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Fahrzeugwahl im Mad-Max-Szenario: Vom C15 zum Patrol
Vom Citroën C15 mit Pflanzenöl bis zum '87er Patrol: Die Fahrzeugwahl im Mad-Max-Szenario hängt von Kraftstoff und Ersatzteilen ab, nicht von der Leistung.
Vom Citroën C15 mit Pflanzenöl bis zum '87er Patrol: Die Mad-Max-Garage
Ein Mitsubishi Montero aus dem Jahr 2002, der einen Feldweg überquert. Das ist das Bild, das den Vorschlag eröffnet und auch seine erste Falle darstellt. Denn der Montero ist ein hervorragendes Geländewagenmodell, doch die gesamte nachfolgende Analyse drehte sich um eine unbequeme Selbstverständlichkeit: Ohne Kraftstoff bewegt sich selbst der beste 4x4 keinen Meter. Die Wahl des Fahrzeugs in einem Mad-Max-Szenario hängt nicht von der Leistung ab. Sie hängt davon ab, was man in den Tank füllen kann und wie leicht es ist, es mit vier Werkzeugen und einem Draht zu reparieren.
Die drei anfänglichen Wetten: Montero, Mondeo und Honda X-ADV
Der Vorschlag beginnt mit drei sehr konkreten Namen und einer Logik, die stark an Haushaltsökonomie erinnert. Der erste, ein Mitsubishi Montero aus dem Jahr 2002, wird als perfektes Geländefahrzeug für den Transport von Versorgungsgütern verteidigt: robustes Chassis, guter Motor und reichlich Innenraum. Der zweite, ein Ford Mondeo aus dem Jahr 2008, folgt dem Kriterium der Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Er ist leichter und schneller, um einer bewaffneten Gruppe zu entkommen, und es gibt in Spanien viel mehr Ford-Ersatzteile als von Mercedes, BMW oder Audi, einfach weil Ford-Fahrzeuge immer günstiger waren. Der dritte ist ein Trail-Motorrad, die Honda X-ADV, geeignet sowohl in der Stadt als auch auf dem Land.
Eine vernünftige Liste. Bis jemand daran denkt, wie schnell Benzin verdirbt, und die gesamte Hierarchie zusammenbricht.
Kraftstoff diktiert die Regeln: Benzin altert und Diesel schluckt Öl
Die erste große Warnung der Analyse lautet, dass Benzin nicht nur knapp wird: Es verliert seine Eigenschaften. Es altert und startet Motoren nicht mehr zuverlässig. Das widerlegt sofort jede Wette auf ein modernes Auto mit Direkteinspritzung und eingebetteter Elektronik, das ohne Ersatzteile oder Diagnosegeräte zu einem zwei Tonnen schweren Briefbeschwerer wird. Die sich aufdrängende Alternative ist der alte, saugende Dieselmotor, ohne Common-Rail-System, der in der Lage ist, mit Pflanzenöl und sogar Sonnenblumenöl zu laufen. Zuverlässigkeit, Robustheit und niedriger Verbrauch stehen vor jeder Leistungsangabe. Manche fassen es in einer Idee zusammen: Wenn es nicht mit Klebeband und Draht repariert werden kann, ist es nutzlos.
Es lohnt sich, zwei Szenarien zu unterscheiden. Bei unbegrenztem Zugang zu Kraftstoff funktioniert fast alles. Bei einem echten Zusammenbruch, ohne Versorgung, ist der Motor das geringste Problem.
Welches Auto bei langanhaltendem wirtschaftlichem Kollaps wählen?
Hier ändert sich das Szenario und die Kriterien werden präziser. Ein Film-Apokalypse-Szenario mit Plünderungen und Chaos innerhalb weniger Wochen akzeptiert fast jedes verfügbare Fahrzeug. Ein langsamer wirtschaftlicher Kollaps hingegen zwingt dazu, Fahrzeuge ohne Elektronik oder mit minimaler Elektronik in Betracht zu ziehen: den Citroën C15, einen Lada Niva, einen UAZ oder einen Santana. Das sind Motoren, die Pflanzenöl vertragen, mit grundlegenden Werkzeugen repariert werden können und nicht von einem Computer abhängen, der versagt. Der C15 taucht immer wieder auf, fast immer begleitet von einem Faltfahrrad im Kofferraum, falls der Kraftstoff früher als erwartet ausgeht. Für gemeinschaftliche Nutzung, Dorfleben, ist die Logik identisch: Was vor Ort nicht reparierbar ist, ist unbrauchbar.
Großes Motorrad oder luftgekühlte 125er? Gewicht und Verbrauch entscheiden
Bei Motorrädern ist der Konsens noch eindeutiger: kleiner Hubraum, Einzylinder und Luftkühlung. Eine luftgekühlte 125er ist einfacher als ein Schnuller, verbraucht wenig und geht nicht aus. Große Modelle werden aufgrund von Gewicht und Hitze aussortiert: Manche berichten, dass ihr 650-cm³-Trailmotorrad etwa 170 Kilogramm wiegt und auf Wegen und im Stau unerträgliche Hitze abgibt. Dagegen gewinnt ein 55-Kilogramm-Motorrad. Obwohl immer jemand eine alte NSR 75 von '90 mit 14.000 Kilometern und einer Drehzahlbegrenzung bei 12.000 U/min behält, aus Gründen, die mehr mit Nostalgie als mit Überleben zu tun haben.
Vom Killdozer bis zum Buggy: Und der unerwartete Holzvergaser
Das Angebot wird schnell chaotisch und skrupellos. Es erscheinen ein 4x4-Buggy, der ein Viertel des Preises einer G-Klasse kostet, ein Killdozer, ein Renault 4, ein Panda 4x4, ein Patrol von '87 und sogar ein erträumter V8-Interceptor, gebaut aus Schrottteilen und mit der Hingabe eines Krieger-Mönchs. Manche setzen auch auf die U-Bahn, geschützt unter der Erde, und auf Elektrofahrräder.
Und die wirklich verwirrende Antwort ist eine andere: der Holzvergaser. Laut einem Teilnehmer lief der Transport in Spanien während der Isolation auf Basis von Holzgas. Das klingt nach einem Museumsrelikt. Und dennoch, laut einem anderen Teilnehmer, wird es in Argentinien immer noch häufig genutzt. Dieses Detail fasst die Sache besser zusammen als alles andere: In einem echten Mad-Max-Szenario überlebt nicht das stärkste Auto, sondern dasjenige, das sich anpasst, was auch immer ihm zugeworfen wird. Fast immer ein altes Wrack mit Dieselmotor und einer Dose Sonnenblumenöl im Kofferraum.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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