Raketenangriff auf Sewastopol: Drei Su-27 und zwei Amphibienschiffe getroffen

Ukrainische Raketen treffen den Flughafen Belbek in Sewastopol, beschädigen drei Su-27-Jets und zerstören zwei Amphibienboote der Ropucha-Klasse.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Raketenangriff auf Sewastopol: Drei Su-27 und zwei Amphibienschiffe getroffen
Sewastopol unter Beschuss: Drei Su-27-Jets und zwei Amphibienschiffe beschädigt

Welchen realen Schaden kann die Ukraine im besetzten Krim-Gebiet anrichten? Die jüngste Antwort kam in Form eines Raketenhagels über Sewastopol. Der Flughafen Belbek, eigentlich als bestgeschützte Anlage der Halbinsel geltend, wurde getroffen: Drei Su-27-Jets wurden beschädigt. Nach Angaben von Kanälen, die mit dem ukrainischen Militär verbunden sind, gab es 34 getötete Soldaten und 40 Verwundete. Dies ist das Bild, das kursiert – ohne unabhängige Bestätigung – und sollte als das gelesen werden, was es ist: ein Kriegspressebericht. Parallel dazu wurden laut verbreiteten Bildern zwei Amphibienschiffe der Ropucha-Klasse, die „Asow“ und die „Jamal“, zerstört. Der Verkehr auf der Krim-Brücke wurde eingestellt.

Was ist über den Angriff auf den Flughafen Belbek bekannt?

Die Zahlen sind auffällig, und man muss zwischen Überprüftem und Behauptetem unterscheiden. Belbek ist ein militärischer Flughafen im Herzen von Sewastopol, eine Luftwaffenbasis, die das russische Kommando als einen der Stärkenpunkte seiner Verteidigung auf der Krim darstellt. Dass eine Salve Marschflugkörper dort einschlägt und drei Su-27 außer Gefecht setzt – beschädigt, nicht zerstört, laut Bericht –, ist genau die Art von Vorfall, den Handbücher zur Luftverteidigung als Deckungslücke bezeichnen. Verlustbilanzen werden nur häppchenweise veröffentlicht und hinken den Ereignissen oft hinterher. Niemand mit Befehlsgewalt hat die 34 Toten und 40 Verletzten bisher bestätigt.

Warum ist die Zerstörung der Schiffe Asow und Jamal wichtig?

Beide sind Amphibienschiffe der Ropucha-Klasse, 112 Meter lang jeweils, konzipiert für die Landung von Truppen und Panzern vom Meer aus. Wenn zwei solcher Schiffe am selben Tag sinken, geht damit Transportkapazität verloren, aber vor allem auch das Narrativ: Manche behaupten direkt, die Schwarzmeerflotte existiere nicht mehr als operative Streitmacht. Das mag übertrieben sein; dass der Abschreckungswert einer Flotte, die sich bereits aus ihrem historischen Stützpunkt zurückziehen musste, stark gesunken ist, scheint jedoch keine Übertreibung zu sein. Die Devise des russischen Kommandos war laut den Nachrichtenkanälen eine andere: Nichts sei passiert. Der aktualisierte Bericht antwortet auf diese Skepsis mit Längenangaben und Koordinaten.

26 Bomber und 13 Jagdflugzeuge: So bereitet Russland die Antwort vor

Die Vergeltung wurde angekündigt, bevor sie stattfand. Verbreitete Berichte deuteten darauf hin, dass bis zu 26 Bomber startbereit waren: 14 Tu-95MS und 12 Tu-22M3, bewaffnet mit X-101- und Kh-22-Raketen, plus 13 MiG-31K, die die Hyperschallrakete Kinzhal tragen. Es handelt sich um Flugzeuge mit nuklearer Kapazität, und dieses Detail macht aus einem Luftangriff eine andere Bedrohung. Ein Analyst zog die Luftschlacht um England heran: In der Nacht, als ein deutscher Bomber das Ziel verfehlte, ordnete Churchill Bombardierungen Berlins an und zog die Luftwaffe in eine Städtebombardierungskampagne, die den Krieg kostete. Der Vergleich ist alt; wer ihn nutzt, hat bereits angemerkt, er hoffe, dass das russische Kommando nicht so dumm sei.

Der Konflikt um die Eskalation: Legitime Verteidigung oder Provokation?

Hier öffnet sich die tiefere Kluft. Eine Analyse besagt, dass ein angegriffenes Land das Recht habe, die Logistik des Angreifers zu treffen, und dass die Überraschung nicht der Angriff selbst sei, sondern dass jemand ihn als Provokation betrachte. Dem gegenüber steht eine andere Strömung, die etwas Unbequemeres betont: Dass tiefe Schläge genau darauf abzielen, eine unverhältnismäßige russische Reaktion zu erzwingen, und dass das letzte Ziel darin bestehe, eine Eskalation mit wirtschaftlichen Folgen im eigenen Land zu rechtfertigen. Die härteste Version dieser These spricht von der neuen Wirtschaftsordnung und der digitalen Identität, ohne Beweise, die das gesamte Paket stützen. Andere reduzieren es auf Innenpolitik: Wahlen stehen bevor, und man müsse kämpfen, bevor sich die Bewohner des Weißen Hauses ändern.

Was gleich bleibt: Die Front im Boden

Das ist der Gegentakt, der Optimisten am meisten beunruhigt. Spektakuläre Schläge auf der Krim verschieben keine Linie der seit Monaten festgefahrenen Front, wo Kilometergewinne mit Leichen bezahlt werden. Russland werde diesen Krieg nicht mit einem Dutzend Kinzhal pro Tag gewinnen, argumentiert die nüchterne Analyse; die Ukraine werde die Krim nicht mit zwei weniger Schiffen im Feindinventar zurückerobern, entgegnet die andere Seite. Und darunter schwingt in jeder Diskussion ein Thema mit: Wer zahlt die europäische Energierechnung und unter welchen Bedingungen steht Deutschland da, wenn die Dokumente für die Zeit nach dem Krieg unterschrieben werden, falls sie überhaupt unterschrieben werden.



Es bleibt abzuwarten, ob die 26 Bomber tatsächlich starten, wie viele zurückkehren und wer den nächsten Schadensbericht unterzeichnet. Das Einzige, was beide Seiten bisher bestätigen, ist, dass die Krim-Brücke stillgelegt war. In einem Krieg, in dem die endgültige Bilanz eher in sozialen Medien als im Krater entschieden wird, ist das bereits eine Schlagzeile wert. Und die Schiffe liegen auf dem Grund.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (258 Antworten).

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