Balay wirbt mit spanischer Herkunft, fertigt aber in der Türkei

Balay vermarktet sich als spanische Marke, doch Geschirrspüler werden in der Türkei und Waschmaschinen in Polen hergestellt, obwohl das Unternehmen zur deutschen BSH-Gruppe gehört.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Balay wirbt mit spanischer Herkunft, fertigt aber in der Türkei
Balay bewirbt spanische Produkte, montiert Geschirrspüler jedoch in der Türkei

Manche Marken verkaufen sich allein über ihr Label. Seit Jahrzehnten druckt Balay die Begriffe Spanien, Zaragoza und nationales Produkt in seine Werbung. Das Problem entsteht, wenn man im Geschäft einen Geschirrspüler kauft, die Verpackung liest und etwas anderes findet: Made in Turkey. Daneben stand bei einem Siemens derselben Gruppe —BSH Hausgeräte— Deutschland. Dies führte zu Verwirrung: Ein als deutsch gekaufter Bosch wurde in Spanien hergestellt, während ein als spanisch verkaufter Balay aus der Türkei kam.

Bosch wird in Zaragoza gefertigt, Balay in der Türkei und Siemens in Deutschland

Das Paradoxon hat eine industrielle Logik. BSH vereint Balay, Bosch, Siemens und Neff unter einem Dach, und die Fabriken der Gruppe konkurrieren untereinander um jede Produktionslinie. Laut Erklärungen, die online kursieren, produziert das türkische Werk günstiger und erhält daher ganze Referenzen. Das Ergebnis ist ein irritierendes Bild: Das Gerät, das als deutsch verkauft wird, stammt aus Aragón, und das als aragonesisch verkaufte stammt aus der Türkei. Das Label zeigt nicht mehr den Ursprung an, sondern das Marketing.

Das Phänomen beschränkt sich nicht auf Geschirrspüler. Eine vor wenigen Wochen gekaufte Balay-Waschmaschine trug die Aufschrift Made in Poland. Manche behaupten, bestimmte Referenzen seien generische Basismodelle, die von Beko montiert und mit dem jeweiligen Logo versehen werden, eine übliche Praxis in der Branche. Die Türkei, so heißt es, fertige Eigenmarken für einen großen Teil Europas.

Das Werk in Zaragoza bleibt offen, stellt aber keine Geschirrspüler mehr her

Hier liegt der Teil, der die einfache Erzählung der vollständigen Verlagerung ins Ausland widerlegt. Das Werk in Aragón schloss nicht. Es arbeitet weiterhin täglich, investiert in F&E, beschäftigt eigenes Personal und kooperiert kontinuierlich mit der Universität Zaragoza. Was sich geändert hat, ist das Produkt. Geschirrspüler wurden dort vor etwa fünf Jahren eingestellt; Induktionsfelder und Backöfen übernahmen, da sie bessere Margen bieten als Geschirrspüler.

Das bedeutet: Es gab keinen Abbau, nur eine Substitution. Aus Sicht eines Zulieferers der Gruppe wird die Entscheidung als Schritt zur Rentabilität beschrieben, nicht als reine Kostensenkung. Dies entkräftet teilweise die weit verbreitete Idee, dass alles ins Ausland geht, weil Arbeitskräfte billiger sind, und hinterlässt ein unbequemes Bild: Das Werk, das sich als spanisch rühmte, steht noch, produziert aber eine andere Pueblerino.

Kundendienst zählt mehr als das Land auf dem Aufkleber

Die Diskussion wandte sich schnell dem Punkt zu, der Käufer wirklich ärgert: Defekte ohne Reaktion. Die Berichte divergieren stark. Ein kompakter Geschirrspüler stirbt nach fünf Jahren ohne Ersatzteile. Eine komplette Bosch-Küche erfordert mehrere Technikerbesuche, während ein billiger türkischer Kühlschrank ohne Beanstandungen hält. Umgekehrt erhält jemand, der wegen einer defekten Kettensäge anruft, das Gerät innerhalb von zwei Tagen abgeholt und repariert zurück.

Das entstehende Muster hängt nicht von der Flagge ab. Es hängt vom technischen Dienst und der Verfügbarkeit von Teilen ab. Alte Geräte von Marken, die nicht mehr das sind, was sie einmal waren —ein AEG der 90er hielt länger als 25 Jahre; eines nach dem Gruppenwechsel erreichte keine fünf— zeigen laut diesen Berichten, dass die Qualität nicht durch ferne Fertigung sinkt, sondern durch Entscheidungen über die Lebensdauer des Geräts.

Wer bezahlt die nationale Erzählung?

Der Kern des Problems ist klassisch: Man fordert Fertigung in Spanien und kauft dann zum Preis derer, die in der Türkei produzieren. Die Werbung der heimischen Marken und ihre Tarifverträge passen nicht ganz zusammen. Manche kritisieren, dass die Gehälter seit einem Jahrzehnt eingefroren sind, während die Muttergesellschaft Gewinne verbucht, mit laufenden Verhandlungen und zeitweiligen Maßnahmen auf dem Tisch. Das Fabrik bleibt in Zaragoza. Das Label hingegen nicht.

Die Analyse scheitert genau hier: Wenn die Produktion durch interne Margen zwischen Werken derselben Gruppe bestimmt wird, was bleibt dann vom Ursprung als Kaufargument? Der Aufkleber antwortet. Der Geldbeutel weniger.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (123 Antworten).

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