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Eltern in Madrid bauen brennende Barrikaden, um Kinder nicht abzugeben
Ein Paar in Carabanchel, Spanien, hielt drei Pflegekinder drei Wochen lang gefangen und versteckte sie hinter brennenden Barrikaden in einem Schrank.
Eltern in Madrid bauen brennende Barrikaden, um Kinder nicht abzugeben
Was passiert, wenn der Staat das Sorgerecht für drei Minderjährige entzieht und die Eltern beschließen, dass die einzige Lösung darin besteht, sich mit ihnen einzuschließen? Im Madrider Stadtteil Carabanchel hielt ein Paar seine Kinder — im Alter von 3, 6 und 9 Jahren — drei Wochen lang in der Calle Antonio Antoranz 11 versteckt. Die Mutter hatte das Sorgerecht aufgrund von Drogenabhängigkeit verloren, und die Minderjährigen befanden sich in einer von der Comunidad de Madrid (der Regionalregierung) betreuten Einrichtung in Villa de Vallecas. Der Vater hatte sie während eines genehmigten Besuchs mitgenommen.
Als die Beamten der Municipal Police (Stadtpolizei) den Aufenthaltsort ausfindig machten und die freiwillige Herausgabe forderten, reagierten die Bewohner mit einer Barrikade aus Matratzen, einem potenziell gefährlichen Hund und, als die Tür durch einen Rammbock nachgab, Feuer. Die Feuerwehr löschte den Brand. Die Kinder wurden versteckt in einem Schrank gefunden und mussten wegen Rauchgasinhalation vom SAMUR (Notarztdienst) behandelt werden. Beide Erwachsenen wurden wegen illegaler Freiheitsberaubung festgenommen.
Verschwörungstheorie als Vorwand: Schwarze Magie für Soros
Die Geschichte, die die Mutter auf Facebook veröffentlichte, sprach nicht von Sucht. Sie sprach von einer „satanischen Gesellschaft“, die ihr drei Kinder gestohlen habe, um „schwarze Magie für Soros auszuüben“, wobei Beamte der Municipal Police und „eine Sozialarbeiterin von Podemos“ (einer spanischen Partei) die Schlüsselfiguren seien. „Wir leben in einem Land, in dem Kindesentführung legalisiert ist“, schrieb sie. „Jeder würde vor einem Staat fliehen, der seine Kinder als Geiseln hält.“
Während des Zugriffes postete sie zwanghaft: „Heute wird in den Nachrichten stehen, wie sie meine Familie getötet haben. Sie kamen zu meinem Haus und sagten, ich solle die Kinder geben, die unter der Obhut der Comunidad de Madrid stehen. Sie werden sie wohl getötet haben und wollen die Leichen in mein Haus bringen.“ Laut Polizeiquellen zeigte sie beim Verbringen in das Streifenfahrzeug ein wütendes und gewalttätiges Verhalten und griff die Beamten sogar an.
Ist Entführung dasselbe wie Entzug des Sorgerechts?
Hier hört die Angelegenheit auf, eine skurrile Anekdote zu sein, und wird zu einem Streit über die Grenzen staatlicher Intervention. Ein Teil der Analyse behauptet, dass der rechtliche Rahmen die Begriffe vertauscht: Die Eltern entführen nicht, sondern die Verwaltung und die Jugendheime sind diejenigen, die die Kinder aus ihren Familien reißen. Es wird argumentiert, dass es Großeltern und Tanten oder Onkel gibt — Alternativen im familiären Umfeld, die fast immer einer Einrichtung vorzuziehen sind, die nur das letzte Mittel sein sollte. Zudem wird daran erinnert, dass es in Spanien nachgewiesene Fälle von Ausbeutung von Pflegekindern gibt.
Gegen dieses Argument spricht der klinische Befund: Das Sorgerecht wurde nicht aus administrativer Willkür entzogen, sondern aufgrund eines schweren Drogenabhängigkeitsproblems. Die Diskussion drehte sich darum, ob eine Person in diesem Zustand in der Lage ist, eine komplexe Verschwörungstheorie zu formulieren, oder ob der Konsum sie im Gegenteil jeglicher logischen Vernunft unfähig macht — eine Debatte, die sich mit der Diskussion über elektronische Rezepte und Medikamentenabhängigkeit im öffentlichen Dienst überschneidet.
Ein Präzedenzfall, den niemand sehen will
Der Fall weckte Erinnerungen an frühere Episoden. Es wurde das Beispiel Godella angeführt, wo eine Frau beschuldigt wurde, ihre Kinder zu opfern, damit sie nicht von vermeintlichen Illuminaten gefasst würden — ein Beispiel dafür, dass der Cocktail aus Verschwörungstheorie und staatlicher Vormundschaft bereits Tragödien ausgelöst hat. Auch der Fall Juana Rivas und die Anweisungen der Sozialdienste oder die kontroversen Aussagen einer Verantwortlichen, wonach „Kinder nicht den Eltern gehören“, wurden zur Sprache gebracht.
Das Gespräch weitete sich auf das gesamte System zum Schutz Minderjähriger aus: Regionen mit dokumentierten Ausbeutungsfällen, überlastete Zentren und der (unverifizierte) Verdacht, dass der Staat gegenüber Minderjährigen räuberisch agiert, um sie ihren Familien zu entziehen. Dem wird entgegnet, dass es auch Verurteilte wegen Korruption gibt, was das Justizsystem jedoch nicht invalidiert.
Drei Wochen ohne Schule und ein Schrank
Das materielle Ergebnis des Vorfalls ist einfach zusammenzufassen: Drei Kinder im Alter von 3, 6 und 9 Jahren verbrachten drei Wochen ohne Schulbesuch und ohne das Haus zu verlassen. Als die Tür nachgab, waren sie in einem Schrank versteckt. Sie inhalierten Rauch. Sie wurden vom SAMUR versorgt und in die betreute Einrichtung zurückgebracht. Ihre Eltern wurden festgenommen.
Die Frage, die bleibt, ist nicht, ob die Mutter im Unrecht war — was sie war —, sondern wie viele Fälle wie dieser im Stillen brauen, während das Schutzsystem weiterhin ein schwarzes Loch bleibt, über das nur gesprochen wird, wenn eine Barrikade brennt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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