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Endesa sperrt Strom für sechs Wochen wegen unbewiesenem Betrugsvorwurf
Ein Kunde blieb fast sechs Wochen ohne Strom und sollte rund 1.800 Euro für einen angeblichen elektrischen Betrug zahlen, der nie bewiesen wurde.
Ein Baustromzähler, ein falscher Betrugsverdacht und sechs Wochen Dunkelheit
Ein Techniker entfernte den provisorischen Baustromzähler eines neu fertiggestellten Hauses in der Nähe von Sevilla und ließ eine direkte Verbindung ohne Zähler zurück. Er nannte dies „vorläufig“, bis der endgültige Zähler komme. Laut dem Betroffenen wurde diese Installation zum Beweis eines angeblichen Betrugs, den kein Techniker je mit Unterlagen belegen konnte. Das Ergebnis: Fast sechs Wochen ohne Versorgung, eine Forderung von etwa 1.800 Euro für Verbrauch sowie drohende Bußgelder zwischen 1.000 und 1.500 Euro.
Der Fall zeigt eine klassische Asymmetrie. Der Netzbetreiber besitzt das Netz, vermutet Betrug, während der Kunde wartet.
Interne Warnung stoppte die Installation des endgültigen Zählers
Die Abfolge begann mit einer Routineanfrage. Der Eigentümer beantragte den endgültigen Zähler und wies darauf hin, dass dieser gleichzeitig installiert werden müsse, da der Kühlschrank am Baustromzähler hänge. Man gab ihm 20 Tage Frist, obwohl die Vorschriften laut seiner Aussage nur 10 Tage vorsehen.
Nach zehn Tagen erschien ein Techniker, nicht zur Installation, sondern zur Kontrolle. Er sagte, die Installation sei „nicht klar“, konnte aber keinen Grund nennen. Er prüfte mit dem Elektriker, ob der Eingangsstrom mit dem Zähler übereinstimmte – keine Ableitung – und ging ohne Dokumente zu hinterlassen. Intern dokumentierte er jedoch einen Betrugsverdacht. Die Akte für den neuen Zähler wurde eingefroren, ohne dass der Kunde es zunächst wusste.
Die „vorläufige“ Verbindung führte zur Anschuldigung
Nach Ablauf der Frist schlugen die Büros vor, die Abmeldung des Baustromzählers zu bearbeiten, was schneller gehe. Wenige Tage später kam ein zweiter Techniker, um ihn zu entfernen, hatte aber keine Anweisung für den neuen Zähler. Da die Büros nicht erreichbar waren, schlug er eine Lösung vor: Zähler entfernen, eine vorläufige direkte Verbindung herstellen und die Tage anteilig abrechnen.
Dies war der Kern des Konflikts. Am nächsten Tag inspizierte ein dritter, grauhaariger Techniker die Fassade, teilte aber nichts mit. Der Vertragsantrag wurde wegen „versuchten Betrugs“ ausgesetzt. Der Betroffene behauptet, die Genehmigung des ersten Technikers für die Verbindung aufgenommen zu haben.
Warum Energieversorger an Betrugsaufdeckung interessiert sind
Hier kommt die entscheidende Zahl ins Spiel. Der Nutzer fand im BOE vom 30. Dezember 2013, Seite 106635, Kapitel XI, unter dem Titel „Anreiz zur Betrugseindämmung“: Der Staat zahlt den Versorgern 20 % des aufgedeckten Betrugs in den Folgejahren. Dies macht jede Inspektion zu einer Einnahmechance.
In diesem Rahmen wird die Mechanik verständlich: Der Techniker, der keinen Betrug sah, entsperrte die Akte nicht; wer ihn meldete, löste eine finanzielle Forderung aus. Dem Unternehmen fehlt nicht der Grund, sondern die Akte.
Stromkosten für Tage ohne Strom
Nach mehreren Wochen räumte Endesa ein, dass kein Betrug mehr vorliege („Neubewertung“), verlangte aber 95 Euro für eine „Regularisierung“ vor der Neuvertragserteilung. Der Zähler kam erst nach fast sechs Wochen, nach einer unangekündigten Sperre.
Dann die Rechnung: über 300 Euro für den „geschätzten“ Verbrauch während der Zeit ohne Stromversorgung. Die ironische Schlusspointe: Strom berechnen, wenn es keinen gab.
FACUA, Ministerium und Radiobeitrag
Der Betroffene wandte sich an FACUA (spanische Verbraucherschutzorganisation), die erklärte, der Strom dürfe bis zur Klärung der Ansprüche nicht gesperrt werden, sowie ans Industrieministerium, wo er eine vollständige Dokumentation einreichte. Ein Elektromechanikingenieur mit Erfahrung bei Sevillana-Endesa empfahl im Radio, direkt zum Ministerium zu gehen. Er berichtete auch bei Canal Sur Radio und bereitet nun die Schadensquantifizierung vor.
Niemand hat bisher bewiesen, wer dieses Chaos verursacht hat oder ob es Fahrlässigkeit war. Verifizierbar ist nur die Arithmetik: ein provisorischer Zähler, drei Techniker, null Beweise für Betrug und sechs Wochen Dunkelheit.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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