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Extreme Hitze im Süden trifft auf Kälte im Norden
Forenteilnehmer beschreiben extreme Temperaturunterschiede in Spanien: 41 Grad in Madrid und 45,9 bei Barcelona gegenüber nur 4 Grad in Zamora.
Es gibt ein Spanien, das Mitte Juli unter der Winterdecke schläft, und ein anderes, das bei 45 Grad brütet. Dieser Kontrast ist keine Anekdote: Er beweist, dass die Erzählung von der extremen Hitze eine Geografie hat, sagen Diskussionsteilnehmer. Während im Norden und Nordwesten Höchstwerte von 21 Grad gemessen werden und Nächte zusätzliche Decken erfordern, bleiben die Thermometer im Zentrum und Süden zwischen 38 und 46 Grad stehen. Die Debatte über den Klimawandel findet genau in dieser Lücke statt.
Ein Land, getrennt durch die Isotherme
Die von den Teilnehmern genannten Daten zeichnen zwei unvereinbare Realitäten. Im Norden erreichte ein nicht näher benanntes Gemeindegebiet diesen Monat einen Höchstwert von 27 Grad, während die anderen Tage zwischen 20 und 24 schwankten. In Asturien lag die Woche bei 23 Grad mit intermittierendem Regen. In Bilbao waren es 24. In Zamora, am Ufer des Lago de Sanabria, zeigte ein Thermometer in einem Wohnmobil um sieben Uhr morgens vier Grad an. Vier. Im Juli.
Gleichzeitig wurden in Madrid und seinem Ballungsraum 41 Grad erreicht, in Sevilla war von 47 die Rede, und in der Gegend von Montserrat nordwestlich von Barcelona wurden 45,9 gemessen. Im Süden von Valencia deckten zwei gelbe Hitzewarnungen einen Tag ab, den ein Anwohner als ganz normalen Sommer beschrieb. Der Abstand zwischen beiden Extremen ist kein Nuance-Unterschied: Er beträgt 40 Grad.
Heiße Luft aus Afrika
Die meteorologische Erklärung in der Diskussion bezieht sich nicht auf CO2, sondern auf die Geografie. Spanien erhält warme Luft vom afrikanischen Kontinent, da es direkt angrenzt, und das Zentrum sowie der Süden sind Trockengebiete, in denen Bürgermeister laut wiederholter Vorwürfe Bäume fällen, um Kreisverkehre zu bauen. Das nördliche Hochland erhält diese heiße Luft ebenfalls, aber jedes Jahr. Das Neue wäre nicht das Phänomen selbst, sondern dessen Instrumentalisierung, meinen einige Teilnehmer.
Hier kommt die Sprache ins Spiel. Die häufigste Kritik lautet, dass das, was früher globale Erwärmung hieß, heute Klimawandel genannt wird, und dass unter dieses Label alles fällt: Ist es heiß, ist es Klimawandel; ist es kalt, auch. Der Verdacht dahinter ist, dass der Begriff so weit gefasst wurde, dass er unwiderlegbar ist, und ihn damit eher zu einem politischen Instrument als zu einer wissenschaftlichen Hypothese macht.
32 Grad drinnen: Der Fakt, den niemand bestreitet
Jenseits des ideologischen Kampfes gibt es eine physische Realität: die Innentemperatur. In einer Wohnung in Madrid wurden tagsüber und nachts konstant 32 Grad gemessen, wobei Ventilatoren die einzige Erleichterung boten. In einer anderen Wohnung wurden die Klimaanlagen auf 16 Grad eingestellt, um die 45 Grad draußen zu bekämpfen. In Sevilla stellte jemand die Anlage auf 17. Wie manche Kommentare anmerken, wird die Stromrechnung im Juli zum echten Thermometer des Klimawandels, zuverlässiger als jede Schlagzeile.
Die Diskussion über die Winterdecke, die wie ein Scherz wirkt, ist eigentlich eine Debatte über den nationalen Durchschnitt. Wenn im Juli die 4 Grad in Zamora neben den 45,9 Grad in Barcelona existieren, welche Temperatur repräsentiert dann Spanien? Die Antwort hängt davon ab, wo man das Thermometer platziert – und wer die Stromrechnung zahlt.
Die Analyse stagniert genau dort, wo sie begann: Es gibt keine einzelne Temperatur für Spanien, es gibt viele. Solange nicht geklärt ist, welche zählt, bleibt die Winterdecke im Juli ein ebenso gültiges Argument wie jedes andere.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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