Faschismus: ein illusorisches Überlegenheitsgefühl nach den Regeln des Dogmas

Der Faschismus funktioniert wie ein Dogma, das abwegige Ideen so verzahnt, dass der Einzelne glaubt, einer höheren Wahrheit anzugehören. Wir erklären den Mechanismus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Faschismus überzeugt nicht durch die Kohärenz seiner Ideen, sondern durch die Art, wie er sie verzahnt: lose, unrealistische Einzelteile, die zusammen bei ihren Anhängern das Gefühl erzeugen, einer epischen Wahrheit anzugehören. Es ist ein Dogma, das denen einen Rettungsanker bietet, die in weniger grandiosen Erklärungen keinen finden.

## Ein Dogma, das nicht wahr sein muss

Der Faschismus hält nicht stand, weil seine Lehrsätze einer rationalen Prüfung standhalten. Er hält stand, weil er als Dogma funktioniert: ein Satz von Bausteinen, die für sich genommen abwegig erscheinen, aber verzahnt bei denen, die sie übernehmen, den Eindruck erwecken, einer offenbarten Wahrheit gegenüberzustehen. Das ist der psychologische Schlüssel des Mechanismus. Es spielt keine Rolle, dass das, was er vertritt, an sich unwirklich ist. Entscheidend ist, dass der Einzelne der Epik des Wunders verfällt.

Die Dynamik erinnert an die Gestalt: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Einzeln falsche Ideen fügen sich zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Wer sich in diesem Ganzen wiedererkennt, glaubt, Teil dieser Wahrheit zu sein. Und darin liegt der Trick: Die Kohärenz steckt nicht in den Einzelteilen, sondern im Getriebe, das sie verbindet.

## Die Epik des Wunders als Zuflucht

Der Faschismus bietet einen Rettungsanker. Angesichts einer Welt, die nicht immer Sinn ergibt, liefert das Dogma eine Epik: das Gefühl, Teil von etwas Großem zu sein, einer höheren Wahrheit, die alles erklärt. Dieses Versprechen funktioniert, obwohl sein Inhalt unwirklich ist. Der gewöhnliche Mensch, der nach Gewissheiten dürstet, klammert sich daran.

Das Problem ist, dass wir aus der Natur kommen. Jede Wahrheit ergibt sich aus der Anthropologie, nicht aus einem geheimen Plan oder einer historischen Mission. Diese Erklärung ist weniger episch, aber sie trägt. Der Faschismus dagegen lebt vom Gegenteil: daraus, das Unwirkliche zum Dogma zu machen und glauben zu lassen, dieses Dogma sei die Wahrheit.

## Warum das Getriebe besser funktioniert als die Einzelteile

Keine der Ideen, aus denen der Faschismus besteht, überzeugt für sich allein. Seine Kraft liegt in der Verbindung. Der Einzelne schließt sich nicht jedem Baustein an, sondern dem Ganzen. Und dieses Ganze wirkt auf die menschliche Psychologie und erzeugt die Epik des Wunders: den Eindruck, dass die kleinen Teile, die einen im Schachspiel der Nancy-Ideologie bewegen, sich zu einem stimmigen Ganzen fügen.

Darin liegt der Betrug. Das Ganze ist nicht stimmig, weil die Teile es sind. Es ist stimmig, weil sie so verzahnt sind, dass sie es scheinen. Wer das versteht, sieht kein Wunder mehr, sondern einen Mechanismus. Und ein Mechanismus lässt sich, anders als ein Dogma, zerlegen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (5 Antworten).

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