Ecuadors Fußballer kommen von der Küste, nicht aus dem Hochland

Ecuadors Fußballtalente stammen aus dem Chota-Tal und Esmeraldas, nicht aus dem Hochland: Nachwuchsarbeit statt Rasse. Bolivien hat sich nur einmal sportlich für eine WM qualifiziert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ecuadors Fußballer kommen von der Küste, nicht aus dem Hochland
Warum Ecuadors Nationalmannschaft aus dem Küstengebiet und nicht aus dem Hochland kommt

Einer der Teilnehmer der Diskussion vertritt die Auffassung, dass es in der ecuadorianischen Nationalmannschaft ein Muster gibt, das sich nicht über die Rasse, sondern über die Landkarte erklärt: Das Talent kommt von der Küste, nicht aus dem Hochland oder dem Amazonasgebiet. Wo es Talentsichter, Stadtteilvereine und barfüßig spielende Kinder gibt, entstehen Spieler. Wo nicht ein Cent in die Sichtung geflossen ist, kommt niemand nach. Im Fall Boliviens reicht die Sache bis zur WM.

Woher die Fußballer Ecuadors kommen

Die verfügbaren Daten zeigen zwei Zentren: das Chota-Tal zwischen Imbabura und Carchi sowie Esmeraldas. Es handelt sich um afro-ecuadorianische Bevölkerung, im Zensus eine Minderheit, in den Nationalmannschaftskadern überrepräsentiert. Es gibt echte Nachwuchsarbeit, kein Konstrukt. Das Hochland und das Amazonasgebiet, so diese Analyse, bringen Langstrecken- und Geher-Läufer hervor, weil die Leichtathletik dorthin kam, wo der Fußball nie einen Euro investiert hat.

Warum sich Bolivien nur einmal sportlich qualifiziert hat?

Bolivien spielte bei der WM in den USA 1994, seiner einzigen sportlichen Qualifikation, und schied in der Gruppenphase ohne Sieg aus. Zuvor war das Team bei den Turnieren in Uruguay 1930 und Brasilien 1950 dabei, aber nur auf Einladung, ohne sich sportlich qualifiziert zu haben. Dasselbe Muster, so die Analyse, wiederholt sich in Peru, Kolumbien, Honduras, Panama und Costa Rica: Der Fußball kommt von der Küste und der karibischen Küste. In Kolumbien aus dem Valle del Cauca und dem Chocó, in Peru von der Südküste, mit weniger Gewicht, weil die Liga von Lima lebt.

Die körperliche Verfassung erklärt nichts ohne Struktur

Ein Teil der Analyse behauptet, ein indigener Fußballer könne wegen Körperbau oder Größe nicht mit der Elite mithalten. Dieses Argument widerlegt sich von selbst: Es fehlt an Investitionen, nicht an körperlicher Eignung. Im Spiel England–Spanien von 1981, das Teledeporte ausstrahlte, stand in beiden Teams kein einziger Spieler subsaharischer Herkunft auf dem Platz. Spanien gewann mit 1:2.

Hier stockt das Argument. Darüber diskutiert wird, wer schneller läuft und wer „wie ein Teamspieler aussieht“, während die entscheidende Frage – wer das Geld in die Basisarbeit steckt – unbeantwortet bleibt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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