Ernährungsberater bringt Klienten nicht zum Abnehmen

Ein Nutzer berichtet von anderthalb Monaten Diät ohne Gewichtsverlust. Das Forum diskutiert über Ernährung, Stoffwechsel und Willenskraft.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ernährungsberater bringt Klienten nicht zum Abnehmen
Ernährungsberater bringt Klienten nicht zum Abnehmen

Anderthalb Monate bezahlte Beratung, drei Termine, zwei verschiedene Diätpläne und kein Gramm weniger auf der Waage. Dies ist der Fall, der die Diskussion eröffnet: Ein Mann geht zu einer von Bekannten empfohlenen Ernährungsberaterin, hält sich strikt an den Plan – kein Brot, kein Zucker, keine Softdrinks, kein Alkohol, keine Süßgebäckstücke, stattdessen Salate, gegrilltes Hähnchen oder Truthahn, Gemüse und Obst sieben Tage die Woche – und geht hungrig ins Bett. Die Fachkraft hatte ihm 1,5 bis 2 Kilo pro Woche versprochen. Das Ergebnis: etwas Volumen verloren, identisches Gewicht. Seine eigene Schlussfolgerung lautet, dass Ernährungsberatung eine weitere Pseudowissenschaft sei, vergleichbar mit Psychologie.

Die Enttäuschung löst eine breitere Debatte darüber aus, ob klinische Ernährung eine wissenschaftlich fundierte Disziplin oder ein Geschäft mit wiederkehrenden Beratungen ist. Einige vertreten die Ansicht, das Problem liege nicht am Beruf, sondern am Patienten: Ohne Willenskraft helfe keine Methode, ähnlich wie beim Rauchen aufhören. Andere weisen auf falsche Erwartungen hin: Zwei Kilo pro Woche abzunehmen sei nicht haltbar und kontraproduktiv; vernünftig seien eher zwei Kilo pro Monat. Eine dritte, härtere Strömung bestreitet die Notwendigkeit grundsätzlich: Bei all den verfügbaren Informationen im Internet sei der Gang zum Ernährungsberater etwas für „tief sitzende Idioten und Faulpelze“.

Warum das Gewicht trotz weniger Essen nicht sinkt

Die häufigste Erklärung im Austausch ist die Körperkomposition (Body Recomposition). Wenn der Körper gleichzeitig Fett verbrennt und Muskeln aufbaut, kann das Gewicht auf der Waage gleich bleiben, während die Kleidung lockerer sitzt. Ein Teilnehmer schildert dies anhand seiner eigenen Erfahrung: Drei Monate strenge proteinreiche Diät und tägliches Training, exakt das gleiche Startgewicht, aber die alten Hosen fallen herunter und die T-Shirts sitzen weiter. „Ich habe Fett gegen Muskeln getauscht“, fasst er zusammen. Ein anderer ergänzt, dass es gesünder sei, stark zu sein als dünn, und dass es sinnvoller sei, die Fettpolster schwinden zu sehen, als sich auf die Zahl auf der Waage zu fixieren.

Die zweite verbreitete Hypothese ist hormoneller Natur. Kalorien reduzieren und trotzdem nicht abnehmen deutet für manche auf einen langsamen Stoffwechsel, ein hormonelles Ungleichgewicht oder sogar Schilddrüsenunterfunktion hin. Auch das Wiederaufleben des Candida-Pilzes im Darm wird als häufige Ursache bei Menschen genannt, die nicht abnehmen können, und es wird erwähnt, dass einige Ernährungspraxen zunächst diesen Zustand behandeln. Nichts davon wird als endgültige Diagnose dargestellt; es sind Vermutungen, die die Teilnehmer selbst relativieren.

Das Geschäftsmodell der Beratung und Vorauszahlungen

Der wirtschaftliche Aspekt taucht früh auf. Der Betroffene hat im Voraus ein Paket für fünf Sitzungen bezahlt und gibt zu, dass er darauf wartet, es aufzubrauchen, um der Fachkraft, die ihm die Diätpläne stellt, deutlich zu machen, dass sie solche Dinge unterlassen soll. Die Struktur der Vorauszahlung macht die Beziehung schwer zu beenden, auch wenn die Ergebnisse ausbleiben, und mehrere Kommentare ironisieren das Modell: Ein Ernährungsberater könne 50 Euro pro Sitzung verlangen, sodass dem Kunden das Geld ausgehe, um sich im Supermarkt Brötchen zu kaufen.

Die grundlegende Kritik richtet sich nicht nur gegen den Preis, sondern gegen das Fehlen einheitlicher Standards. Es wird behauptet, dass ein Ernährungsberater genau das Gegenteil eines anderen sagen könne und dass die meisten noch an Glaubenssätzen von vor 25 Jahren festhielten. Laut dieser Strömung verliert der Patient mit großer Anstrengung und Hunger Gewicht, nimmt aber sofort wieder zu, sobald er nachlässt – oft mehr als vorher –, weil sich seine Muskel-Fett-Relation verschlechtert hat.

Was laut erfolgreichen Abnehmern funktioniert

Hausmittel-Rezepte häufen sich. 90 % der Mehlprodukte weglassen: 7 Kilo in wenigen Monaten verloren, so ein Zeugnis. Eine andere Person berichtet von 10 Kilo Verlust zwischen April und Juli durch Diät und Heimtraining: eine Klimmzugstange im Flur, eine Stufe im Bad, fünf Klimmzüge täglich, zwanzig Kniebeugen und dreißig Ausfallschritte pro Bein. Zehn Minuten am Anfang, später mehr. Die zugrunde liegende Idee ist, dass ein Fitnessstudio nicht zwingend nötig ist und dass das Kaloriendefizit über jedem ketogenen Trend steht.

Fetter Fisch erscheint als wiederkehrende Empfehlung: Sardinen, Makrele, Thunfisch, Lachs, Dorade. „Iss dich voll mit Fisch, damit wirst du nicht dick, im Gegenteil“, sagt ein Kommentar. Ein anderer relativiert dies, indem er darauf hinweist, dass Zuchtlachs mit Futtermitteln aus Ostseefisch gefüttert werde und seine orange Farbe durch synthetisch pulverisierte Krebstiere erzielt werde. Diese Warnung entkräftet die Empfehlung nicht, wirft aber Zweifel an der Produktqualität auf.



Fetter Fisch, intermittierendes Fasten, Knochenbrühe, Ketose, reines Kaloriendefizit. Jede Strömung hat ihre Formel und ihre Prediger. Was keine davon erklärt, ist, warum jemand, der die Diät buchstabengetreu befolgt, immer noch gleich viel wiegt. Liegt es am Stoffwechsel, an der Waage, am Profi oder am Patienten?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (141 Antworten).

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