EU-Plan für null Emissionen bei Immobilien ab 2030

Diskussion über EU-Vorschlag zur Null-Emissionspflicht für Verkauf und Vermietung ab 2030, mit Sanierungskosten bis zu 30.000 Euro pro Wohnung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Debatte um die Forderung nach null Emissionen bei Kauf oder Miete von Wohnungen

Die Europäische Union schlägt vor, dass ab 2030 alle Gebäude, die verkauft oder vermietet werden, einen sehr geringen Energieverbrauch haben, mit erneuerbaren Energien versorgt werden und keine direkten CO2-Emissionen verursachen sollen. Der Vorschlag, der sich noch in der Entwurfsphase befindet, hat eine Debatte darüber ausgelöst, wer die Kosten für die Renovierungen tragen wird. In Spanien, wo der Großteil des Gebäudebestands alt ist, schätzen einige Teilnehmer die Kosten auf mehr als 20.000 Euro pro Wohneinheit. Die Angst vor einer Verkaufswelle, bevor die Norm in Kraft tritt, lastet schwer auf dem Markt.

Die Kosten der Sanierung: bis zu 30.000 Euro pro Wohnung

Wie die Wirtschaftspresse berichtet, wird der europäische Text vorschreiben, dass Gebäude zum Verkauf oder zur Vermietung einen nahezu null Energieverbrauch aufweisen und mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. In der Praxis bedeutet dies tiefgreifende Renovierungen: Fassadendämmung, Austausch der Fenster, Ersetzung der Heizkessel und in vielen Fällen die Installation von Solaranlagen. Berechnungen einiger Eigentümer sprechen von Gemeinschaftskosten zwischen 20.000 und 30.000 Euro pro Wohneinheit. Ein Betrag, der für eine Wohnung aus den siebziger Jahren in verarmten Stadtteilen den Marktwert der Immobilie selbst übersteigen kann.

Die Frage ist, wer diese Ausgabe übernehmen wird. Einige argumentieren, dass der aktuelle Eigentümer haftet, während andere darauf hinweisen, dass die Kosten über die Preise an Käufer oder Mieter weitergegeben werden. Was niemand bestreitet, ist, dass die Norm, falls sie so angewendet wird, die Struktur des Marktes verändern wird.

Wer zahlt die Gemeinschaftskosten für die Energieeffizienz?

Das Profil des durchschnittlichen spanischen Eigentümers ist nicht das eines professionellen Investors. Es handelt sich um Privatpersonen, die ein oder zwei Wohnungen geerbt haben und nicht über die Liquidität verfügen, um eine Renovierung von 30.000 Euro zu finanzieren. Die Logik des Marktes legt nahe, dass viele vor der Zahlung lieber verkaufen werden. Und wenn alle gleichzeitig verkaufen, fallen die Preise.

Dieses Szenario wird für 2027 und 2028 von einigen erwartet: ein massives Angebot an alten Wohnungen ohne Energieausweis, das die Preise nach unten drückt. Dies ist jedoch keine einstimmige Prognose. Dem entgegen stehen Analysen, die daran erinnern, dass auch Neubauten durch die neuen Standards teurer werden, was den Preisverfall begrenzt. Zudem bleibt die Nachfrage in den großen Städten stark genug, um das Überangebot aufzunehmen.

Die Falle der europäischen Fördermittel

Die Next Generation Fonds wurden als Lösung zur Finanzierung dieser Renovierungen präsentiert. Laut einigen Debattenteilnehmern decken sie bis zu 70 % der Kosten ab. Das Problem liegt jedoch im Maßstab: Spanien verfügt über Millionen von renovierungsbedürftigen Wohnungen. Diese Hilfen auf alle Eigentümer alter Wohnungen in Spanien, Portugal, Italien oder Griechenland auszudehnen, ist zumindest fragwürdig.

Die in bestimmten Kreisen insinuierte Alternative ist beunruhigender: Der Staat übernimmt die Renovierung und behält sich das Nutzungsrecht oder das Eigentum vor. Eine Art versteckte Enteignung, die bisher offiziell von niemandem bestätigt wurde.

Das Präzedenzfallbeispiel Elektroauto

Der Vergleich mit der Automobilindustrie ist unvermeidlich. Die EU setzte ein Datum für das Ende der Verbrennungsmotoren, musste dieses aber aufgrund fehlender Infrastruktur und gesellschaftlicher Ablehnung immer wieder anpassen. Bei Gebäuden könnte Ähnliches passieren: Fristen werden verlängert, Anforderungen gelockert und die Branche passt sich letztlich durch Aufschübe an.

Unterdessen rechnen Eigentümer mit mehreren Immobilien bereits ihre Optionen durch. Einige haben begonnen zu verkaufen, andere warten. Die Unsicherheit, wie immer, zahlen diejenigen, die es sich nicht leisten können zu warten.



Schlüsselzahlen:
  • Geschätzte Gemeinschaftskosten pro Wohneinheit: zwischen 20.000 und 30.000 Euro
  • Fördermittel aus EU-Fonds: bis zu 70 % der Kosten
  • Zeithorizont der Norm: 2030
  • Kritischer Zeitraum für den Markt: 2027-2028

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (168 Antworten).

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