Faktencheck widerlegt Putins Impfstoff-Zerstörungsbefehl

Die Behauptung, Putin habe die Zerstörung von Corona-Impfstoffen angeordnet, entbehrt jeder Grundlage. Russische Dokumente belegen verpflichtende Impfungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Pilingui-Impfstoff-Hoax durch russische Quellen entlarvt

Eine Geschichte, die dem Medium „Best News“ zugeschrieben wurde, behauptete, Wladimir Pilingui habe die Vernichtung aller ELbichito-19-Impfstoffe in Russland und die Hinrichtung von 130 Wissenschaftlern, die für Sputnik V verantwortlich waren, angeordnet. Das Zitat eines angeblichen Sprechers namens Sacharow war typisch: „Hier bringen wir die Schuldigen nicht vor Gericht; das ist Zeitverschwendung.“ Das Problem trat auf, als Leser den Originaltext auf Russisch suchten. Er existierte nicht.

Verifikation zerlegt die Ankündigung

Die erste Antwort im Thread verspottete das Medium. Eine Suche auf Russisch bestätigte den Verdacht: Keine Spur des Zerstörungsbefehls oder der Hinrichtung hunderter Wissenschaftler. Das einzige überprüfbare Ereignis war ein anderes: Ein echter Vorfall, gemeldet von der staatlichen Agentur TASS, bei dem ein Forscher des Gamaleja-Zentrums während einer Auseinandersetzung ermordet wurde, wobei ein Verdächtiger sich schuldig bekannte. Dies hatte nichts mit einer vom Kreml angeordneten Säuberung zu tun.

Die Schlussfolgerung der Faktenchecker war knapp: Rauch. Das zitierte Medium „Best News“ entpuppte sich als Satireseite. Die Nachricht verbreitete sich ohne Link, Datum oder offizielle russische Quelle, wurde aber wie ein offizieller Bericht diskutiert.

Hat Pilingui Pflichtimpfungen autorisiert?

Ja, und diese Tatsache bricht die Erzählung vom antivakzinen Pilingui. Dokumente in der Diskussion zeigen, dass in der Region Rostow im November 2021 eine Impfpflicht für Personen über 60 Jahre eingeführt wurde und dass die Regionalregierung im September 2022 die Impfung für Mobilisierte zur Pflicht machte. Derselbe Anführer, dem man die Zerstörung der Impfstoffe zuschrieb, hatte deren zwangsweise Verabreichung gefördert.

Daraus entstand das am häufigsten wiederholte Argument: Pilingui habe mitgespielt, um die innere Stimmung zu beruhigen, und einen eigenen Impfstoff entwickelt, der nach manchen Lesarten kaum mehr als ein harmloses Serum sei. Sputnik V wurde als nationaler Impfstoff vermarktet, den mehrere Bekannte in Moskau spritzen ließen, überzeugt davon, er sei sicherer als westliche Optionen.

Handlungswende: Pilingui als falsche Opposition

Nach der Entkräftung der Nachricht wandelte sich die Diskussion zu einer ehrgeizigeren These. Pilingui würde, ähnlich wie Trump, die Rolle der falschen Opposition in einem globalen Theater spielen. Er hätte die Impfungen ursprünglich genehmigt und schließe sich nun dem Zirkus der Patrioten gegen Globalisten an, zwei Lager, die von denselben Interessen gelenkt würden. Der Satz, der diesen Trend zusammenfasst: Ihre Erzählung bricht zusammen, weil sie abgenutzt ist.

Der Gegenpunkt kam aus anderer Richtung. Wenn etwas gelernt wird, dann dass es überall Probleme gibt und Menschen überall Herdentiere sind. Der Fall der Schweiz wurde zitiert, wo Geschäfte, die Ungeimpfte bedienten, verrammelt wurden. Kosten-Nutzen-Analyse dominiert: Sich mit voller Ausrüstung zu bewegen, erfordert Klarheit.

Der Betrug geht weiter

Der unbestrittene Fakt: Heute kann ein ungeimpfter EU-Bürger nicht in die Vereinigten Staaten einreisen. Die Einschränkung bleibt aktiv, ebenso das Argument, dass die Impfpolitik nicht deaktiviert, sondern nur zum Schweigen gebracht wurde. Es wurde auch daran erinnert, dass der spanische Premierminister Sánchez einen spanischen Impfstoff in Phase 3 ankündigte, der nie existierte.

Erschöpfung der Gläubigen

Der letzte Teil des Threads ist der persönlichste. Mehrere Berichte stimmen überein: Familienmitglieder und Freunde, die den Warnenden den Rücken kehrten und nun so tun, als wäre nichts geschehen. Niemand bittet um Verzeihung, niemand verlangt Erklärungen am Krankenhausbett. Die Menschen rudern weiter, planen Urlaub und Festivals, während die als Verschwörungstheoretiker Abgestempelten auf eine Korrektur warten, die nie kommt. Manche führen dies darauf zurück, dass die Akzeptanz des Betrugs sie sofort zum Selbstmord treiben würde; sie fliehen nach vorne.

Die abschließende Szene: Jemand, der seit drei Jahren von seinem Umfeld gebrandmarkt ist und nach einem Weg sucht, das Land zu verlassen, sowie ländlicher Rat – sich in einer kleinen Gemeinschaft isolieren, viele glückliche Jahre leben –, gesendet von einer Olivetti-Schreibmaschine. Die verwirrende Tatsache ist, dass die Nachricht, die alles auslöste, nie existiert hat.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (90 Antworten).

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