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Ester Expósito wählt Hollywood: Spaniens Kino geht leer aus
Ester Expósito erklärt, ihr Profil passe besser zur amerikanischen als zur spanischen Filmbranche – und löst damit die Debatte über Abwanderung und staatlich subventioniertes Kino neu aus.
Ester Expósito und der Hollywood-Schein: Talent oder Subventionsmarkt
Was hat Hollywood, was Spanien nicht hat? Im Fall von Ester Expósito: alles – Markt, Größe und ein Starsystem, das aus Gesichtern Marken macht. Die Schauspielerin, die durch ihre Rolle als Carla in Élite berühmt wurde, erklärte, ihr Profil «könne sogar besser zur amerikanischen als zur spanischen Industrie passen».
Der am 31. August veröffentlichte Satz hat eine Wunde wieder aufgerissen, die das spanische Kino zu ignorieren versucht: die Abwanderung von Talenten in die USA. Manche halten das für die vernünftigste Entscheidung überhaupt, weil Hollywood in Dollar und globaler Sichtbarkeit bezahlt. Andere erinnern daran, dass dort Schauspielerinnen mit deutlich besserem Lebenslauf Kaffee ausschenken und dass Aussehen Türen öffnet, die sich später von selbst wieder schließen.
Expósito selbst räumt ein, dass sie in Spanien noch Aufgaben hat, doch der Titel hat den Schaden bereits angerichtet. Die Reaktionen, viele davon offen feindselig, sind nicht nur Netz-Cruelty: Sie zeigen die Unsicherheit einer Branche, die zum großen Teil von öffentlichen Subventionen lebt und mit ansieht, wie ihre Stars abheben, sobald sie können.
Vielleicht braucht Hollywood Ester Expósito gar nicht. Fest steht: Das spanische Kino brauchte jemanden, der es laut ausspricht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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