Erster PC: 30 Minuten Modem und Spiele für 300 Pesetas

Ein 486 DX 33 kostete 250.000 Pesetas, die Internetnutzung war auf 30 Minuten begrenzt. So sah der Alltag vor dem Web aus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Erster PC: 30 Minuten Modem und Spiele für 300 Pesetas
Der erste Heimcomputer: Ein 486 DX 33 für 250.000 Pesetas

Ein Nutzer erinnert sich an einen Preis von etwa 250.000 damaligen Pesetas für einen 486 DX 33. Dies war das Eintrittsgeld in die häusliche IT-Welt, lange bevor „erster Computer“ dasselbe bedeutete wie heute. Zuvor gab es Spectrum, MSX, Commodore 64, Amstrad und gebrauchte Klone; danach folgten Pentium, VGA-Karten und ein Modem, das klang wie eine kaputte Kaffeemaschine. Die Archäologie des technischen Konsums liegt in diesen Kisten, nicht in den Broschüren.

Was man mit einem Computer vor dem Internet machte

Zunächst einmal spielen. Dann Büroanwendungen: An einen Rechner der Achtziger wurden Matrixdrucker angeschlossen — Typenrad- oder Nadeldrucker, die Punkt für Punkt druckten, ähnlich wie alte Bankauszüge — und Textverarbeitungen wie Wordstar oder Datenbanken wie dBase II liefen. Für die Zeit alles.

Es gab auch Lernsoftware. Mehr als eine Generation lernte Tier, Pflanze oder Mineral vor einem grünen Phosphorschirm, in Pilotprogrammen, die einige Schulen erreichten, bevor jemand an echte Computerräume dachte.

Und Programmierung. BASIC war bei fast allem im Startbildschirm enthalten: Commodore 64, MSX, Spectrum. Zeitschriften veröffentlichten Listings ganzer Spiele, die Zeile für Zeile eingetippt werden mussten und mit Glück nach intensivem GOTO 100 starteten. Ein einziger Tippfehler und die ganze Arbeit war umsonst.

Encarta, Corel Draw und der geschenkte Pinball

Der Sprung ins Wohnzimmer erfolgte mit Software, die man nicht kaufte: sie wurde geerbt. Encarta kam als Geschenk der Eltern beim Kauf des Systems; ein Nutzer weiß nicht mehr, warum er Corel Draw hatte, das vielleicht verschenkt wurde; ein Programm zum Erstellen von Einladungen war vorinstalliert. Videospiele kamen oft mit einer Zeitung: Broken Sword mit einer Kopfzeile, El Mundo’s Pinball auf einer anderen Diskette. Die erste digitale Bibliothek vieler Haushalte entstand durch Promotion-Aktionen.

Die tatsächliche Nutzung dieser Maschinen war anders. Ohne Internet füllte sich der Nachmittag mit MS-DOS-Spielen, Basteln an Windows 3.0 und dem manuellen Notieren von Befehlen aus einem Handbuch, das heute urzeitlich wirkt. Das Update auf MS-DOS 6.0 wurde als häusliches Ereignis erinnert.

Von der Kassette zu 30 Minuten Modem: Die Ökonomie der Verbindung

Vor der Festplatte gab es Kassetten. Spiele wurden von Band zu Band kopiert und funktionierten manchmal; Raubkopien wurden auf Flohmärkten für 300 Pesetas verkauft, und der Verkäufer verlangte 25 oder 50 mehr, wenn er das Cover handkoloriert hatte. Wenn der Ladevorgang abbrach und ein SYNTAX ERROR erschien, ging es 40 Minuten später wieder los.

Als das Internet kam, war es rationiert. In einem Haushalt wurden Minuten gekauft — oder so erzählte man es den Kindern — und aufgeteilt: 30 Minuten Verbindung pro Abend für einen und weitere 30 für den Bruder. Das Modem quietschte beim Verbinden. Das Erste, was man mit diesem Fenster tat, war Chatten auf lokalen Websites; dann kamen Messenger, Soulseek, Fotolog und ein Versuch einer persönlichen Seite mit Frontpage, die nie online ging.

Die Gefahr lag nicht im Inhalt. Es war der Dialer: Pop-up-Fenster, die bei falschem Schließen die Verbindung zu einer 906-Nummer umleiteten und den Spaß auf der Telefonrechnung hinterließen. Cyber-Cafés, Vorläufer der öffentlichen Telefonecken, dienten als Download-Punkte, wenn zu Hause keine Leitung vorhanden war.

Programmierten alte Maschinen besser?

Hier wird die Erinnerung zur Diskussion. Eine Gruppe behauptet, Hardware-Limitierungen hätten zur Feinjustierung gezwungen: Assembler, Low-Level, jedes Byte zählte, und deshalb öffnete sich Wordperfect vor dreißig Jahren schneller als heute MS-Word. Die andere Seite antwortet, dass Leistung schlechte Programmierer versteckte und dass das „Hello World“ eines aktuellen Frameworks 500 MB groß ist und zwei Stunden Video zur Erklärung braucht.

Niemand bestreitet die Vergleiche bei Speicher und CPU. Was diskutiert wird, ist, was damit gemacht wurde. Ein 286 mit 12 MHz hatte laut Nutzern eine Verarbeitungsqualität — Gehäuse, Monitor, Tastatur —, die sich heute nicht wiederholt.

Das Ironischste ist, dass ein Teil dieses Materials immer noch läuft. Es gibt IBM PS/2 und MSX-Rechner der Achtziger, die laut Besitzern über dreißig Jahre später noch funktionieren, während ein System von 2010 bereits nicht mehr auf die letzte Version seines Betriebssystems aktualisiert werden kann.

Der Hintergrundwert, eine 500 GB Festplatte für 13,67 Euro gegenüber den 250.000 Pesetas eines 486, lässt wenig Raum für reine Nostalgie.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (237 Antworten).

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