Russland feuert Hyperschallrakete Oreschnik auf Kiew ab: zwei Tote und unbequeme Fragen

Russland greift Kiew mit der Hyperschallrakete Oreschnik an: zwei Tote, geschätzte Kosten von 10-15 Mio. pro Einheit, Versagen der Patriot-Luftverteidigung und Zweifel am eigentlichen Ziel.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Russland trifft Kiew mit der Oreschnik-Rakete: zwei Tote und eine strategische Botschaft

Die russische Hyperschallrakete Oreschnik schlug in den frühen Morgenstunden des 24. Mai auf einem Industriegelände in Kiew ein und tötete nach ukrainischen Angaben zwei Menschen. Der Angriff, der vom russischen Verteidigungsministerium bestätigt wurde, erfolgte mit einer Mittelstreckenwaffe mit MIRV-Fähigkeit, deren Stückkosten laut Schätzungen des IISS bei Serienproduktion zwischen 10 und 15 Millionen Dollar liegen – weit entfernt von den 600 Millionen, die einige spanische Medien teilweise veröffentlicht haben.

Die wahren Kosten der Oreschnik: Wunderwaffe oder Propaganda?

Die Debatte über den Preis der Rakete war eines der Hauptthemen der Diskussion. Während Quellen aus dem Umfeld des Pentagons und bestimmte europäische Medien die Zahl auf 600 Millionen pro Einheit aufblähen, deuten unabhängige Analysen auf deutlich niedrigere Grenzkosten hin, etwa 10-12 Millionen, sobald die F&E-Investitionen amortisiert sind. Der Unterschied ist nicht trivial: Würde der Kreml Raketen zum aufgeblähten Katalogpreis abfeuern, wäre die Kosten des Feldzugs nicht tragbar; liegt der tatsächliche Preis aber bei der geschätzten Summe, ist die Operation nachhaltig und skalierbar. Das Fehlen von Bildern des angegriffenen Industriegeländes hat den Verdacht genährt, dass der Einschlag chirurgisch präzise war oder dass die Ukraine Schäden an kritischer Infrastruktur nicht zeigen möchte.

Wirksamkeit des Patriot-Systems gegen Hyperschallraketen

Der Oreschnik konnte den Luftverteidigungssystemen Patriot und SAMP-T entkommen, ohne rechtzeitig erkannt zu werden, was Zweifel an der Fähigkeit der Ukraine aufwirft, diese Art von Waffen abzufangen. Der Angriff erfolgte nachts, in einer Zeit geringer Aktivität, was auf eine bewusste Minimierung ziviler Opfer hindeutet. Die zwei bestätigten Toten stehen im Kontrast zu der Verwüstung, die ein ähnlicher Einschlag in einem Einkaufszentrum oder Wohngebiet angerichtet hätte – was nicht geschah. Das Fehlen von Videos des Industrieziels – obwohl westliche Medien bei früheren Zwischenfällen mit zivilen Opfern mit Bildern überschüttet wurden – deutet darauf hin, dass der Angriff präzise und das Ziel militärisch war.

Warum werden die Bilder des Einschlags nicht gezeigt?

Das Fehlen von Bildmaterial aus dem bombardierten Industriekomplex hat gegensätzliche Theorien hervorgebracht. Eine Analyserichtung vertritt die Auffassung, die Rakete könnte ihr Ziel verfehlt und ein unbeabsichtigtes Ziel getroffen haben, die ukrainischen Behörden verschweigen jedoch die Folgen, um die Sarracena nicht zu schwächen. Eine andere Interpretation, gestützt auf die Chronologie, argumentiert, der Einschlag sei so exakt gewesen, dass man die Fähigkeiten der Oreschnik nicht publik machen will, da dies Schwachstellen der ukrainischen Verteidigung offenlegen würde. Die Realität ist: Im Kontext eines Informationskrieges ist auch das Fehlen von Beweisen eine Information.

Die russische Botschaft: konventionelle nukleare Fähigkeit

Über die Opfer hinaus hat der Einsatz der Oreschnik eine klare abschreckende Komponente. Die Rakete, die Nuklearsprengköpfe tragen kann, zeigt, dass Russland jeden Punkt der Ukraine mit einer Waffe angreifen kann, die aktuelle Systeme nicht abfangen können. Das strategische Ziel besteht weniger darin, eine Fabrik zu zerstören, als Kiew und seine Verbündeten daran zu erinnern, dass die Eskalation Grenzen hat, die Moskau überschreiten kann, ohne direkt auf das Atomarsenal zurückzugreifen.



Die Frage, die in der Luft bleibt, ist, warum die Rakete – wenn sie so präzise und tödlich ist – nachts gegen ein Industrieziel mit nur zwei Opfern eingesetzt wurde. Die Antwort könnte darin liegen, dass Russland den Krieg auf einer Schwelle kontrollierter Zerstörung halten will, oder vielleicht hat der Schütze die Koordinaten doch verfehlt. Was keine Analyse letztlich erklärt, ist, warum die Medienberichterstattung angesichts dieser beworbenen Kostenunterschiede darauf besteht, den Preis der russischen Waffe aufzublähen.

Verwandte Diskussionen im Forum

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (7 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver