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El Corte Inglés schließt weitere Filiale: 18 Standorte in fünf Jahren
Das Hipercor am Méndez Álvaro in Madrid schließt am 29. Februar und wird abgerissen. Branchenmedien zählen 18 Schließungen in fünf Jahren.
El Corte Inglés schließt das Hipercor am Méndez Álvaro
Das Hipercor von El Corte Inglés am Méndez Álvaro im Madrider Stadtbezirk Arganzuela macht am 29. Februar endgültig zu. Das Unternehmen will das Gebäude abreißen und an seiner Stelle zwei Bürotürme errichten und versichert, die betroffenen Mitarbeiter in anderen Häusern der Gruppe unterzubringen. Wer die Firma verfolgt, wundert sich nicht über die Nachricht: Das Geschäft war seit Wochen nicht mehr als Abholpunkt für Online-Bestellungen gelistet – ein Signal, das im Thread als endgültige Ankündigung gelesen wurde.
Warum schließt das Hipercor am Méndez Álvaro?
Als Grund wird ein immobilienwirtschaftlicher, kein kaufmännischer genannt. El Corte Inglés will das Gebäude abreißen und durch zwei Bürotürme ersetzen. Über das Grundstück kursiert zudem eine im Diskurs verbreitete Version: Der Bau habe die Vorgaben des Stadtplanungsrechts überschritten, und genau dieser Überschuss habe den Abriss endgültig ins Rollen gebracht. Das sollte man mit Vorsicht genießen, denn das Unternehmen hat dazu öffentlich nichts im Detail erklärt.
Auf dem Papier steht dagegen der Arbeitskalender. Wenn die Schließung am 29. vollzogen wird, ist von einer Kündigungsfrist von rund fünfzehn Tagen die Rede – ein knappes Zeitfenster, das erklärt, warum die Nachricht vor der offiziellen Bestätigung nur [I>tröpfchenweise[/I] durchsickerte.
El Corte Inglés summiert 18 Schließungen in fünf Jahren
Der Fall Méndez Álvaro ist kein Einzelfall. Nach den Aufstellungen, auf die die Branchenpresse verweist, hat das Unternehmen in den letzten fünf Jahren 18 Standorte geschlossen. Die Pandemie entfachte einen perfekten Sturm: das erste negative Ergebnis der Firmengeschichte, ein ungewöhnlicher Stellenabbau (ERE, ein spanisches Abbauprogramm) nach über hundert Jahren Bestehen und ein strategischer Plan bis 2026, um eine längst unhaltbar gewordene Struktur zu verschlanken. Die Gruppe akzeptiert, dass sie nicht mehr einer der größten Arbeitgeber des Landes sein will.
Der Aufschwung des Onlinehandels und die Bürde der Großfläche
Der Kunde ist nicht verschwunden: Er ist umgezogen. Im Thread wird argumentiert, dass Amazon und der E-Commerce einen Großteil des Verkehrs verschlungen haben, der diese Flächen füllte – vor allem bei Textilien und Elektronik. Der Supermarkt bleibt als letztes Standbein, und das reicht nach derselben Lesart nicht aus. Die Klimatisierung gigantischer Gebäude mit ganzen leeren Etagen wird zum vernichtenden Fixkostenfaktor: Manche beschreiben diese Zentren als Hallen, die kaum ihre eigene Energierechnung tragen. Es ist kein Problem, das nur El Corte Inglés betrifft; einige Foristen sehen Conforama bereits in der Liste der nächsten Einschnitte.
Granada, Valencia und die Namen, die für die nächste Schließung kursieren
Die Madrider Schließung hat eine Welle von Gerüchten ausgelöst. Ein Standort in Andalusien soll im Visier sein, mit Granada als Hauptkandidatin: Es geht sowohl um das Hipercor an der Arabial als auch um das in Genil. In Valencia richten sich die Blicke auf die Supercor-Filialen. Auch die Outlets der Gruppe stehen auf der Liste. Keiner dieser Orte ist offiziell bestätigt; es sind Hinweise, Leaks und Schätzungen, mit der Warnung, dass der Aderlass nicht aufhören wird. Der Schneeball rollt bereits von allein.
Was passiert mit den betroffenen Mitarbeitern?
Das Unternehmen besteht auf Versetzungen. Das Argument funktioniert, wenn es nahegelegene Zentren gibt, und gerät genau dann ins Wanken, wenn die Schließung daran liegt, dass die Gegend nichts mehr hergibt. Parallel wächst die Lesart derer, die in jeder Schließung einen Schub zur öffentlichen Verwaltung oder zur Arbeitsmigration sehen, und die derer, die warnen, dass das Modell der Großfläche, wie wir es kannten, gezählt hat.
Die politische Lesart: vom Mindestlohn zur Schließung von Standorten
Im Thread ironisierten einige, den Totenschein auf die Erhöhung des Mindestlohns und die Arbeitszeitverkürzung auszustellen. Diese These sollte man von den Zahlen getrennt betrachten: Ein Hypermarkt schließt nicht wegen des Mindestlohns seiner Kassiererinnen, sondern weil sein Grundstück als Büro mehr wert ist oder weil der Kunde zum Bildschirm abgewandert ist. Ursachen zu vermischen klingt gut in einer Schlagzeile und erklärt wenig.
Die beunruhigende Zahl ist nicht diese Schließung, sondern ihr Kontext: 18 Zentren in fünf Jahren und das Gefühl, schwer zu widerlegen, dass die Liste noch nicht zu Ende geschrieben ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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