Wirklich für 10 € pro Woche essen: Der Warenkorb reicht nicht
Eine Packung Linsen der Eigenmarke für 0,75 € pro 500 Gramm, ein Kilo Reis für 0,68 € und Schweinehackfleisch für etwa 5 € pro Kilo. Mit diesen drei Preisen lässt sich die Basis für eine Woche Essen eines Erwachsenen legen, sofern dieser bereit ist, vier- bis fünfmal Linsen zu essen. Genau hier beginnt das Problem: Wie oft kann man denselben Teller wiederholen, bevor es aufhört, nahrhaft zu sein?
Das Experiment wurde mit festen Regeln geplant. 10 € für sieben Tage, ein erwachsener Person von 30 Jahren, mindestens drei Mahlzeiten täglich sowie Strom, Leitungswasser, Öl und Salz im Budget enthalten. Die Rotation musste helles und rotes Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Nudeln und Eier umfassen. Einkäufe erfolgten bei großen Ketten, mit Ausnahme des Gemüses, das bei Obst- und Gemüsehändlern gekauft wurde, um Angebote für bald ablaufende Ware zu nutzen.
Die erste Erkenntnis kam vor dem Kochen: 10 € pro Woche reichen nicht aus. Die zweite war eine Anpassung, kein Aufgeben: 20 € alle zwei Wochen beginnen, realistisch zu wirken.
Hülsenfrüchte und Reis: Günstig, aber Portionsgröße beachten
Hier tritt das erste Missverständnis jedes knappen Budgets auf. Der Kilopreis ist lächerlich – Linsen der Eigenmarke für 0,75 € pro halbes Kilo, Reis für 0,68 € –, aber die Verpackung ist nicht für eine Person gedacht. Eine Packung reicht für vier oder fünf Gerichte. Wer allein lebt, muss entweder immer dasselbe essen oder Lebensmittel wegwerfen, was stillschweigend jedes Budget sprengt.
Nudeln und Reis spielen in derselben Liga: Ein halbes Kilo Nudeln kostet rund 50 Cent, ein halbes Kilo Basmati-Reis ähnlich viel. Das Problem ist nicht der Preis, sondern die Monotonie. Drei Tage hintereinander dasselbe zu essen, führt am schnellsten dazu, das Experiment hinzuschmeißen.
Fleisch: Hier stimmt die Rechnung nicht
Umfragen bei Metzgereien und Supermärkten zeigen unbequeme Daten. Das günstigste Hackfleisch ist Schweinehack, etwa 5 € pro Kilo, mageres Fleisch unter 4 €. Ein Nutzer berichtete, galizisches Rinderhack für 3,50 € pro Kilo gesehen zu haben, einen Preis, den er selbst und andere Teilnehmer anzweifelten und empfohlen, die Etiketten auf den Schalen genau zu prüfen. Vorsicht geboten ist, wenn das Produkt außerhalb der Sichtweite verpackt wird; besser ist es, das Hacken direkt vor Ort zuzusehen.
Huhn ist das andere Schlachtfeld. Ein ganzes Bio-Huhn für 2,99 € pro Kilo kann günstiger sein als einzelne Brustfilets, die an einigen Theken für 6 € pro Kilo verkauft werden, obwohl sie bei Abnahme von zwei Kilo auf 4,50 € fallen. Die Zerlegung eines 1.905-Gramm-Huhns ergab 1.732 Gramm verwertbares Fleisch: 660 g Brust, 334 g Keule und Unterkeule sowie 680 g Knochen und Flügel, wobei Knochen für Suppe für 1 € pro Kilo angeboten wurden. Innereien – Leber, Nieren, Hirn, Blut, Pfötchen – und Abschnitte mit nahem Verfallsdatum, die bis zur Hälfte reduziert und eingefroren werden, sind laut Nutzern sehr rentabel.
Fisch, Eier und Milchprodukte: Die Liste der Cent-Beträge
Blauer Fisch ist der billige Einstieg: Sardinen, Anchovis und Muscheln, wobei ein Kilo Muscheln um einen Euro kostet. Der Rest setzt sich aus einer Liste zusammen, die in Cent gelesen wird: Dose Kichererbsen oder vorgekochte Linsen für 0,44 €, ein Dutzend Eier für 1,15–1,20 €, Frischkäse (200 g) zwischen 50 und 80 Cent, geschnittene Hähnchenbrust (400 g) für 1,83 €, Surimi-Sticks für 0,99 €, Thunfischdosen für 0,80 €, zwei Liter Milch für 1,20 €, Naturjoghurt gezuckert für 0,84 € für sechs Stück, Toastbrot zwischen 0,80 und 1,19 €, Salat und Tomate für 0,60 € und eine Packung Tomatensauce für 0,20 €.
Mit diesen Komponenten argumentieren einige, dass die richtige Verteilung tierischen Proteins zwei Tage Fleisch und einen Tag Fisch sein sollte, und dass das Budget bei dieser Häufigkeit bereits nicht mehr ausreicht.
Kosten, die nicht auf dem Bon stehen: Zeit, Menge und Kochen
Ein Teil der Ersparnis ist im Regal unsichtbar. Mehl für 0,6 € pro Kilo ermöglicht hausgemachtes Brot, dessen Zutatenkosten bei etwa 36 Cent pro Kilo liegen; fertiger Joghurt kostet 0,14 € pro Stück, nach Meinung eines Nutzers, der argumentiert, dass Fertigprodukte manchmal lohnender sind als Selbstgemachtes. Kartoffeln machen den Unterschied durch Mengenrabatte wie kaum etwas anderes: Ein Nutzer erinnerte sich daran, dass ein 10-Kilo-Sack auf dem lokalen Markt für 2 € zu haben war, also 20 Cent pro Kilo, verglichen mit etwa 80 Cent pro Kilo für die 5-Kilo-Tüte im Supermarkt.
Das Muster wiederholt sich: Je größer die Verpackung, desto günstiger das Kilo. Und hier liegt das Grundproblem. Wer allein lebt, erhält keine Mengenrabatte, kauft keine ganzen Stücke und amortisiert keinen Gefrierschrank. Wie eine Teilnehmerin bemerkte, kaufen drei Personen mit 30 € besser – mehr Vielfalt, weniger Verschwendung – als eine Person mit 10 €. Zum Geld kommen Stunden Kochen und Fahrzeit hinzu: Der Euro für die billigste Burger-Frikadelle entspricht drei selbstgemachten Burgern, aber jemand muss sie zubereiten.
Billig essen ist nicht schlecht essen, aber auch nicht kostenlos
Die Meinungen spalteten sich in zwei Lager. Auf der einen Seite behaupten einige, eine Ernährung basierend auf Stärke und Hülsenfrüchten sei fast schon Junkfood und dieses Muster habe langfristig negative Folgen. Auf der anderen Seite entgegnen andere, dass Hülsenfrüchte Ballaststoffe und Protein zum Schnäppchenpreis liefern und ihr Verzicht ein Fehler sei. Die vernünftige Warnung gilt auf beiden Seiten: Hier gibt es keine medizinische Beratung, nur Berechnungen.
Auch die unbequeme Referenz tauchte auf. Manche erinnern daran, dass es soziale Essensausgaben und Tafeln gibt, wo man für null Euro isst. Andere weisen darauf hin, dass Lebensmittel extrem günstig sind und die Zubereitung teuer: Der Unterschied zwischen dem Kauf von Kartoffeln und dem Kauf von Chips ist der Unterschied zwischen Ernährung und dem Kauf von Zeit.
Am Ende ist die Zahl, die verwirrt, nicht der Hühnerpreis. Es ist die Tatsache, dass das Experiment begann, um zu prüfen, ob zehn Euro ausreichen, und endete mit einer Neuformulierung auf zwanzig Euro, ohne dass sich die Einkaufsliste geändert hätte. Der Abstand zwischen den beiden Zahlen schließt sich nicht im Supermarkt. Er schließt sich in Kochstunden, die niemand zählt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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