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Elektrospeicherheizung: Zweifel am Nachttarif
Eine Speicherheizung lädt und gibt Wärme gleichzeitig ab: Wer um 22 Uhr nach Hause kommt, hat keine gespeicherte Wärme. Die Wärmepumpe schneidet beim Kosten-pro-Watt-Verhältnis besser ab.
Speicherheizung: Nachts laden lohnt sich nicht immer
Ein Zeittarif macht aus einer Speicherheizung keine Spartmaschine. Das ist der Schluss, den man zieht, wenn man die Funktionsweise dieser Geräte in Ruhe betrachtet: Der Speicher mit Keramikziegeln heizt schon beim Laden, nicht erst beim Abgeben der Wärme, und wenn der Nutzer genau dann nach Hause kommt, wenn die Niedertarifzeit beginnt — im Winter um 22 Uhr —, steht er vor einem Gerät, das Strom zum reduzierten Preis verbraucht, aber noch nichts gespeichert hat. Die Eingangsfrage ist einfach: Hat es Sinn, die Installation eines Speichers zu bezahlen, wenn die nutzbare Wärme gerade dann gebraucht wird, wenn der Strom am teuersten ist?
Was ist eine Speicherheizung und wie funktioniert sie?
Eine elektrische Speicherheizung ist im Kern ein Block aus feuerfestem Material, der sich in den Niedertarifstunden aufheizt und diese Wärme über den Tag hinweg langsam abgibt. Die Logik klingt einleuchtend: Man kauft nachts günstige Energie und nutzt sie, wenn der Strom dreimal so viel kostet. Das Problem: Das Gerät unterscheidet nicht zwischen Speichern und Abgeben. Während des Ladens heizt es den Raum bereits. Und wenn die Niedertarifzeit um 22 Uhr beginnt, hat der Nutzer, der zu dieser Stunde heimkommt, keine gespeicherte Wärme: Er hat einen Heizkörper, der gerade erst anfängt zu arbeiten.
Manche halten es für sinnvoll, das Laden zwischen 6 und 12 Uhr zu legen, um das letzte Stück der Niedertarifzeit zu nutzen, damit die gespeicherte Wärme Nachmittag und Nacht abdeckt. Andere meinen, wenn das Haus tagsüber leer ist, gehöre mittags nicht geheizt und das Gerät dürfe auskühlen. Die Diskussion offenbart ein Paradox: Der Speicher arbeitet am besten, wenn niemand zu Hause ist.
Was kostet eine Speicherheizung und welche Alternativen gibt es?
Der Preis der Speicherheizungen taucht im vorliegenden Material nicht auf, wohl aber ein aufschlussreicher Hinweis: Auf der Website eines großen Baumarkts findet man keine Speicherheizungen, nur Ölradiatoren und Konvektoren. Diese Abwesenheit sagt viel über den Markt aus. Der Speicher ist ein Produkt zur festen Installation, sperrig und teuer, das im Nachteil gegenüber tragbaren und günstigen Lösungen konkurriert.
Die Alternative, die zunehmend Anhänger findet, ist die Wärmepumpe. Das Argument ist thermodynamisch: Eine in eine Wärmepumpe investierte elektrische Wattstunde erzeugt ungefähr dreimal so viel Wärme wie dieselbe Wattstunde in einem Heizwiderstand. Alles, was auf Widerstandsheizung basiert — Ölradiatoren, Ziegelspeicher, Quarzheizgeräte —, ist mittelfristig deutlich teurer, selbst wenn das Gerät selbst billiger ist. Der Trick liegt im Anschaffungspreis, nicht im Verbrauch.
Der Nachtzähler und die Uhr, die niemand ansieht
Die Installation eines Zeitzählers wirft praktische Fragen auf, die im Vertrag selten geklärt werden. Woher weiß der Zähler nach einem Stromausfall, wie spät es ist? Elektronische Modelle haben eine Backup-Batterie und in manchen Fällen eine Fernaktualisierung von der Zentrale. Die alten mechanischen Zähler hatten eine externe analoge Uhr, die man nie anfasste: Die offizielle Zeitumstellung wurde über den Tarifplan gelöst, nicht über die Uhr. Die einstündige Verschiebung im März und Oktober ist irrelevant, solange die Minuten stimmen.
Die praktische Folge: Der Nutzer kontrolliert nichts davon. Das tut der Versorger. Und der Versorger hat keinerlei Anreiz zu erklären, wann sich das Laden des Speichers lohnt.
Das unbequeme Fazit
Unter diesen Vorzeichen ist zu erwarten, dass die Speicherheizung gegenüber der Wärmepumpe weiter an Boden verliert — überall dort, wo sich eine installieren ließe. Nur in Wohnungen ohne Umbauarbeiten und mit stark genutztem Nachttarif könnte ein programmierbarer Ölradiator Sinn ergeben. Wer aber erwartet, dass der Zeittarif aus einer Speicherheizung ein Schnäppchen macht, wird enttäuscht: Die günstigste Wärme ist die, die nicht per Widerstand erzeugt wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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