Ernährung für 20 € im Monat: Pulverbrei und Billigwürste

Kartoffelpüree-Pulver für 30 Cent pro Tüte und Würste für 33 Cent: So isst man einen Monat lang für etwa 20 Euro. Der Haken liegt bei der Gesundheit.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ernährung für 20 € im Monat: Pulverbrei und Billigwürste
Sättigung mit 20 € im Monat: Vom Reis zum Püree-Pulver

Ein ganzer Monat Essen für den Preis eines Samstagabends. Das ist die Herausforderung: 0,55 Euro täglich für Würste und 0,40 Euro für Brot, was monatlich 16,50 Euro bzw. 12 Euro ergibt. Die runde Zahl im Titel —20 € für ein volles Magengefühl— ist keine Übertreibung: Sie entsteht durch Multiplikation des Wurstpreises mit 30 Tagen und Aufteilung eines 4-Euro-Brotes auf drei belegte Brote. Die Frage ist nicht, ob es geht. Sondern zu welchem Preis.

Am offensichtlichsten ist die ernährungsphysiologische Falle. Ein Kilo echte Hühnerwurst kostet rund 10 Euro. Was für Cent gekauft wird, ist etwas anderes: rekonstruiertes Protein, Stärke, Wasser und Konservierungsstoffe. Das sind weder Würste noch Brot, lautet die meistgegebene Antwort. Die Ironie kommt von selbst: Um als Sparfuchs zu gelten, rechnet man nicht einmal die Einkaufsliste richtig.

Was kann man für 20 Euro im Monat essen?

Die Rechnung beschränkt sich nicht nur auf Würste. Es kommt Kartoffelpüree-Pulver hinzu: Eine Packung für 1,19 Euro enthält vier Tüten, also 30 Cent pro Tüte. Mit 850 Millilitern Wasser —kalt, ohne Herd, um weiter zu sparen— ergibt das ein Kilo Brei, eine vollständige Mahlzeit. Dreißig Tüten im Monat kosten 9 Euro. Addiert man eine Blisterpackung billiger Würste à 33 Cent, landet man bei 63 Cent pro Tag. Wenig mehr als 18 Euro im Monat, um nicht hungrig zu sein.

Und manche gehen noch tiefer. Ein Kilo Reis kostet etwa einen Euro und reicht für die ganze Woche. Trockene Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Brot vom Vortag bilden die historische Basis der Subsistenz: Porridge im Westen, Reis im Osten, garniert —laut einem anderen Kommentar— mit einem erlegten Vogel, wenn die Grundbesitzer nicht hinschauen. Der Scherz hat jahrhundertealte wirtschaftliche Hintergründe.

Aber billig essen ist nicht gleich gut essen. Die schärfste Kritik kommt nicht aus dem Geldbeutel, sondern aus der Perspektive: Essen ist billig, gutes Essen ist teuer. Mit wenig Geld füllt man den Magen; mit wenig Geld deckt man nicht ab, was ein Körper über ein Leben hinweg braucht. Dieser Satz ordnet alle folgenden Unstimmigkeiten.

Der Warenkorb, der aufgeht: 14,70 Euro

Neben der Püree-Rechnung steht eine Alternative mit mehr gesundem Menschenverstand. Für 20 Euro in einem Discounter bleibt Spielraum, um den ganzen Monat warm und abwechslungsreich zu essen: Reis, braune Linsen, weiße Bohnen, dazu Chorizo, gesalzener Speck und ein Stück Schinken für den Geschmack der Eintöpfe. Die detaillierte Summe —die man vollständig lesen sollte, Posten für Posten— beläuft sich auf 14,70 Euro, mit Platz für ein ganzes, zerlegtes Huhn.

Der Schlüssel dieses Warenkorbs ist nicht die Menge, sondern das Kochen. Für zwei Tage vorkochen, Portionen einfrieren, den großen Topf nutzen und Reste in der Mikrowelle erwärmen, um den teuren Stromherd nicht anzuschalten. Die reale Ersparnis liegt nicht darin, das Billigste zu kaufen, sondern darin, niemanden fürs Kochen zu bezahlen.

Wie viel gibt jemand aus, der alles isst?

Die genannten Budgets zeichnen eine beredte Skala. Manche behaupten, fast einen Monat mit 80 Euro auszukommen, andere liegen bei einem Durchschnitt von 120 Euro im Monat ohne Verzicht, und wieder andere meinen, mit 150 Euro monatlich sei reichlich gedeckt: Kartoffelgerichte an zwei Tagen pro Woche, ein Kilo Hähnchenbrust —für unter fünf Euro pro Kilo—, geschmorte Hülsenfrüchte, etwas Fisch, Obst, Joghurt und Wintersuppen, die nur wenige Cent kosten. Am anderen Ende gesteht jemand, 30 Euro am Tag auszugeben.

Die Spanne reicht somit von 20 bis 150 Euro monatlich: ein Faktor von sieben. Niemand bestreitet, dass der Unterschied auf dem Teller sichtbar ist. Diskutiert wird, ob dieser Unterschied wirklich zählt.

Ist eine Subsistenzdiät nachhaltig?

Hier ist der Konsens unbequem. Wer von Reis und Hülsenfrüchten gelebt hat, weiß, dass der Körper durchhält, aber nicht kostenlos. Sich von billigen Kohlenhydraten zu ernähren, führt gleichzeitig zu Übergewicht und Mangelernährung; die Gesundheit leidet und, wie ein Beitrag warnt, es könnte kein Zurück geben. Intervallfasten taucht als Rechtfertigung für Sparsamkeit auf: Wenn man weniger isst, gibt man weniger aus und nimmt auch noch ab. Die Quadratur des Hungerkreises.

Demgegenüber verteidigt eine andere Strömung, dass billiges Kochen nicht Monotonie bedeuten muss. Linsen mit Chorizo, Gemüsepfanne aus Resten —mit einer Handvoll Reis zur Streckung der Portion und Ergänzung des Proteins—, gebratener Schweinehals oder Fajitas aus Resten zeigen, dass die Küche der Subsistenz Abwechslung zulässt. Das Problem ist nicht die Nahrung, sondern die Zeit und das Wissen, sie zuzubereiten. Auch der Trick, Eintöpfe vakuumverschlossen in Gläsern einzukochen, indem kochende Speisen eingefüllt und das Glas gedreht wird, damit der Dampf beim Abkühlen kondensiert und den Deckel verschließt, wird erwähnt.



Am Ende bleibt eine unbequeme Frage offen: Wenn es technisch möglich ist, für 20 Euro im Monat zu essen, warum tun es dann fast niemand?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (173 Antworten).

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