Einige der Juwelen aus Zapateros Tresor schenkte ihm Mohamed VI. 2008

Drei Halsketten aus Marokko, die Mohamed VI. Zapatero 2008 schenkte, fanden sich in seinem Tresor. Ihr geschätzter Wert beträgt 8.200 Euro.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Im Tresor des ehemaligen Ministerpräsidenten **José Luis Rodríguez Zapatero** fanden sich drei Halsketten, die König **Mohamed VI.** ihm 2008 geschenkt hatte, mit einem Gesamtschätzwert von **8.200 Euro**.

## Die Geschenke des Alawiden-Königs

Im Tresor des Büros des ehemaligen Regierungschefs **José Luis Rodríguez Zapatero** befanden sich neben anderen Schmuckstücken drei Halsketten aus Marokko. Diese Geschenke überreichte ihm König **Mohamed VI.** im Jahr **2008** während einer Audienz im Palast von Oujda. Das Treffen diente dazu, eine diplomatische Krise zwischen beiden Ländern zu beenden, die fast ein Jahr zuvor durch den Besuch der spanischen Königspaares in Ceuta und Melilla ausgelöst worden war. Quellen aus dem Umfeld des Ex-Regierungschefs deuten darauf hin, dass diese Geschenke, deren Wert deutlich unter dem anderer erhaltener Geschenke liegt, möglicherweise für seine Ehefrau **Sonsoles Espinosa** bestimmt waren, die bereits **2005** eine ähnliche Kette getragen hatte.

Zapateros Sekretärin **Gertrudis Alcázar** gab gegenüber der Polizei zu, dass einige der Schmuckstücke im Tresor „Erbstücke“ ihrer Chefin und andere „Reisesouvenirs“ waren, ohne den Ursprung näher zu benennen. Die auffälligste marokkanische Kette besteht aus zwölf Strängen facettierter grüner Aventurin-Perlen, verbunden mit Zwischenelementen aus **22-karätigem** Gelbgold. Ihr Verschluss besteht aus einem Textilband mit Quaste, sie wiegt **93 Gramm** und hat einen geschätzten Wert von **4.000 Euro**.

## Details zum Schmuck

Die zweite Kette, mit einem Wert von **3.000 Euro** und einem Gewicht von **90 Gramm**, ist aus polierten, ungeschliffenen Smaragd-Perlen aus Sambia gefertigt. Sie trägt durchbrochene Goldanhänger in Form von „Fatimas Händen“, eingefasst in ein grün-beiges, geflochtenes Textilband mit Quastenabschlüssen. Das dritte marokkanische Stück ist eine Kette im Wert von **1.200 Euro** und **117 Gramm**, bestehend aus drei Strängen polierter Amazonit-Perlen mit durchbrochenen Goldzwischenelementen und geflochtenem Textilabschluss.

Es existiert eine vierte Kette, die den vorherigen sehr ähnelt und der dominikanischen Designerin **Jenny Polanco** zugeschrieben wird. Sie besteht aus einem großen zentralen Bernstein und Perlen aus Halbedelsteinen, mit einem Silberverschluss. Mit einem Gewicht von nur **15,4 Gramm** und einem geschätzten Wert von rund **500 Euro** trug **Sonsoles Espinosa** diese Kette bereits **2005** in Buenos Aires, vor dem Besuch in Oujda **2008**.

## Ein Kontext diplomatischer Beziehungen

Die Übergabe dieser Geschenke durch **Mohamed VI.** an das Paar **Zapatero-Espinosa** erfolgte zu einem entscheidenden Moment für die bilateralen Beziehungen zwischen Spanien und Marokko. Der Besuch in Oujda fand nach einer diplomatischen Krise statt, die im November **2007** begonnen hatte, als die sozialistische Regierung den Besuch des spanischen Königspaares in Ceuta und Melilla organisiert hatte. Rabat reagierte mit dem Abzug seines Botschafters in Madrid, **Omar Azziman**. Die Versöhnung kam im Januar **2008** mit einem persönlichen Brief Zapateros an Mohamed VI. und der Rückkehr des Botschafters.

Das Treffen in Oujda am **11. Juli 2008** fiel mit dem sechsten Jahrestag der marokkanischen Besetzung der Insel Perejil zusammen, ein Datum, das Kontroversen auslöste. Spanien stimmte zu, über sensible Themen wie die Abgrenzung der Gewässer zwischen den Kanaren und der marokkanischen Atlantikküste zu verhandeln, im Gegenzug für eine stärkere Zusammenarbeit im Kampf gegen die illegale Einwanderung. Marokko nutzte den Anlass, um seine Ansprüche auf Ceuta und Melilla zu bekräftigen.

## Die Wende in der Sahara-Frage

Der Wendepunkt in Zapateros Politik gegenüber der Westsahara kam im Dezember **2008** während des spanisch-marokkanischen Gipfeltreffens auf hoher Ebene in Madrid. Bei diesem Treffen wurde ein Finanzkooperationsabkommen über **520 Millionen Euro** unterzeichnet. Damals unterstützte der damalige spanische Regierungschef erstmals den marokkanischen Autonomieplan für die Sahara, mit dem Argument, dass wenn das spanische Autonomiemodell ein Erfolg gewesen sei, es dies auch in Marokko sein könnte. Diese Äußerungen wurden im Alawiden-Königreich sehr positiv aufgenommen und erfolgten vier Monate nachdem **Mohamed VI.** Zapatero die Ketten in Oujda geschenkt hatte.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (9 Antworten).

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