Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Espinar verbindet das Ende der europäischen Rechten mit der Straße
Ramón Espinar ist überzeugt, dass die Proteste in Madrid, Paris, Bari, Marseille und Rom das Ende der europäischen Rechten ankündigen. Kritiker halten dagegen, dass die…
Espinar verbindet das Ende der europäischen Rechten mit der Straße
Die These ist gewagt: Die europäische Rechte befindet sich bereits im Niedergang – und zwar nicht an der Wahlurne, sondern auf der Straße. Das behauptet der Analyst Ramón Espinar in einem Beitrag, in dem er die Proteste in Madrid, Paris, Bari, Marseille und Rom als Beginn des Endes eines politischen Zyklus deutet. „Das Volk ist zurück, die Linke ist zurück“, lautet sein Fazit. Statt die Debatte zu beenden, eröffnet die Aussage eine unbequeme Diskussion darüber, was das Ende eines Zyklus eigentlich bedeutet – und wer das feststellt.
Das Problem, so die Kritiker, sei, dass die Rechte weder in Frankreich noch in Spanien regiert. Wenn der Zyklus nicht begonnen hat, kann er kaum enden. Die verbreitetste Lesart unter den Kritikern: Die Diagnose verwechselt Wunsch und Prognose. Die Linke verliert in der Europäischen Union seit Langem an Boden, und die Straße wählt nicht immer mit.
Welchen Zyklus sagt Espinar, der endet?
Die Argumentation des Beitrags ist geografisch statt wählerisch. Er zählt Städte auf – Madrid, Paris, Bari, Marseille, Rom – als Beweis für eine Unzufriedenheit, die sich auf der Straße äußert und seiner Ansicht nach eine politische Wende ankündigt. Wahldaten, Sitze oder Umfragen liefert er nicht. Nur das Bild der Proteste und ein Schluss: Die Linke ist zurück.
Dieses Fehlen von Zahlen ist der erste Riss. Ein politischer Zyklus misst sich an Ergebnissen, nicht an Fotos. Und der Beitrag selbst räumt ein, dass die kommenden Wahlen nicht die letzten des Sanchismo (der politischen Ära des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez) sein werden – was die Debatte auf rutschiges Gelände stellt: Wenn der Zyklus der Rechten nicht begonnen hat, welcher Zyklus endet dann?
Der Einwand, den niemand beantwortet: Regieren ist nicht protestieren
Der häufigste Einwand zielt auf eine Verwechslung der Ebenen. Dass die Rechte weder in Frankreich noch in Spanien an der Regierung ist, bedeutet nicht, dass sie keinen Einfluss hat – aber es rechtfertigt auch nicht, ihr Ende zu verkünden. Manche halten dagegen, dass tatsächlich der Zyklus der Linken sich erschöpft, die in weiten Teilen der EU seit Langem moribund ist.
Der Kontrast ist aufschlussreich. Ein Beitrag feiert die Rückkehr des Volkes; die Antworten sprechen von Realitätsverlust und erwarten eine größere Wahlniederlage, als die Linke ahnt. Zwei Erzählungen, die weder Diagnose noch Daten teilen.
Die Gefahr, die Straße wie eine Wahlurne zu lesen
Die Diskussion verlagert sich auf raueres Terrain. Ein Teil der Antworten argumentiert, dass Straßengewalt der patriotischen Rechten eher Stimmen bescheret als sie zu schwächen. Das ist die These der stillen Bestrafung: Jedes Bild der Verwüstung wird zum Wahlkampfangriff für den Gegner. Und es wird gewarnt, die Wirkung könne das Gegenteil dessen sein, was der Beitrag ankündigt.
Mit den verfügbaren Mitteln lässt sich die Debatte nicht entscheiden. Das einzige Überprüfbare: Die Prognose wurde ohne Zahlen aufgestellt, und die überwiegende Antwort bestreitet sie. Die europäische Politik hat in den Jahren oft widerlegt, wer das Transparent mit der Stimmenauszählung verwechselt.
Bleibt abzuwarten, ob die Zeit denen recht gibt, die in jeder Demonstration das Ende eines Zyklus sehen. Im Moment ist die Vorhersage genau das: eine Vorhersage.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (16 Antworten).
22 von 29 Staaten könnten Spanien aus dem Schengen-Raum suspendieren: Der spanische Sender SER nennt es eine Falschmeldung, doch die Bedrohung ist real
Marcos de Quinto und Ramón Espinar lieferten sich eine angespannte Fernsehdebatte über die spanische Wirtschaft, wobei ihre Argumente analysiert wurden.
Ein fitnessbesessener Influencer reiste nach Ceuta, Spanien, und kehrte aus Angst vor Katabolismus ohne Proteine um. Ein Migrant: 'Wir sind Hunger nicht gewohnt'.
Ein Bismarck zugeschriebenes, aber apokryphes Zitat nährt die These, Spanien werde geopfert. Konkurrenz um Beamtenstellen und Gesundheitsversorgung als Schlachtfeld.