Extremadura-Wahl am 21. Dezember: Vox als möglicher Königsmacher

Guardiola hält eine Vereinbarung mit Vox für machbar, während das PSOE 108.000 Stimmen verliert und Vox um 40.000 zulegt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Extremadura-Wahl am 21. Dezember: Vox als möglicher Königsmacher
Wahlen in Extremadura am 21. Dezember: Vox als möglicher Schiedsrichter und der Niedergang des PSOE

Die Präsidentin der Junta de Extremadura, María Guardiola, kündigte die vorgezogenen Regionalwahlen für den 21. Dezember an, ein Schritt, der sowohl Verbündete als auch Gegner überraschte. Die über RTVE verbreitete Ankündigung leitete eine Auszählung ein, die als Plebiszit über Feijóos Führungsfähigkeit und die Fähigkeit des PSOE gelesen wird, eine seiner historischen Hochburgen zu halten. In einem Forum behauptete ein Nutzer, dass der PSOE bei etwa 26% der Stimmen landen würde, während PP und Vox zusammen fast 70% der Wählerstimmen auf sich vereinen könnten. Das politische Tableau in Extremadura, mit 36 Abgeordneten aus Badajoz und 29 aus Cáceres, bringt Vox in eine Zünglein-an-der-Waage-Position: Ihre Stimmen sind entscheidend für Guardiolas Investitur oder zur Blockade jeder Alternative.

Der PSOE blutet aus und Vox profitiert vom Stimmenabfluss

Der am häufigsten wiederholte Punkt in den Analysen ist der Aderlass des PSOE: Ein Nutzer argumentierte, dass die Sozialisten im Vergleich zu den vorherigen Wahlen 108.000 Stimmen verloren hätten, während Vox 40.000 hinzugewann und die PP 9.000 abgab. Dieser direkte Transfer von sozialistischen Wählern zur Partei von Santiago Abascal, der bereits vor der Auszählung erwartet wurde, bricht mit dem klassischen Handbuch der Politik in Extremadura. Die Region, demografisch kleiner innerhalb des ländlichen Spanien, wird zu einem Laboratorium, in dem die Ermüdung gegenüber der Zentralregierung in Sitze für die radikale Rechte übersetzt wird. Manche behaupten, der durchschnittliche Bürger in Extremadura, müde der Klientelnetzwerke des PSOE, habe in Vox ein wirksameres Vehikel gefunden als die PP, um die Sozialisten zu bestrafen. Andere warnen jedoch, dass der PSOE nicht unter sein historisches Minimum fällt und dass seine treue, wenn auch gealterte und disziplinierte Wählerschaft weiterhin wählen wird, selbst wenn der Kandidat angeklagt ist.

Wer ist Miguel Ángel Gallardo und warum ist er angeklagt?

Miguel Ángel Gallardo ist der PSOE-Kandidat für die Junta. Sein Name taucht häufig in Justizkreisen auf wegen einer Anklage im Zusammenhang mit dem sogenannten Fall des "kleinen Bruders" des Musikers, einer Angelegenheit, die über dem Wahlkampf schwebt. Die Paradoxie besteht darin, dass seine Figur laut einigen Analysen nicht negativ wirkt: In weiten Teilen Extremaduras wird Gallardo als nahbarer Verwalter wahrgenommen, und die Anklage gilt als Teil der medialen Abnutzung gegen den PSOE. Wie berichtet, hat die Partei selbst eine Säuberung von Führungskräften eingeleitet, die dem früheren Vorsitzenden Guillermo Fernández Vara nahestanden, was dem ohnehin angespannten Wahlkampf zusätzlichen internen Lärm beschert.

Guardiola und Vox: Eine machbare, aber nicht geschlossene Vereinbarung

María Guardiola hat erklärt, dass eine Vereinbarung mit Vox noch machbar sei und dass es mehr Punkte gebe, die sie verbinden, als solche, die sie trennen. Diese Aussage, in den letzten Tagen des Wahlkampfs wiederholt, lässt die Tür offen für eine Investitur in der zweiten Runde durch einfache Mehrheit, mit der Enthaltung von Vox. Dies wäre der bequemste Weg für die Rechte: Eine formelle Koalitionsregierung vermeiden und Guardiola allein mit punktueller Unterstützung regieren lassen. Das Problem ist, dass die Arithmetik nicht immer aufgeht und die PP die Beziehung zu Vox managen muss, ohne dass die Abhängigkeit allzu offensichtlich wird. Nach Ansicht einiger Analysten könnte dieser Zug nach hinten losgehen und Extremadura zurück zum PSOE führen, falls der Stimmenabfluss nicht konsolidiert wird.

Das Wahlsystem und die Wahlbeteiligung unter der Lupe

Ein Forennutzer behauptete, dass die Wahlbeteiligung bei diesen Wahlen niedriger als üblich gewesen sei, was manche als Strafe für den PSOE lesen, andere als bloßes Desinteresse. Die Verteilung der Mandate, mit 36 Abgeordneten für Badajoz und 29 für Cáceres, führt dazu, dass jede Stimme in den dünner besiedelten Provinzen doppelt zählt. In der Stadt Badajoz behauptete ein Nutzer, dass sich Vox als zweitstärkste Kraft etabliert habe, und die Summe aus PP, Vox und Resten von Ciudadanos erreiche 60% in der gesamten Region. Das 1978 entworfene System steht erneut im Fokus der Kritik: Manche bezeichnen es als Müll, andere verteidigen es als Garant für die Repräsentation der ländlichen Welt.

Die Auszählung liefert ein festes Bild: Die Rechte legt zu, der PSOE verliert und Vox sitzt am Verhandlungstisch. Was nicht geschrieben steht, ist, ob Guardiola erfolgreich regieren kann, ohne von jemandem abhängig zu sein, oder ob sich stattdessen eine institutionelle Blockade in Extremadura festsetzt. Mit diesen Voraussetzungen schließt der 21. Dezember nichts ab: Er eröffnet ein neues Kapitel der Unsicherheit.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (184 Antworten).

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