USA bitten Bürger um Hilfe bei Suche nach vermisstem F-35
„Wenn Sie etwas wissen, rufen Sie die Joint Base Charleston unter 843-963-3600 an.“ Mit dieser Meldung bat das US-Militär um Unterstützung bei der Suche nach einem entkommenen F-35-Kampfjet. Es war keine rhetorische Figur: Das Flugzeug startete, der Pilot katapultierte sich über North Charleston heraus, und die Maschine flog allein weiter. Um 18:30 Uhr war sie nicht aufgetaucht. Um 20:30 Uhr ebenfalls nicht.
Der Kampfjet, im Wert von etwa 80 Millionen Dollar und in der Version für vertikalen Start, gehörte zum Marine Corps. Die Frage des Tages stellte die Kongressabgeordnete aus South Carolina, Nancy Mace: „Wie kann man einen F-35 verlieren?“ Die offizielle Antwort lautete vorerst: Es gibt keine Antwort.
Warum können die USA ihren eigenen F-35 nicht orten?
Weil sie ihn nicht fanden und schließlich die Zivilbevölkerung einschalteten. Das ist die nackte Tatsache. Ein Gerät mit modernstem Datenlink, verschlüsselten Kommunikationskanälen und Transponder sollte kein verlorener Gegenstand sein, doch es blieb stundenlang unauffindbar. Die größte Militärmacht prahlt mit luftgestützten Radarsystemen, die Dutzende Ziele gleichzeitig verfolgen, und Satelliten, die minimale Details vom Orbit erkennen. Mit diesem Ruf ist es schwer zu akzeptieren, dass ein eigenes Flugzeug einfach verschwindet.
Manche sehen den autonomen Flug als Ursache der Schwierigkeit: Ohne Pilot am Steuer und mit minimaler Emission wird die Verfolgung zur elektronischen Archäologie. Andere drehen das Argument um und zeigen auf das Offensichtliche: Wenn sie wirklich nicht wussten, wo es war, liegt das Problem nicht beim Flugzeug, sondern beim Netzwerk, das es überwachen sollte.
Kann ein F-35 ohne Pilot und Kabine fliegen?
Ja, theoretisch, und hier liegt die Paradoxie. Der F-35 ist ein instabiles Design: Er fliegt nur, weil ein Bordcomputer die Flugbahn hunderte Male pro Sekunde korrigiert. Diese softwaregesteuerte Instabilität ermöglichte es dem Flugzeug, im Automatikmodus in der Luft zu bleiben. Der Jet braucht keinen Piloten, um nicht abzustürzen; er braucht den Computer.
Das Detail, das die Erzählung bricht, ist die Haube. Nach dem Ausstoß des Piloten bleibt die Kabine offen, die Aerodynamik ändert sich und die Radar-Signatur steigt stark an: Der Kampfjet ist nicht mehr unsichtbar. Jedes Erkennungssystem sollte ihn sehen. Dass dennoch Stunden vergingen, ohne ihn zu lokalisieren, ist der Punkt, den niemand abschließend klären konnte. Auch wurde erwähnt, dass solche Flugzeuge unbemannten Tests unterzogen werden, was das Verschwinden aber nicht erklärt.
Die Hack-Hypothese und der Fall des iranischen Drohne
Hier schossen Spekulationen ins Kraut. Eine Strömung vertritt die Ansicht, das Gerät könnte elektronisch abgefangen worden sein, wobei der Pilot ferngesteuert ausgestoßen und das Flugzeug umgeleitet wurde. Als Hinweis diente ein spezifisches Betriebssystem, Integrity 178B, das im F-35, F-22, F-16 und B-2 vorhanden ist, sowie die Möglichkeit eines Lecks. Dies ist eine Hypothese, kein bestätigter Fakt.
Als Präzedenzfall für die Entführung eines Flugzeugs ohne physischen Zugriff diente die in Iran gefangene US-Drohne. Die Mechanik war kein Software-Hack: Es gab Störungen des Kontrollsignals, und das Gerät, programmiert zur Rückkehr zur Basis bei Signalverlust, steuerte auf das zu, was es für seine Heimat hielt. Durch einen Replay-Angriff auf das militärische GPS-Signal wurden ihm fremde Koordinaten als eigene vorgegaukelt. Es landete, ohne zu wissen, dass es feindliches Gebiet betreten hatte, und zerstörte sich nicht selbst. Dieses Schema auf einen bemannten Kampfjet zu übertragen, ist eine andere Sache, und niemand hat es bewiesen.
Von Havanna bis chinesischen Kopien: Was spekuliert wurde
Ohne offizielle Informationen füllten die vielfältigsten Gerüchte das Vakuum. Unbestätigt kursierte die Version, das Flugzeug sei in Havanna gelandet. Man sprach von einer versteckten vertikalen Landung, davon, dass bereits ein halbes Dutzend Kopien in fremden Händen seien, und sogar von einer Täuschungsoperation. Keine dieser Hypothesen hat eine Grundlage, und alle teilen dieselbe Schwäche: die Unfähigkeit zu erklären, warum die teuerste Armee der Welt nicht weiß, wo ihr Flugzeug ist.
Hinweis: Verdächtigungen eines Hacks oder einer Übernahme durch Drittstaaten wurden von keiner Behörde bestätigt.
Dieser F-35 ist schon einmal entkommen
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Gerät dieser Familie Ärger macht. Ein Jahr zuvor wurde ein ähnlicher Vorfall registriert, über den Medien wie CNN en Español berichteten. Das Muster wiederholt sich: Ein extrem teurer Kampfjet, ein System, das nicht dort auftaucht, wo es sollte, und eine Erklärung, die spät und unvollständig kommt. Im selben Zeitraum durchquerte ein chinesischer Ballon das Land von Küste zu Küste, während Versuche, ihn abzuschießen, scheiterten. Das Ergebnis ist nicht nur eine Blamage: Es ist eine Rechnung in Billionenhöhe, die nicht hält, was sie verspricht.
Das Flugzeug wurde offiziell am Abend (spanische Zeit) gefunden. Niemand hat ein einziges Bild vom Einschlagort veröffentlicht, und weiterhin fehlt die Erklärung, warum sich der Pilot ausstieß. Ein unsichtbarer Kampfjet war offenbar auch für seine Besitzer unsichtbar.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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