Europäisches Erdgas

Deutschland hat seine Gasreserven zu 61 % gefüllt, die Niederlande zu 65 %, jeweils unter dem Niveau von 2021. Der Preis könnte den Anstieg bis August wie 2022 wiederholen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Gasreserven in Europa liegen unter dem Niveau der Krise von 2021/2022, mit Deutschland bei 61 % und den Niederlanden bei 65 %, und der Preis könnte steigen, wenn diese beiden Länder gezwungen sind, zu jedem Preis zu kaufen. Wer in einen Gas-ETF in Euro investiert, kann von der Backwardation profitieren, doch es ist ein volatiles Produkt und nicht für jedes Anlegerprofil geeignet.

Die Erdgasreserven in Europa liegen leicht unter dem Niveau, das sie während der Gaskrise 2021/2022 hatten. Der Unterschied besteht darin, dass mehrere Länder, vor allem **Deutschland** und die **Niederlande**, ihre Speicher kaum gefüllt haben. Der Füllstand beträgt in Deutschland **61 %** und in den Niederlanden **65 %**, gegenüber **79 %** in Spanien, **87 %** in Frankreich, **90 %** in Italien und **99 %** in Polen.

## Ein Winter mit halbgefüllten Speichern

Diese Zahl ist wichtig, weil Deutschland und die Niederlande die beiden größten Industrieverbraucher des Kontinents sind und am meisten Gas benötigen, um den Winter zu überstehen. Bei diesen Füllständen zwingt jede längere Kälteperiode oder jede Lieferunterbrechung sie, am Markt einzukaufen. Und wenn sie spät kaufen, zahlen sie teuer.

Die Situation erinnert an **2021**. Damals begann der Preis im **September** zu steigen und erreichte, wenig intuitiv, seinen Höchststand nicht im Winter, sondern im **August des Folgejahres**. Die Lehre daraus: Der Gasmarkt gerät nicht immer unter Druck, wenn es kalt ist, sondern wenn die Speicher ohne Puffer in die Heizsaison gehen.

## Warum der Preis steigen kann, selbst wenn Frieden herrscht

Unter Anlegern kursiert die Überlegung, dass selbst wenn der Iran-Krieg morgen enden würde, der Aufwärtstrend und das Ungleichgewicht zwischen den Ländern bestehen blieben. Deutschland und die Niederlande müssten für Gas zahlen, was es braucht, um ihre Reserven vor dem Winter aufzufüllen. Diese Nachfrage auf ein Angebot, das größtenteils aus dem Nahen Osten kommt, stützt das Argument.

## Backwardation und der in Euro notierte ETF

Wer Gas-Exposure will, ohne Futures zu kaufen, hat ein konkretes Vehikel: den **WisdomTree European Natural Gas (TTFW)**, einen in Euro notierten ETF. Sein Reiz in einem solchen Szenario ist die **Backwardation**, bei der weiter entfernte Terminkontrakte teurer gehandelt werden als der Kontrakt des nächsten Monats. Diese Differenz kann dem Produkt zugutekommen, wenn der Markt angespannt bleibt.

Es ist keine bequeme Wette. Gas ist einer der volatilsten Rohstoffe überhaupt, und ein Futures-ETF bildet den Spotpreis nicht ab: Er rollt Kontrakte weiter und kann Geld verlieren, selbst wenn Gas steigt. Bevor man in ein solches Produkt investiert, sollte man verstehen, wie es funktioniert, und einen Finanzberater konsultieren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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