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El Corte Inglés: 'eher Parkhaus als Kaufhaus'
Ein Nutzer behauptet, das spanische Warenhaus El Corte Inglés sei in die Ecke gedrängt und 'eher Parkhaus als Kaufhaus', während andere seinen Service und seine Sauberkeit verteidigen
El Corte Inglés ist toll, aber inzwischen eher Parkhaus als Geschäft
El Corte Inglés bleibt ein Zufluchtsort. Sauber, ordentlich, hell beleuchtet, mit gutem Essen im Café der obersten Etage. Das ist das Erste, was man über ein Warenhaus sagt, das seit Jahren sein Urteil hört: Es sei abgehängt worden. Die Szene, mit der das Gespräch beginnt, ist eine Reise nach Valencia, ein langer Aufenthalt im Kaufhaus und das Versprechen, wiederzukommen. Nichts Heroisches. Und genau da liegt der Schlüssel: Der Wert von El Corte Inglés liegt nicht mehr darin, was es verkauft, sondern wie es verkauft.
Die vorherrschende These ist für die Marke unbequem. Nach Ansicht eines Nutzers war El Corte Inglés unschlagbar, als es der einzige Ort war, an dem man sein Geld zurückbekam und alles unter einem Dach fand. Heute bietet das Zentrum jeder Stadt ein riesiges Angebot an Geschäften, und der Onlinehandel drückt von unten. Das Ergebnis sei, so diese Analyse, ein Gebäude, das immer mehr einem Parkhaus mit Supermarkt gleicht: Man fährt mit dem Auto bis ins Kaufhaus, kauft für 35 Euro ein und parkt zwei Stunden gratis.
Der Kunde, der schaut, statt zu kaufen
Es gibt einen Typ, der das Gegenteil mit Ironie behauptet: derjenige, der hereinkommt, um Schaufenster zu betrachten, und mit einer Tüge hinausgeht. Das Einkaufserlebnis wird als ein Vermögenswert verteidigt, der sich online nicht kopieren lässt. Das Lächeln der Verkäuferin, die Beratung, zwei Wochen Rückgaberecht ohne Fragen. Diesen Service, so heißt es, zahlt man. Und zahlt ihn gern. Der Widerspruch ist offensichtlich: Dasselbe Haus, das am Preis krepieren soll, ist das einzige, das einen behandelt, als wäre Geld kein Problem.
Die Parfümerieabteilung erscheint als Thermometer des Niedergangs. Früher war sie das beste Schaufenster des Hauses. Jetzt, so die häufigste Kritik, sei sie vernachlässigt und das Personal wirke wie aus einer anderen Zeit. Manche behaupten, junge Verkäuferinnen seien nicht rentabel, wenn sie den Tag über aufs Handy schauen. Das ist eine Kundenklage, kein geprüftes Datum, aber sie beschreibt das Problem gut: Das Ladengeschäft konkurriert mit dem Sofa und dem Algorithmus.
Jeans kaufen als vintage Akt
Eine treue Nische bleibt. Derjenige, der das Kaufhaus nur betritt, um Jeans zu kaufen, weil es anderswo nur Schnitte gibt, die ihm nicht passen. Derjenige, für den es ein fast nostalgisches Erlebnis ist. Und derjenige, der es schlicht als öffentlichen Dienst nutzt: hineingehen, die Toilette benutzen, hinausgehen. Drei verschiedene Nutzungen desselben Gebäudes, keine hat mit dem Preis zu tun.
Der härteste Gegenangriff kommt aus dem Geldbeutel. Dem Haus wird vorgeworfen, dieselben Marken wie jede Online-Plattform oder jedes kleine Geschäft zu verkaufen, aber zum doppelten Preis. Die Antwort ist immer dieselbe: Auf dem Kassenbon steckt etwas, das nicht in Rechnung gestellt wird. Die reibungslose Rückgabe, die Aufmerksamkeit, die Möglichkeit, das Produkt anzufassen. Das ist ein solides Argument und zugleich das Eingeständnis, dass das Produkt allein nicht mehr reicht.
Die vorsichtige Prognose ist einfach: El Corte Inglés wird nicht verschwinden, aber es wird weiter Geschäfte schließen und Quadratmeter in Parkhaus und Supermarkt umwandeln. Während die Innenstädte mit leeren Läden gefüllt werden, wird sein größtes Kapital der Boden sein. Und das, so sehr es auch wehtut, ist ebenfalls ein Geschäft.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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