemma der Migration und Galiziens Register

Ein weiterer Strang verknüpft das Thema mit Migrationsströmen. Es wird argumentiert, dass ohne geordnete Zuwanderung die Nachfrage jedes Angebot übersteigen werde, mit Schätzungen von bis zu 700.000 jährlichen Neuzugängen gegenüber einer Million Häusern, verteilt über ein Jahrzehnt. Dies ist eine Diagnose, die als Fakt präsentiert wird, aber auf groben und umstrittenen Zahlen basiert.

Und dann ist da noch die Historie. Ein Kommentar erinnert an seine Zeit als Chef der Regionalregierung von Galizien (Xunta de Galicia) mit einer im Thread verbreiteten Bilanz: 300 übergebene Wohnungen in Galizien in dreizehn Jahren, null zwischen 2014 und 2017 und nur eine einzige im Jahr 2018. Wenn das die Kapazität war, als er regierte, erfordert die Hochrechnung auf nationaler Ebene mehr Glauben als Planung.

Niemand wird zum Wohnungsbau gezwungen. Es wird nur angekündigt, dass es eine Million geben wird, und man wird sehen, wer die Steine setzt.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (141 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver