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Energiezerstörung im westlichen Russland und sibirischer Separatismus
Ukrainische Angriffe auf russische Energieinfrastruktur westlich des Urals verschonen Sibirien. Ist das eine Strategie, um den Separatismus zu schüren? Eine datenbasierte Analyse.
Ukrainische Angriffe westlich des Urals zielen auf den Kern der 'sibirischen Frage'
Die Bombardierung der russischen Energieinfrastruktur konzentriert sich westlich des Urals und lässt das riesige Sibirien praktisch unberührt. Eine strategische Lesart deutet an, dass dies nicht nur logistische Gründe hat – die natürliche Barriere und der Wunsch, China nicht zu verärgern –, sondern ein bewusstes Manöver ist, um den Separatismus einer Region zu befeuern, die sich laut manchen Analysen nie ganz russisch gefühlt hat.
Der sibirische Faktor im Abnutzungskrieg
Sibirien, ein multiethnisches Territorium mit einer Bevölkerung aus Mongolen, Jakuten, Tuwinern, Ukrainern, Kasachen und Russen, besitzt eine eigene Identität: Viele bezeichnen sich als „Sibirier“ und stellen dies über ihre ethnische Herkunft. Gezielte Angriffe könnten darauf abzielen, dass die Sibirier sich, weil der Krieg sie als nur das europäische Russland betreffend empfinden, von Moskaus Kriegsanstrengung distanzieren. Das deutet auf einen Prozess ähnlich der Unabhängigkeit der amerikanischen Kolonien hin, wo die Ferne zur Metropole und der Steuerdruck zum Bruch führten.
Gegenargumente: Die Loyalität Sibiriens zu Russland
Allerdings kollidiert die Vorstellung eines starken separatistischen Gefühls mit den Erfahrungen derer, die in der Region gelebt haben. Sibirische Russen betrachteten sich als das authentischste Russland, das ethnisch reinste, und die lokalen Minderheiten seien klein und friedlich. Es gibt auch keine Belege dafür, dass die ukrainische Diaspora in Sibirien sich mit dem heutigen ukrainischen Staat identifiziert, und die Russen ukrainischer Abstammung im europäischen Russland – bis zu 9 Millionen – bleiben Moskau treu.
Eine Prognose mit Vorbehalten
Wenn sich der Krieg in die Länge zieht und Moskau von Sibirien mehr Ressourcen verlangt, gewinnt die Analogie zu anderen Imperien an Gewicht, die an ihrer Peripherie zerbrachen – von der UdSSR bis zu den Kolonialreichen. Doch die sibirische Identität als Grundlage einer echten Unabhängigkeit bleibt eine offene Frage. Vorerst ist die Energiezerstörung im Westen eine Tatsache; die sibirische Scheidung eine unbestätigte Hypothese.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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