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Euro-Luftdruckanlagen in Spanien: für Luft zahlen, die der nächste nutzt
Ein Euro zum Aufpumpen der Reifen und fünf Minuten, die der nächste Autofahrer nutzt. Ein 12V-Kompressor für 8,50 Euro gilt als Alternative zum bezahlten Luft an spanischen Tankstellen.
Einen Euro für Luft zahlen und zusehen, wie der nächste davon profitiert
Ein Euro. So viel kostet es inzwischen, an vielen spanischen Tankstellen die Reifen aufzupumpen, wo der alte kostenlose Kompressor durch einen Münzautomaten ersetzt wurde. Die Rechnung eines Vielfahrers ist einfach: Wenn der Automat fünf Minuten gibt und man selbst zwei braucht, fallen die restlichen drei dem nächsten Auto zu, das vorbeifährt. Man zahlt, der Nachbar atmet auf. Und so wird der Scherz von Besuch zu Besuch teurer als ein Kaffee.
Das Problem ist nicht nur der Euro. Es ist die Pilgerfahrt zur Tankstelle, das Warten hinter dem jeweiligen Auto und der Manometer, bei dem man nie weiß, ob er lügt. Daher die Versuchung, einen 12-Volt-Kompressor zu kaufen, der an den Zigarettenanzünder angeschlossen wird und es erlaubt, den Druck direkt vor der Haustür anzupassen. Es gibt sie ab 8,50 Euro auf asiatischen Plattformen bis hin zu Markenmodellen für gut zehn Pfund auf dem britischen Markt.
Lohnt sich ein Zigarettenanzünder-Kompressor oder ist das Geldverschwendung?
Die Antwort hängt davon ab, was man erwartet. Um den Druck einmal im Monat um zwei oder drei Zehntel Bar zu korrigieren, reicht ein billiger Kompressor. Dafür ist er da. Allerdings warnen manche, dass die günstigsten Modelle eine lächerlich geringe Leistung haben und ewig brauchen, um genug Luft zu bewegen. Die Erfahrung mehrerer Fahrer deutet darauf hin, dass Geräte der unteren Preisklasse nicht lange halten und weniger Druck liefern als versprochen.
Der am häufigsten geäußerte Konsens ist ein anderer: Ein anständiger Manometer ist mehr wert als der Kompressor. Mit einem zuverlässigen Messgerät kann man den Druck kalt zu Hause prüfen und dann beim Tanken nur die fehlenden Zehntel nachfüllen. Entscheidend ist, der absoluten Anzeige des Tankstellenautomaten nicht zu vertrauen, sondern sie nur als relativen Vergleichswert zu nutzen. Und immer mit kalten Reifen, denn die Wärme der Fahrbahn verfälscht die Messung.
Die kostenlose Alternative, die sich noch hält
Nicht alle Stationen verlangen Geld. Einige Ketten bieten kostenloses Luft an, und wer eine in der Nähe hat, hat es gut. Das Problem: Der Trend geht in die andere Richtung. Immer mehr Tankstellen installieren den Euro-Automaten, und wer nicht zahlen will, fährt am Ende umsonst herum. Manche pumpen an der kostenlosen Station bewusst etwas zu viel Luft und passen den Druck später zu Hause mit dem eigenen Manometer an.
Es gibt auch den Low-Cost-Weg: eine große handbetriebene Fahrradpumpe. Mit zehn Hüben gewinnt man ein paar Zehntel Bar zurück, und die Investition ist minimal. Zum vollständigen Aufpumpen taugt sie nicht, aber für die routinemäßige Pflege reicht sie. Der Nachteil ist natürlich die Anstrengung.
Stickstoff und andere Versprechen
Mitten im Gespräch taucht der Stickstoff auf, jenes Gas, das als endgültige Lösung angepriesen wird, um den Reifendruck nie wieder prüfen zu müssen. Die Realität ist weniger episch: Die Luft, die wir atmen, enthält bereits 78 % Stickstoff. Der Vorteil des Befüllens mit reinem Stickstoff ist, dass der Druck sich bei Temperaturschwankungen weniger verändert, aber prüfen muss man trotzdem. Und bei drei Euro pro Reifen hält sich die Ersparnis in Grenzen.
Lohnt sich der Kompressor für 8,50 Euro also? Wenn das Ziel ist, nicht vor die Tür zu müssen, und man den Druck regelmäßig prüft, ja. Wenn man Leistung und Langlebigkeit erwartet, nein. Wie fast alles im Leben zahlt man den niedrigen Preis irgendwo. Die Frage, die in der Luft bleibt: Wie lange dauert es, bis die Tankstellen auch für Wasser verlangen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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