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Euro in Dollar tauschen: 4 % am Schalter, nur 2 % mit der Karte
Dollar am Automaten abheben kostet 4 % am Bankschalter und bis zu 3 % am Geldautomaten; wer vor der Reise nach New York Gebühren vergleicht, spart bares Geld
Euro in Dollar tauschen, ohne dass die Gebühren die Reise auffressen
Wo tut es am wehsten, für eine New-York-Reise Euro in Dollar zu tauschen? Am Bankschalter, ganz klar. Ein Praxisbeispiel mit echten Zahlen macht es deutlich: Der Umtausch von 1.500 Euro in bar bei einer Bank wie UNNIM kostet 0,5 % Gebühr auf den Gegenwert, während die Abhebung von Dollar mit der Debitkarte im Ausland 4 % mit einem Minimum von 3 Euro kostet. Das Kleingedruckte im Gebührenverzeichnis des Banco de España (der spanischen Zentralbank) entscheidet mehr als der Tageskurs.
Auf die Frage, die sich viele Reisende bei der Planung stellen —Dollar in bar mitnehmen oder zur Plastikkarte greifen—, gibt es eine unbequeme Antwort: Keine Option ist gratis. Entscheidend ist, die am wenigsten schlechte zu wählen.
Was kostet die Abhebung von Dollar am Automaten in den USA?
Die Rechnung, die von allen, die die Reise schon gemacht haben, am häufigsten genannt wird, sieht in der Debitkarte den günstigsten Weg – allerdings nur knapp. Eine ING-Karte etwa berechnet 2 % für die Abhebung am Automaten plus 1 % für den Devisenumtausch, so die in dem Gespräch genannte Aufschlüsselung. Macht also 3 % insgesamt gegenüber 4 % für eine Abhebung am Schalter einer anderen Bank. Der Unterschied existiert, auch wenn es nur ein Prozentpunkt ist.
Der praktische Rat, der immer wiederkehrt: möglichst wenige Abhebungen tätigen. 500 Dollar auf einmal abheben und erst wieder zum Automaten gehen, wenn sie aufgebraucht sind, verhindert, dass sich die feste Gebühr pro Transaktion —die 3 Euro Mindestgebühr— vervielfacht. Bei der Banco Popular kosten Abhebungen in Euro in EU-Ländern 9 Euro, ein Wert, der eine Größenordnung für diese Gebühren liefert.
Manche behaupten, der Automat am Reiseziel biete immer einen besseren Kurs als die Bankfiliale in Spanien. Und ein nicht unwichtiges Detail: Amerikanische Geldautomaten geben Scheine über 20, 10 oder 5 Dollar aus, während man am Schalter leicht einen 100-Dollar-Schein aufgebrummt bekommt, den der Taxifahrer misstrauisch mustert.
Besser Bargeld mitnehmen oder in New York mit Karte zahlen?
Die gesammelte Erfahrung mehrerer Reisender ordnet die Optionen von gut bis schlecht. Ganz oben: die Wechselstuben am Flughafen Barajas. Danach: direktes Zahlen mit der Kreditkarte in den USA. Dann: Dollar mit der Karte im Land abheben. Und ganz hinten: „alle anderen“ – spanische Banken, Wechselstuben, US-Flughäfen und lokale Wechselbüros. Das Ranking ist nicht wissenschaftlich, trifft aber im Kern zu: Vor dem Abflug in Spanien gekauftes Bargeld ist selten die beste Option.
Die Alternative, die Gebühren komplett vermeidet: Dollar von einem Bekannten kaufen, der noch welche von einer früheren Reise übrig hat. Ein Tausch unter Privatpersonen kommt für beide perfekt heraus: Der eine spart die Rückwechselung in Euro, der andere den Umtausch in Dollar. Vorausgesetzt allerdings, man hat einen Freund mit Devisenresten – was nicht immer der Fall ist.
Lohnt es sich, Dollar als Investition zu kaufen?
Hier bricht der Konsens auseinander. Die Idee, Dollar zu horten und auf eine Aufwertung gegenüber dem Euro zu warten, hat Befürworter und Gegner. Der Skeptizismus gewinnt: Manche sehen den Dollar noch „ganz, ganz lange“ an Wert verlieren und keinen Anzeichen einer Erholung. Als Anlage verlangt es jedenfalls ein Fremdwährungskonto, das jede Bank anbieten kann, ohne dass ein Wertpapierdepot nötig ist.
Die Umtauschgebühr fällt in beide Richtungen an. Wer heute Dollar kauft und sie morgen wieder verkauft, wird zweimal von der Bank gebissen – das frisst jeden Gewinn, wenn die Bewegung nicht groß ist. Bei 1.000 Euro kann die Geld-Brief-Spanne eine scheinbar einfache Transaktion in einen Glaubensakt verwandeln.
Das Kleingedruckte, das niemand liest
Das Gebührenverzeichnis des Banco de España ist das Dokument, das Annahmen entkräftet. Jede Bank legt ihre Gebühren selbst fest und aktualisiert sie mit konkretem Datum. Das besprochene Praxisbeispiel —UNNIM mit 0,5 % am Schalter und 4 % bei Abhebungen— ist nicht universell, zeigt aber die Spanne. Vergleichen vor dem Tauschen ist kein Oma-Rat: Es ist der einzige Weg zu wissen, ob die New-York-Reise nicht mit einer unnötigen Mautgebühr beginnt.
Am Ende hat die Eingangsfrage eine Antwort: Euro in Dollar zu tauschen, ohne über den Tisch gezogen zu werden, ist möglich – aber es erfordert, das Kleingedruckte zu lesen, weniger Abhebungen zu tätigen und, wenn möglich, den Schalter zu meiden. Wunder gibt es eben doch nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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